Lebensberatung Praxistipps

Vorsicht vor gut gemeinten Ratschlägen!

Lesezeit: 2 Minuten Wir kennen das alle: Bei Liebeskummer weinen wir uns beim besten Freund oder der Freundin aus. Bei Jobproblemen wälzen wir verbal das Thema mit unserem Partner durch. Und immer wieder kommen dann gut gemeinte Ratschläge, mit denen uns unser Gesprächspartner in gutem Glauben weiterhelfen will. Aber Vorsicht: Falle!

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Vorsicht vor gut gemeinten Ratschlägen!

Vorsicht vor gut gemeinten Ratschlägen!

Lesezeit: 2 Minuten

Einleitung

Wir kennen das alle: Wenn wir jemanden um seine Meinung fragen, kommen meistens viele gut gemeinte Ratschläge.  Zitat: „Also an deiner Stelle würde ich ja folgendes machen…“.

Dabei vergessen wir jedoch immer allzu gerne eines: Der Ratgeber empfiehlt immer von seiner Perspektive aus. Er rät uns also, was ER machen würde, daher was für ihn das Beste wäre. Und da jeder Mensch anderer Motivationen und Werte hat, passen diese Ratschläge oft so gar nicht, obwohl sie sich im ersten Moment immer gut anhören.

Ein Beispiel

Peter, ein langjähriger Freiberufler in der IT-Branche, bekommt zwei Jobangebote. Eines in einer  Firma als freier Mitarbeiter für eine Projektlaufzeit von sechs Monaten in einer anderen Stadt. Ein zweites in Festanstellung, bei einer anderen Firma in der Nähe seiner Wohnung.

Peter spricht mit seinem besten Kumpel Jochen darüber und fragt ihn, was er denn an seiner Stelle machen würde. Jochen ist sofort Feuer und Flamme für die Festanstellung und meint: „Überleg mal, Peter, kein Stress mehr mit Jobsuche nach ein paar Monaten. Dann jeden Abend zu Hause bei deiner Freundin. Das Gehalt ist in etwas so hoch wie dein Freiberuflereinkommen. Und ein Firmenwagen ist auch noch drin! Ist doch perfekt, nimm den Job!“

Peter beschließt auf seinen langjährigen Kumpel zu hören und unterschreibt den Festanstellungsvertrag, nur um aber dann innerhalb der Probezeit, nach zwei Monaten, wieder zu kündigen. Was war passiert?

Peter langweilte sich bereits nach wenigen Tagen in der neuen Firma, er war total unterfordert. Das Gehalt der Festanstellung war zwar in etwas gleichwertig bemessen wie seine Einkünfte als Selbständiger, jedoch verlor er die Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf Steuerabschreibungen und Firmenanschaffungen, was unterm Strich dann weniger Geld bedeutete. Und der Dienstwagen stand eigentlich nur rum, da er seine Arbeitsstätte in 5 Gehminuten erreichen konnte.

Der Freiberufler ärgerte sich nun, dass er auf Jochen gehört hatte.

Jeder Mensch ist anders

Dass Jochen mit seiner Einschätzung so daneben lag ist aber einfach erklärt: Er sieht aufgrund seiner Vorprägung, seiner Erfahrungen und seines Wissens die Welt ganz anders als sein Freund.  Für Ihn sind außerdem Werte wie „Sicherheit“, „geordnete Routine“ und „möglichst  wenig Stress im Leben“ wichtig.

Peter, der Freiberufler, ist dagegen eher der Draufgängertyp. Er findet es spannend alle paar Monate den Arbeitsplatz zu wechseln, weil damit auch neue Aufgaben winken. Tägliche, immer wiederkehrende Tagesroutine, ist ihm zuwider und er verreist auch gerne, um neue Eindrücke sammeln zu können.

Was können wir aber tun, wenn wir Rat benötigen?

Wenn wir auf Empfehlungen und gute Ratschläge von Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern hören, sollten wir uns immer ins Bewusstsein rufen das diese perfekt auf unser Gegenüber passen, aber nicht zwangsläufig auf uns! Man sagt ja „ICH an deiner Stelle würde…“.

Wenn Sie also jemanden suchen, der Sie dabei  unterstützt, die für Sie beste Lösung zu finden ohne dabei von seiner Person auszugehen, sollten sie einen Systemischen Personal Coach konsultieren.

Bildnachweis: Christian Schwier / stock.adobe.com

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