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Hüftschmerzen: Die springende Hüfte

Lesezeit: < 1 Minute Zu den häufigen Hüftproblemen zählt auch die Coxa saltans, auch schnappende Hüfte oder springende Hüfte genannt. Was das genau ist und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

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Hüftschmerzen: Die springende Hüfte

Hüftschmerzen: Die springende Hüfte

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Ähnlich wie bei der Schleimbeutelentzündung kann auch die springende Hüfte durch ein Reiben der Sehnenplatte (Fascia lata, Tractus iliotibialis) des äußeren Oberschenkels über den großen Rollhügel des Oberschenkelknochens (Trochanter major) entstehen. Im Unterschied zur Schleimbeutelentzündung entsteht bei der Coxa saltans aber keine Entzündung. Vielmehr hat der Schmerz in der Hüfte eine mechanische Ursache.

Eigentlich soll die Sehnenplatte reibungslos über den Oberschenkelkopf gleiten. Dies tut er bei den meisten Menschen auch. Doch kann es passieren, dass die Sehnenplatte kurz hinter dem Rollhügel hängen bleibt. Hat sich dann genug Spannung aufgebaut, „springt“ die Sehne über den Rollhügel. Dies kann für den Betroffenen sehr schmerzhaft sein.Teilweise kann man das Schnappen sogar hören. Zudem ist die Bewegung bei jedem Schritt gestört.

Ursachen für die springende Hüfte

Auslöser für die Coxa saltans (lat. saltare = springen, hüpfen), die häufig mit einer Schleimbeutelentzündung einhergeht, können ungleich lange Beine und daraus resultierende Fehlhaltungen sein. Auch ein muskuläres Ungleichgewicht oder eine Überlastung können die Hüftschmerzen auslösen. Oft sind die Ursachen aber auch ungeklärt, was die Behandlung erschwert.

Behandlung der Coxa saltans

Da die Ursachen für die Beschwerden oft nicht ermittelbar sind, kann sich die Therapie als schwierig erweisen. Zu den üblichen, konservativen Maßnahmen gehört Krankengymnastik und Kräftigung der Bein- und Hüftmuskulatur. Medikamente gegen Schmerzen sollen eine beschwerdefreie Bewegung ermöglichen, sind aber keine dauerhafte Therapie. Mit Einlagen kann man versuchen, die Beinlänge anzugleichen und so die Fehlhaltungen beheben.

Sollte die springende Hüfte nicht von alleine oder durch die konservative Therapie verschwinden, hilft oft nur ein operativer Eingriff, bei der die entsprechende Muskelfaszie gedoppelt oder am Trochanter major fixiert wird. Auch ein Abschleifen des großen Rollhügels oder eine Verlängerung der betroffenen Sehne durch eine Plastik ist eine mögliche Operation.

Bildnachweis: Peter Atkins / stock.adobe.com

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