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Fibromyalgie oder das „alles tut weh“-Syndrom – Was tun?

Lesezeit: 3 Minuten Fibromyalgie, das bedeutet Schmerzen am ganzen Körper, die teilweise für den Betroffenen schwer zu lokalisieren oder zu beschreiben sind. Begleitet durch andere funktionelle Beschwerden, bleibt die Fibromyalgie für den Patienten oft ohne Befund, was eine Odyssee von Arzt zu Arzt bedeutet. Doch was ist das für eine Krankheit, wie kann sie sicher diagnostiziert und erfolgreich behandelt werden?

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Fibromyalgie oder das "alles tut weh"-Syndrom - Was tun?

Fibromyalgie oder das „alles tut weh“-Syndrom – Was tun?

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Was ist Fibromyalgie und wie kommt diese Erkrankung zustande?

Die Fibromyalgie ist ein nichtentzündliches bedingtes Schmerzsyndrom mit chronischen Weichteilbeschwerden und Verhärtung der Muskulatur, das an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten kann. Sie wird auch Fasermuskelschmerz, Weichteilrheumatismus, Muskelrheumatismus oder Fibrositis genannt und kann in jedem Lebensalter, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auftreten.

Bis zu 2% der Bevölkerung Mitteleuropas sind von der Fibromyalgie betroffen – Frauen neunmal häufiger als Männer. Nach den Beobachtungen der familiären Häufung von Fibromyalgie, wird eine genetische Veranlagung der Erkrankung vermutet. Über die Ursachen der Krankheit wird stark in der Wissenschaft diskutiert. So wird die Fibromyalgie nach Ursachen in die primäre und sekundäre Fybromyalgie eingestuft.

Der Fibromyalgie einen Namen zu geben, heißt die Hintergründe zu erkennen

Die Störungen und Beschwerden laufen immer auf der physischen und auf der psychischen Ebene ab. Ist die konkrete Ursache der Fibromyalgie nicht bekannt oder liegt keine Vorerkrankung zugrunde, wird von der Primären Fibromyalgie gesprochen. Auch hormonelle oder physiologische Faktoren (Muskelanspannung, Herzrasen, Blutgefäßveränderung oder Atembeschleunigung) zählen zu dem primären Fibromyalgiesyndrom.

In seiner sekundären Form tritt das Fibromyalgiesyndrom als eine Folgeerkrankung auf, bzw. ausgelöst durch entzündlich-rheumatischen Krankheiten, Autoimmunerkrankungen, bösartige Tumorerkrankungen, Morbus Parkinson sowie nach Unfällen oder Infektionen.

Fibromyalgie mit Symptomen und Begleiterscheinungen

Die Fibromyalgie wird durch einen teils brennenden, teils dumpfen oder ausstrahlenden Schmerz gekennzeichnet, mit eine erhöhten Druckempfindlichkeit an bestimmten Schmerzdruckpunkten. Hierbei handelt es sich um 18 Schmerzpunkte, die auch Tender Points genannt werden.

Bereiten Ihnen 11 der 18 Punkte beim Druck Schmerzen und Beschwerden über mindestens 3 Monate hinweg, ist es wahrscheinlich, dass Sie an der Fibromyalgie erkrankt sind. Eine sichere Diagnose sollte jedoch ein Rheumatologe stellen. Die Schmerzen können sowohl tagsüber als auch nachts auftreten.

Typische Begleitsymptome bei dem Fibromyalgiesyndrom sind morgendliche Steifheit von Gelenken und Sehen, Schlafstörungen, Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, sowie Schwellungen an den Händen, Füßen und/oder Gesicht. Begleitend zu den Schmerzen kommt es bei der Fibromyalgie zu psychischen Störungen mit depressiver Verstimmung sowie zu funktionellen oder vegetativen Symptomen. Einige dieser Symptome sind das Reizdarmsyndrom, Herz-Kreislaufbeschwerden oder der Atmung sowie Blasenbeschwerden.

Die Diagnose Fibromyalgie sicherstellen

Die Fibromyalgie lässt sich nicht durch die Laborwerte wie Blutuntersuchung und Röntgen erkennen. Diese sind jedoch sinnvoll bei dem Ausschluss von anderen Erkrankungen, wie entzündlichem Rheuma, Muskelerkrankungen sowie Schilddrüsenerkrankungen. Um die Fibromyalgie festzustellen, ist eine klinische Diagnose erforderlich, d.h. eine Befragung Ihrer körperlichen Beschwerden mit eine einschließenden Untersuchung durch den Rheumatologen.

Die Fibromyalgie-Therapie zielt auf die Linderung der Symptome ab

Wenn die Diagnose Fibromyalgie klinisch gesichert ist, brauchen Sie wahrscheinlich Zeit. Nicht nur um es zu begreifen, sondern auch den Umgang mit der Erkrankung zu lernen. Doch das wichtigste für Sie vorweg: Auch wenn es die Gründe für FMS nicht behandelt werden können, sind die Symptome behandelbar und Sie müssen die üblichen Schmerzen nicht einfach hinnehmen.

Eine gute Information über das FMS kann Ihnen helfen, sowohl den Umgang mit den Symptomen zu lernen, als auch die Beschwerden zu lindern. Die Beschwerden der Fibromyalgie zu lindern bedeutet, den eigenen Lebensstil zu überdenken und zu ändern.

Die Therapie des FMS sollte immer individuell auf Sie zusammengestellt sein, die aus folgenden Methoden und Kombinationen besteht:

  • Die regelmäßige Bewegung/Herz-Kreislauftraining  2-3 Mal die Woche wirkt sich positiv auf Ihre Muskulatur aus. Ausdauersportarten wie Schwimmen, Walken, Joggen oder Radfahren bieten sich für Sie hier an.
  • Auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und Yoga entspannen die Muskulatur und Muskelfasern, lindern die Schmerzen und senken die Belastungen.
  • Mit der Biofeedback-Therapie ist es Ihnen möglich, unbewusste Körperfunktionen wie Muskelanspannung, Herzschlag oder Verdauung bewusst zu machen, somit gelingt es Ihnen über diese Funktionen die Kontrolle zu steigern und ein körperliches und seelisches Wohlbefinden zu fördern.
  • Die Physiotherapie mit ihren unterschiedlichen Behandlungen trägt wirksam dazu bei, Ihre Schmerzen und Beschwerden zu lindern. Dazu gehören die Massagen des Bindegewebes, die gezielte Krankengymnastik, Osteopathie sowie Kälte-/Wärmebehandlungen am gesamten Körper.
  • Die Psychotherapie ist ein wichtiger Baustein in der Therapie bei Fibromyalgie. Besonders bewährt hat sich die Kognitive Verhaltenstherapie. Ihr Art zu denken, bestimmt Ihr Fühlen, Verhalten und Ihre Reaktionen. Die kognitive Verhaltenstherapie ist darauf gezielt, (unbewusste) schädliche Gedanken, Einstellungen und Bewertungen bewusst zu machen. Damit lassen sich bei Ihnen deutliche Verbesserungen der Beschwerden erreichen.
  • Mit der Akupunktur werden bestimmte Nervenfaser angeregt und somit gefäßerweiternde Substanzen freigesetzt. Somit wird der Blutfluß gesteigert und die Schmerzen gesenkt. Bei der Auswahl des Therapeuten sollten Sie stets auf einen erfahrenen und auf die Akupunktur spezialisierten Arzt oder Heilpraktiker achten. Ein vietnamesischer Arzt für Akupunktur ist in diesem Fall die beste Adresse.
  • Die Andullationstherapie ist in der Behandlung von dem FMS eine sehr gute und bewährte Therapiemethode und bietet viele Vorteile. Ich selber habe es für Sie getestet und bin begeistert von ihrer Wirkung und deren Anwendungsgebiete. Durch die Freisetzung der Schwingungen werden die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt und die Ausscheidung von Schadstoffen und Stoffwechselschlacken wird verbessert. Dies führt zu einer Linderung Ihrer Schmerzen. Auf der geistigen Ebene hat die Andulationstherapie eine tiefentspannende Wirkung.

Bei der Auswahl der Kombinationen ist für Sie wichtig, in Ruhe auszuprobieren, was Ihnen am besten bekommt. Diese Kombinationen von Therapieformen und Entspannungsverfahren sorgen für eine Steigerung Ihres Wohlbefindens und vermindern die Schmerzen. Gleichzeitig werden Ihre Schlafstörungen gebessert und die Einnahme von Medikamenten kann reduziert werden.

Ich wünsche Ihnen das Beste für ihre Gesundheit und eine beschwerdefreie Zeit!

Bildnachweis: ALDECAstudio / stock.adobe.com

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