Naturheilkunde Praxistipps

Welche Erkrankungen können Sie mit Naturarzneimitteln behandeln?

Lesezeit: 2 Minuten Der überwiegende Teil der Deutschen bevorzugt die Kraft von Heilpflanzen, um Krankheiten zu behandeln. Gehören Sie auch dazu? Möchten Sie mehr über die Phytotherapie erfahren? Dann sollten Sie diesen Artikel lesen. Hier erfahren Sie, welche Krankheiten sich gut mit Kräuterauszügen aus Heilpflanzen und Naturarzneimitteln behandeln lassen.

2 min Lesezeit
Welche Erkrankungen können Sie mit Naturarzneimitteln behandeln?

Welche Erkrankungen können Sie mit Naturarzneimitteln behandeln?

Lesezeit: 2 Minuten

Die Kraft der Heilpflanzen wird schon seit Jahrtausenden genutzt

Schon unsere Vorfahren verwendeten Blätter, Blüten, Wurzeln, Stängel und Samen aus Pflanzen, um Krankheiten und Verletzungen zu kurieren. Im Laufe der Jahrtausende konnten wir immer mehr Wissen über die Heilpflanzen sammeln. Die moderne Arzneimittelforschung hat das Wissen über die Phytotherapie enorm erweitert und konnte in vielen Anwendungsbereichen die Kraft der Heilpflanzen wissenschaftlich bestätigen.

Gegen welche Beschwerden können Sie Heilpflanzen, Beeren und Naturarzneimittel mit Heilpflanzenextrakten besonders gut einsetzen?

  • Äußerlich zur Behandlung von Hautverletzungen, zur Wundbehandlung und gegen Ekzeme eignen sich die Heilpflanzen: Ringelblume, Kamille und Hamamelis.
  • Gegen Magen- und Darmerkrankungen, wie Reizmagen und Reizdarm, Sodbrennen, Übelkeit, Magenschmerzen, Völlegefühl und Blähungen wirken: Pfefferminz, Mariendistel, Melisse, Kamille, Kümmel, Anis, Süßholz, Schöllkraut, Schleifenblume und Angelikawurzel.
  • Gegen Leber- und Galleerkrankungen helfen: Artischocke, Mariendistel, Gelbwurz und Löwenzahn.
  • Gegen Durchfall wirken: Schwarztee, Blutwurz und Heidelbeeren.
  • Gegen Verstopfung helfen: Sennesblätter, Leinsamen und Flohsamen.
  • Gegen Harnweginfekte können Sie folgende Heilpflanzen anwenden: Bärentraube, Birke, Wacholderbeeren, Hauhechel, Löwenzahn und Kamille.
  • Gegen Husten helfen Ihnen: Thymian, Efeu, Eukalyptus, Primel, Spitzwegerich, Fenchel und Pelargonienwurzel.
  • Gegen grippale Infekte und Erkältungskrankheiten können Sie einsetzen: Ingwer, Kapuzinerkresse, Meerrettichwurzel, Knoblauch, Zwiebeln und Bärlauch.
  • Zur Steigerung Ihrer Immunabwehr hilft Ihnen: Echinacea (Sonnenhut), Hagebutte, Sanddorn, Wasserdost, Acerolabeeren, schwarze Johannisbeeren und Pelargonie.
  • Gegen Nervosität und Schlafstörungen helfen: Baldrian, Melisse, Passionsblume, Lavendel, Hopfen, Enzian und Traubensilberkerze.
  • Gegen Depressionen wirken: Johanniskraut, Baldrian, Melisse und Rosmarin.

Eine Kombination mehrerer Heilpflanzen kann die positive Wirkung erhöhen

Die Inhaltsstoffe verschiedener Heilkräuter können sich in Ihrer Wirkung ergänzen. Deshalb wirkt ein Tee gegen Nervosität meist besser, wenn Sie ihn aus mehreren Teedrogen zusammenstellen. Doch nicht nur die Wirkung kann sich durch eine Kombination mehrerer Heilkräuter erhöhen, sondern auch der Geschmack des Arzneitees verändert sich. So können Sie den eigenartigen Geschmack des Baldrians durch die Zugabe der wohlschmeckenden Melisse abmildern.

Viele Naturarzneimittel enthalten eine Kombination aus mehreren Pflanzenauszügen. Wenn Sie Kräutertees nicht gerne trinken, rate ich Ihnen, ein qualitativ hochwertiges Phytopharmakon (pflanzliches Fertigarzneimittel) einzunehmen.

Nur die richtige Dosierung und Anwendung der Naturarzneimittel bringt auch den gewünschten Behandlungserfolg

Bei Arzneimitteln – das gilt auch für Mittel aus der Natur – sind die richtige Dosierung und die Dauer der Anwendung für eine erfolgreiche Behandlung ausschlaggebend. Die stärksten Gifte sind natürlichen Ursprungs, sie können jedoch in einer sehr niedrigen Dosis heilend wirken. Nehmen Sie deshalb Ihre Phytopharmaka nach der Dosieranweisung auf dem Beipackzettel ein oder richten Sie sich nach den Anweisungen Ihres Therapeuten.

Auch Phytopharmaka können Nebenwirkungen haben

Einige Naturarzneimittel mussten vom deutschen Arzneimittelmarkt genommen werden, weil  Nebenwirkungen aufgetreten sind. Ein Beispiel ist der früher oft eingesetzte Kava-Kava-Extrakt, der gegen Nervosität und Schlafstörungen hilft. Es kam bei einigen Personen zu Leberschädigungen, Sehstörungen und Magen- und Darmproblemen.

Falls Sie noch andere Arzneimittel einnehmen müssen, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker über die Einnahme der Naturarznei sprechen, weil die Möglichkeit besteht, dass es zu Wechselwirkungen kommen kann.

Nehmen Sie Naturarzneimittel nicht zur Dauerbehandlung ein

Naturarzneimittel können Ihren Körper zur Selbstheilung anregen. Sind die Selbstheilungskräfte einmal in Gang gesetzt, sollte es Ihrem Organismus gelingen, sich von den Beschwerden zu befreien. Die Wirkstoffe aus der Natur bringen somit den „Stein in Ihrem Körper ins Rollen“. Wenn Sie beschwerdefrei sind, sollten Sie mit der Behandlung aufhören, auch wenn es sich „nur“ um Naturarzneimittel oder Tees handelt. Ich kenne einige Menschen, die Präparate über Jahre hinweg einnehmen, aus Angst davor, dass die Beschwerden wieder auftreten könnten.

Bitte beachten Sie: Wenn die Behandlung mit Phytopharmaka nach zwei bis drei Wochen keine deutliche Besserung oder Beschwerdefreiheit bringt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. 

Bildnachweis: Sandu / stock.adobe.com

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