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Seitenverhältnisse beachten: Digitalfotos haben andere Formate als analoge Fotos

Lesezeit: 2 Minuten Ist Ihnen das auch schon einmal passiert: Sie haben Ihre Digitalfotos entwickeln lassen und bei den fertigen Prints vom Bilderdienst war oben und unten ein Streifen des Motivs "abgeschnitten"? Das liegt an den unterschiedlichen Seitenverhältnissen von Digitalfotos und anlogen Fotos. Hier erfahren Sie, warum es diese unterschiedlichen Seitenverhältnisse gibt und wie Sie dieses "Problem" bei der Entwicklung Ihrer Fotos lösen können.

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Seitenverhältnisse beachten: Digitalfotos haben andere Formate als analoge Fotos

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Digitalfotos – das andere Seitenverhältnis
Die meisten Digitalkameras speichern Bilder mit einem Seitenverhältnis von 4 zu 3, während analoge Kameras Bilder im Seitenverhältnis 3:2 liefern. Dieses andere Seitenverhältnis bei den Digitalkameras hat einen ganz einfachen Grund: Die ersten Digitalkameras wurden mit existierenden Sensoren ausgestattet. Und da 4:3 dem Seitenverhältnis der verbreiteten Computermonitore und TV-Monitore entsprach, waren überwiegend Sensoren mit diesem Seitenverhältnis verfügbar.

Inzwischen werden Sensoren mit dem Seitenverhältnis 3:2 speziell für Digitalkameras entwickelt und zumeist in digitalen Spiegelreflexkameras eingesetzt.

Wenn Sie nun ein Digitalfoto printen lassen wollen, hat ein Seitenverhältnis von 4:3 die Konsequenz, dass das Bild bei Verwendung der herkömmlichen 3:2-Papierformate (z.B. 10 cm × 15 cm) entweder oben und unten beschnitten wird oder links und rechts weiße Streifen auftreten.

Daher werden heutzutage meist Papierformate mit den Seitenverhältnissen 4:3 verwendet. Hierbei wird dann zum Beispiel oft von einem 10er-Format gesprochen, um anzuzeigen, welche Höhe der Abzug aufweist. Die Breite des Abzugs ergibt sich dann entsprechend dem Seitenverhältnis. Diese Papierformate weichen zwar von den klassischen Papierformaten ab, der Abzug zeigt jedoch unbeschnitten das komplette Bild.

Digitalfotos – Fit in oder Fill in?
Einige Bilderdienste bieten aber noch immer auch die klassischen Papierformate an. Sollten Sie sich für einen solchen Anbieter entscheiden – vielleicht weil es günstiger ist oder Sie das gewohnte Papierformat schätzen – so haben Sie die Wahl zwischen "Fit in" und Fill in":

  • Weiße Streifen (Fit in). Die Digitalbilder im Seitenverhältnis 4:3 werden einfach auf Papier in einem der 3:2 Formate belichtet. Weil das Bild dann schmaler ist al das Papier, bleiben links und rechts weiße
    Ränder.
  • Bildausschnitt (Fill in). Um das digitale Bild auf ein klassisches Papierformat zu bringen, wird ein passender Ausschnitt gewählt. Meist wird das Bild einfach oben und unten abgeschnitten (ca. 3mm).

Die Entscheidung zwischen "Fit in" und "Fill in" sollte und gestalterischen Gesichtspunkten getroffen werden. Kann oder soll bei dem Motiv oben oder unten etwas wegfallen, so entscheiden Sie sich für "Fill in", ansonsten für "Fit in".

Zwei Anmerkungen zum Schluss:

  • Digitale Spiegelreflexkameras haben ein Seitenverhältnis von 2:3 – also perfekt für alle gängigen Papierformate.
  • Probleme mit den Papierprint im 4:3-Verhältnis kann es bei den gängigen Bilderrahmen geben.

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