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Homöopathie bei Blutdruck-Regulationsstörungen: Bluthochdruck

Lesezeit: 3 Minuten Bluthochdruck-Erkrankungen bleiben häufig lange Zeit unbemerkt, da sie im Anfangsstadium vollkommen symptomfrei sein können. Erste Symptome, die auftreten, wenn der Bluthochdruck schon einige Zeit besteht, sind Schwindel, berstende Kopfschmerzen, häufiges Nasenbluten, Herzklopfen und Kurzatmigkeit bei Belastung.

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Homöopathie bei Blutdruck-Regulationsstörungen: Bluthochdruck

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Bluthochdruck: Werte und Einteilung in drei Stadien nach WHO
Von Bluthochdruck spricht man, wenn der systolische Wert über 140 mmHg beträgt und der diastolische Wert über 90 mmHg erreicht. Der Bluthochdruck wird von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) in drei Stadien eingeteilt

  • Stadium I:   Bluthochdruck ohne Veränderungen an den anderen Organen
  • Stadium II:   Bluthochdruck mit Linksherz-Hypertrophie und/oder Fundus hypertonicus und/oder Proteinurie (Eiweiß im Urin)
  • Stadium III : Organschädigungen aufgrund des Bluthochdrucks (z. B. Linskherz-Insuffizienz, Netzhautblutungen, Hirnblutungen u. a.) 

Bluthochdruck kann renal, medikamentös, endokrin oder vaskulär bedingt sein. Ein länger bestehender Bluthochdruck bewirkt häufig Schädigungen an den Gefäßen der Nieren und des Herzens.

Homöopathische Behandlung von Bluthochdruck
Grundsätzlich können homöopathische Mittel am ehesten den Bluthochdruck heilen, wenn es sich um Bluthochdruck im Stadium I handelt. Bluthochdruck, der sich bereits im Stadium II befindet, kann durchaus noch mit homöopathischen Mitteln behandelt werden.

Es ist aber davon abzuraten, die Blutdruck-senkenden Mittel abrupt abzusetzen, die in diesem Stadium in der Regel schon über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Im Stadium III können homöopathische Mittel in der Regel nur noch begleitend zu anderen Therapiemaßnahmen gegeben werden.  

Der zugrunde liegende Konflikt bei Bluthochdruck
Bluthochdruck wird mit der unzureichenden Regulation des Ausdrucks von Gefühlen in Zusammenhang gebracht. Auf der einen Seite gibt es Menschen, denen es schwer fällt, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Auf der anderen Seite sind aber auch diejenigen Menschen betroffen, die ihre Gefühle sehr gut wahrnehmen und quasi ungefiltert ausdrücken. Für beide Gruppen gibt es homöopathische Mittel, die ihnen helfen den Gefühlshaushalt wieder ausreichend gut regulieren zu können.

Bei der ersten Gruppe kommt es zum so genannten weißen Bluthochdruck. Aus psychosomatischer Sicht führt bei ihnen das "Nicht-Wahrnehmen-Können" und das "Nicht-Ausdrücken-Können" von den eigenen Gefühlen dazu, dass sich die Lebenskraft staut (sinngemäß das Blut in den Adern) und der Druck auf die Gefäße stark zunimmt.

Gelingt es, die eigenen Gefühle wieder frei zu empfinden und auszudrücken – dies können sowohl positive Gefühle wie Freude und Vorfreude als auch negative Gefühle wie Trauer und Wut sein – nimmt auch der Druck in den Gefäßen wieder ab und der Bluthochdruck geht zurück.

Die zweite Gruppe, die ihre Gefühle sehr stark wahrnimmt und eher damit Probleme hat die heftigen Gefühlswallungen zu regulieren und sie nicht ungefiltert an ihren Mitmenschen auszulassen, leidet unter dem sogenannten roten Bluthochdruck. Sie bekommen bei entsprechender Erregung ein hochrotes Gesicht, heftiges Herzklopfen und werden kurzatmig.

Sie erleben auch durch kleine Anlässe große Katastrophen. Durch die unzureichende Regulation der eigenen Gefühle herrscht in ihnen ein ständiger Orkan, der sich auch in körperlichen Beschwerden wie Herzrasen, Schwindel, Ohrgeräuschen oder Herzbeschwerden ausdrücken kann.

Aus der oben beschriebenen zugrunde liegenden psychischen Problematik lassen sich die in der Homöopathie häufig eingesetzten Mittel, die bei Bluthochdruck hilfreich sind, ableiten.

Homöopathische Mittel, die bei Bluthochdruck häufig eingesetzt werden sind für die erste Gruppe (blasser Bluthochdruck): Lachesis, Kalium carbonicum, Natrium muriaticum, Aconitum, Bryonia.

Für die Behandlung des so genannten roten Bluthochdrucks werden folgende homöopathische Mittel häufig eingesetzt: Glonoinum, Belladonna, Pulsatilla, Ignatia und Hyoscyamus und Nux vomica.

Konstitutionelle Behandlung von Bluthochdruck
Da ein Bluthochdruck häufig eine Begleiterscheinung einer anderen Grunderkrankung ist, ist es notwendig, die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln. Deswegen und weil in der Homöopathie nicht eine einzelne Erkrankung behandelt wird, sondern immer der ganze Mensch mit allen seinen Symptomen und Befindlichkeiten betrachtet wird, ist es für den Behandlungserfolg unumgänglich, sich in eine homöopathische Konstitutionsbehandlung zu begeben.

Hier kann der Behandler in Erfahrung bringen, welche besondere Problematik hinter der Bluthochdruck-Erkrankung steckt und welchen individuellen Auslöser es gibt.  

Fazit:
Häufig steckt hinter einem Bluthochdruck eine länger bestehende Schwierigkeit, eigene Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Diese Schwierigkeit führt dazu, dass sich im Inneren des Patienten die Gefühle sehr stark anstauen, was seine Entsprechung in dem erhöhten Blutdruck in den Gefäßen findet.

Schon kleinere Gefühlsregungen können dann zu starken Wallungen im Körper führen. Als homöopathische Heilmittel kommen vor allem diejenigen Mittel in Frage, die in ihrem Mittelbild charakteristische Probleme damit haben, ihre Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken.

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