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Treffen Sie eine Entscheidung und bleiben Sie dabei

Lesezeit: 2 Minuten Eine Entscheidung zu treffen fällt Ihnen oft schwer? Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie lernen, zu getroffenen Entscheidungen zu stehen - auch wenn Ihr Umfeld Ihnen Widerstand entgegenbringt.

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Treffen Sie eine Entscheidung und bleiben Sie dabei

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Gehören Sie zu den Menschen, die durchaus unpopuläre Entscheidungen treffen können, sich dann aber – wenn Sie sich mit den Reaktionen anderer konfrontiert sehen – wieder umfallen? Sind Sie eigentlich davon überzeugt, dass Ihre Entscheidung richtig war und dennoch macht Ihnen eine ganze Menge unangenehmer Emotionen das Leben schwer?

Entscheidung: Ein Beispiel aus dem Leben
Peter Reiter (Name geändert) ist Vertriebsleiter. Er ist bekannt für seine lockere, freudliche Art. Bei Mitarbeitern und Kunden ist er sehr beliebt. Seine Mitarbeiter wissen jedoch seine Gutmütigkeit manchmal auch auszunutzen.

Da ist z. B. das verlängerte Wochenende, das er einem Mitarbeiter genehmigt, weil dieser ihm erzählt, dass er mit seiner Frau schon vor vielen Wochen zweite Flitterwochen geplant hätte. Den damit verbundenen Personalausfall auf der zeitgleich stattfindenden Messe schultert Peter Reiter dann eben mal selbst.

Wenn es notwendig ist, trifft Peter Reiter klare Entscheidungen, wie was in seinem Betrieb zu funktionieren hat. Diese Entscheidungen sind inhaltlich absolut richtig. Doch was er bei seinen Mitarbeitern manchmal erzeugt, ist Irritation.

Obwohl der nette Peter Reiter die richtigen Worte findet, gehen seine Mitarbeiter im ersten Moment in Widerstand, führen seine Anweisungen dann aber aus. Instinktiv spüren sie seine Unsicherheit und, dass er nicht gerne Entscheidungen trifft.

Zu den eigenen Entscheidungen stehen
Peter Reiter ist oft versucht, seine Entscheidungen zu revidieren und kommt wiederholt in folgende Gedankenschleife: "Habe ich die richtige Entscheidung getroffen?" "Hätte ich das nicht anders machen sollen?" "Wäre es nicht sinnvoller gewesen wenn …?"

Nein! Die Entscheidung war richtig, sie wurde richtig kommuniziert und jetzt geht es für Peter Reiter darum akzeptieren zu lernen, dass ihn seine Mitarbeiter nicht immer lieben müssen. Sein Thema ist, dass er durchgängig der Nette und Gute sein will und dafür zu gern die eigenen Bedürfnisse und Grenzen opfert.

Wenn er hier lernt, auch innerlich zu seinen Entscheidungen zu stehen, werden sich die Irritationen und Widerstände bei den Mitarbeitern nach und nach auflösen.

Würde Peter Reiter immer mal wieder eine Entscheidung zurücknehmen, würde ihm seine Mannschaft im Gegenzug zunehmend die Mitarbeit verwehren. Lieber mal eine unpopuläre oder auch zweifelhafte Entscheidung treffen, als gar keine. Das Zurücknehmen von Entscheidungen erzeugt überdies noch mehr Orientierungslosigkeit bei den Mitarbeitern. Damit schwächt sich eine Führungskraft nur selbst.

Einen guten Anfang für seinen Prozess leistet Peter Reiter, indem er sich erlaubt, auch mal Entscheidungen zu treffen, die notwendig sind und seinen Mitarbeitern nicht gefallen. Wenn er sich selbst dafür annehmen kann, dass er nach bestem Wissen und Gewissen aber eben nicht mit der Absolutheit entscheidet, dass er immer bei allen Menschen Begeisterungsschreie auslöst, dann ist er auf einem sehr guten Weg.

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