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Schweizer Kredit: Lohnt sich das?

Schweizer Kredit: Lohnt sich das?
geschrieben von Cornelia Lohs

Viele Deutsche, die in der Schuldenfalle stecken und aufgrund negativer Bonität keinen Kredit mehr bekommen, wenden sich an Online-Vermittler, die einen Schweizer Kredit versprechen. Lesen sie hier, warum sich ein Kredit aus dem Ausland eigentlich nicht lohnt.

Beim Schweizer Kredit wird zur Prüfung der Kreditwürdigkeit keine Schufa-Auskunft eingeholt – laufende und zukünftige Kreditgeschäfte in Deutschland, die der Schufa gemeldet und bei deren Bonitätsprüfung eine Schufa-Auskunft eingeholt wird, werden daher nicht negativ beeinflusst.

 

Kredit ohne Schufa aus der Schweiz 
Bei Krediten ohne Schufa-Auskunft handelt es sich ausnahmslos um Kredite aus der Schweiz, da es in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist, bei der Kreditvergabe eine Bonitätsanfrage bei der Schufa zu stellen. Diese stellt dabei dem Kreditinstitut einen Index über den Kreditnehmer zusammen, der darüber Auskunft gibt, wie es um die Zahlungsmoral des Kreditnehmers bestellt ist und ob noch andere Verbindlichkeiten vorhanden sind.

Kredit ohne Schufa: Überteuerte Zinsen
Der Verzicht auf die Bonitätsprüfung, die die Vermittler eines Schweizer Kredites garantieren, bedeutet jedoch eine Erhöhung des Risikos für den Kreditgeber, das geliehene Geld nicht zurück zu bekommen, was sich in der Regel in überteuerten Zinsen, dem obligatorischen Abschluss einer Lebensversicherung oder versteckten Gebühren niederschlägt, die natürlich der Kreditnehmer bezahlen muss. Um das Ausfallrisiko deshalb zu minimieren, ist die maximale Kreditsumme deshalb begrenzt und beträgt höchstens 3.500 Euro.

 

Voraussetzungen für einen Kredit ohne Schufa
Der Vorteil des Schweizer Kredites ist, dass er völlig schufafrei ist. Er wird auch nicht der Schufa gemeldet. Trotzdem gibt es auch hier Bedingungen, die der Kreditnehmer erfüllen muss. Er muss mindestens 18 Jahre alt und sein Einkommen muss abgesichert sein, das heißt im Klartext, arbeitslos, Freiberufler oder Student darf der Antragsteller nicht sein.

In solchen Fällen gibt es auch über die Schweizer Banken keinen Kredit. Das Arbeitsverhältnis darf außerdem auch nicht gekündigt oder befristet sein, und der Antragsteller muss seit mindestens ein Jahr beim gegenwärtigen Arbeitgeber beschäftigt sein.

 

Sind diese Voraussetzungen alle erfüllt, stehen die Chancen sehr gut, einen schufafreien Kredit aus der Schweiz zu bekommen. Ist eine Zusage erfolgt, ist das Geld innerhalb weniger Tage auf dem Girokonto verbucht. Die monatlichen Raten können ganz bequem an die Bank überwiesen werden. Für viele Menschen ist das die definitiv letzte Möglichkeit, einen Kredit zu bekommen, wenn in Deutschland nichts mehr geht. Aber ist es auch die beste Lösung, sich weiter zu verschulden?

 

Nachteile des Schweizer Kredites 
Außer hohen Zinsen haben Kredite aus der Schweiz den Nachteil, dass ein direkter Kontakt zwischen Debitor und Kreditor nicht möglich ist. Zudem krönen viele unseriöse Vermittlerfirmen mit Sitz im Ausland die Kreditvermittlung mit gebührenpflichtigen Hotlines mit Endloswarteschleife.

Wer aufgrund negativer Bonität innerhalb Deutschlands keinen Kredit mehr bekommt und ein Darlehen aus der Schweiz als letzte Möglichkeit sieht, seinen finanziellen Spielraum besser gestalten zu können, sollte sich fragen, ob es sich lohnt, für eine geringe Kreditsumme vierzig Monate lang 108 Euro zurückzuzahlen. Im Endeffekt 820 Euro Zinsen für einen Betrag, den der Kreditnehmer wahrscheinlich innerhalb kurzer Zeit aufbraucht – denn oft ist es so, dass mit einem Schweizer Kredit andere Verbindlichkeiten getilgt werden und der Kreditnehmer nur tiefer in die Schuldenfalle rutscht. 

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Cornelia Lohs

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