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So können Sie mit ReadyBoost auf das Nachrüsten von RAM verzichten

Lesezeit: 2 Minuten ReadyBoost ist eine günstige Alternative zum teuren Einbau von RAM in Ihren Windows-PC. Benötigt wird ein Flash-Speicher in Form von SD-Karten oder auch Flash-USB-Sticks. Da der Flash-Speicher schneller ist als normaler Festplattenspeicher, können Sie Ihre Festplatte so entlasten.

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So können Sie mit ReadyBoost auf das Nachrüsten von RAM verzichten

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Was bringt ReadyBoost?

Wenn Ihr PC langsam ist, weil der eingebaute RAM nicht ausreicht, um die Systemprozesse und Programme gleichzeitig auszuführen, ist ReadyBoost eine  günstigere Alternative, um anstelle des Einbaus neuer RAM-Riegel dem Computer mehr Speicher zu geben und ihn somit schneller zu machen. Die Voraussetzung für diese Art der Speichererweiterung ist ein USB-Flash-Stick oder eine SD-Karte sowie ein Windows Betriebssystem. Die Version sollte Vista oder Windows 7 sein.

Wie funktioniert ReadyBoost?

Windows erstellt für die laufenden Prozesse eine Auslagerungsdatei auf dem Rechner. Die wird in der Regel auf der Partition erstellt, auf der das Betriebssystem gespeichert ist. Die Funktion wird mit dem Betriebssystem mitgeliefert und ist sehr leicht umzusetzen.

Wenn Sie ein ReadyBoost-fähiges Speichermedium einstecken, erscheint ein AutoPlay-Dialogfenster, das Ihnen die Option anbietet, Ihren Computer mit ReadyBoost zu beschleunigen. Wenn Sie diese Option auswählen, können Sie in den Einstellungen Ihres Flash-Speicher-Geräts auswählen, ob Sie dieses Gerät zur Beschleunigung des Systems nutzen möchten und wie viel Speicher Sie dafür auswählen möchten. Ihr Speichermedium muss allerdings mindestens eine Größe von 256MB haben.

ReadyBoost funktioniert nur, wenn Sie das Speichermedium an den eingeschalteten Computer anstecken

Wenn Ihre Automatische Wiedergabe (Autoplay) nicht aktiviert ist, gehen Sie auf Ihren Arbeitsplatz und wählen Sie Ihr Speichermedium mit der rechten Maustaste aus. Gehen Sie auf "Eigenschaften" und wählen Sie den Reiter "ReadyBoost" aus. Ab hier geht es so, wie oben beschrieben.

Windows schlägt Ihnen im unteren Teil des Fensters vor, wie viel MB Sie für ReadyBoost verwenden sollten, damit Ihr PC die optimale Leistung erzielen kann.  Damit ReadyBoost richtig funktionieren kann, müssen Sie das Speichermedium stets an Ihren Computer anstecken, wenn dieser eingeschaltet ist. Wenn Ihr Speichermedium zu wenig Speicherplatz aufweist, wird Windows Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie Speicherplatz freigeben müssen.

Funktion wieder ausschalten

Sie können über die Einstellungen Ihres externen Flash-Speichers die ReadyBoost-Funktion auch wieder ausschalten, beispielsweise, wenn Sie die Speicherkarte oder den USB-Stick für etwas anderes benötigen. Beachten Sie, dass Sie ReadyBoost nicht benötigen, wenn Sie eine sogenannte SolidState-Festplatte verwenden. Diese Festplatten funktionieren schon auf Flash-Basis und Sie benötigen in der Regel keinen weiteren Flash-Speicher.

In manchen Fällen können Sie nicht den kompletten Speicherplatz Ihres Speichermediums nutzen. Das kann daran liegen, dass manche Flash-Geräte sowohl schnellen als auch langsamen Speicher verwenden. ReadyBoost kann allerdings nur schnellen Flash-Speicher verwenden.

Lesen Sie in diesem Artikel, wie Sie von Solid-State-Festplatten profitieren können.

Nachteile von ReadyBoost

Aber auch die Nachteile, die ReadyBoost mit sich bringt, sollten nicht außer Acht gelassen werden. Die Nutzung eines USB-Sticks anstelle von RAM kann keine Lösung für die Ewigkeit sein, da die Lebensdauer der Sticks durch die ständige Belastung verkürzt werden kann und der richtige RAM im Endeffekt immer schneller sein wird, als die Ausweichlösung auf einem Stick oder einer Speicherkarte.

Bedenken Sie also, das ReadyBoost eine Möglichkeit ist, wenn man keinen neuen RAM kaufen kann, sich Abhilfe zu schaffen und den PC zu beschleunigen. Schnelle RAM Riegel mit acht Gigabyte Speicher bekommen Sie mittlerweile schon für fünfzig Euro, also sollten Sie für eine gute Leistung Ihres PCs, irgendwann darauf zurückgreifen.

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