Persönlichkeitsentwicklung

Menschen mit der eigenen Ausstrahlung berühren

Menschen mit der eigenen Ausstrahlung berühren
geschrieben von Julia Sobainsky

Als Steve Jobs verstarb, beweinte die Welt den Tod eines großen Charismatikers. Doch was war dran an ihm? Womit konnte er Menschen berühren und bewegen? Womit können Menschen andere Menschen generell bewegen? Was verursacht Gänsehaut? Hier gehen wir der Sache auf den Grund!

Charismatiker sind in der Lage, andere Menschen im Innern zu bewegen. Durch ihre Worte, ihre Ausstrahlung. Menschen fühlen sich emotional berührt durch sie. Aber was geschieht genau in solchen Momenten, was genau bewegt die Menschen? Welche Faktoren spielen eine Rolle und kann man dies lernen?

Persönliche Schicksale

Ich denke nach, wann ich berührt bin. Sehr berührt hat mich die Geschichte des Mädchens, was nach einer schrecklichen Kindheit und Jugend noch eine große Karriere aus eigener Kraft in Anlauf nahm.

Steve Jobs Rede vor den Studierenden in Stanford hat mich sehr bewegt. Seiner Ehrlichkeit über die Krebserkrankung, sein abgebrochenes Studium. Dass er von einem Manuskript ablas und hinter dem Pult mit wenig Blickkontakt stand, störte mich dabei kein bisschen. So tief saßen seine Worte und seine Ehrlichkeit.

Ich war berührt und erschüttert von der krebskranken Frau, die bis zum Schluss mit aller Kraft versuchte, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Die nicht aufgab.

Und ich war zu Tränen gerührt über die menschlich großartige Haltung meiner ehemaligen Coaching-Ausbilderin, als sie dem nahenden Tod ins Gesicht blickte. Selbst in diesem Moment habe ich noch viel von ihr gelernt.

Die Heldenreise

Ich bemerke, dass alles, dass mich Menschen dann besonders berühren, wenn sie um etwas kämpfen. Ob sie einen Sieg davon tragen oder eine Niederlage hinnehmen müssen, ist nicht so wichtig, wenn ich es unter dem Aspekt betrachte, was mich bewegt. Die Wandlung der Menschen, ihre Heldenreise per se ist es, was mich im tiefsten Inneren bewegt.

Allerdings braucht es dafür Menschen, die ohne Bitterkeit und Larmoyanz von ihrem Schicksal berichten. Wer sich selbst bejammert, bewegt mich nicht. Berührt mich höchstens peinlich oder beschwört mein Mitleid.

Mut zur Ehrlichkeit

Was lernen wir? Vielleicht, dass wir häufiger mutig sein sollten. Dass wir bei Menschen nichts ausrichten oder bewegen können, so lange wir nur unsere aalglatte Oberfläche zeigen. Perfektion kann mitunter hinderlich sein. Und die Brüche eines menschlichen Lebens hauchen einer Biografie überhaupt erst Leben ein.

Mir ist bewusst, dass dies in unserer heutigen Arbeitswelt nicht sonderlich populär ist. Möglicherweise gehen wir mit dieser Haltung sogar Risiken ein. Es scheint, als sei so etwas nur möglich für die, die ohnehin schon oben angekommen sind, wo sie hinwollen. Einen Steve Jobs beispielsweise. Was konnte er noch verlieren?

Doch halt! Auch er wurde, als er schon sehr erfolgreich war, aus dem eigenen Unternehmen geworfen. Desto höher man steigt, desto tiefer kann man fallen. Ein Risiko besteht also immer – für jeden. Das ganze Leben ist lebensgefährlich. Mein Tipp: Man muss ja nicht gleich mit allen Niederlagen des persönlichen Lebens aufwarten. Es geht vielmehr darum, nicht immer nur alles zu beschönigen und sich auch seiner Umwege nicht zu schämen.

Zu sich selbst stehen

Denn genau genommen wissen wir auch, dass wir ohne die Umwege in unserem Leben weit weniger Charakter hätten. Vielleicht nicht einmal Ziele. Seien wir also dankbar für das, was ist, auch wenn nicht alles nach dem Bilderbuch läuft.

Nachdenkliche Grüße,
Julia Sobainsky

Bildnachweis: Roman Stetsyk / stock.adobe.com

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