Gesundheit

So erkennen Sie die Symptome eines Hirntumors frühzeitig

So erkennen Sie die Symptome eines Hirntumors frühzeitig
geschrieben von Burkhard Strack

Etwa 6.800 Menschen erkranken jedes Jahr neu an einem Hirntumor – das sind nur rund zwei Prozent aller Krebserkrankungen. Dennoch sollte man diese Erkrankung ernst nehmen, denn die Heilungschancen sind gering. Nur wenn ein Hirntumor frühzeitig erkannt wird, bestehen gute Heilungschancen.

Hirntumore sind, wie bereits erwähnt, sehr selten, allerdings sind sie auch zumeist schwer bereits im Anfangsstadium zu erkennen. Die auslösenden Faktoren sind nicht bekannt und oftmals bleibt der Hirntumor tatsächlich sehr lange unerkannt, denn er verursacht im Frühstadium in der Regel keine Beschwerden.

Daher ist es umso wichtiger, dass man sich über die Symptome klar ist, denn auch hier heißt die Devise wie bei jeder anderen Krebsart: Früherkennung ist wichtig, denn dann sind die Chancen einer Heilung deutlich höher.

Hirntumor-Symptome

Anzeichen, bzw. Hirntumor Symptome können sein:

1. Hirndruckzeichen

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Kopfschmerz (besonders nachts und morgens, neu auftretend)
  • Stauungspapille (ein Ödem in der Netzhaut der Augen)
  • Verlangsamter Puls
  • Bewusstseinsstörung (Benommenheit bis hin zum Koma)

2. Neurologischer Ausfall

  • Schwindel
  • Schluckstörung
  • Sprachstörung
  • Muskelschwäche und Lähmungserscheinung
  • Taubheitsgefühl (in einer Körperhälfte oder an einzelnen Gliedmaßen)
  • Sensibilitätsstörung (beispielsweise Kälte, Druck, Berührung oder Hitze)
  • Sehstörung (Gesichtsfeldausfälle, verschwommen Sehen beispielsweise)

3. Epileptische Anfälle

  • Komplexe fokale Anfälle
  • Einfache fokale Anfälle
  • Generalisierte Anfälle

4. Psychische Veränderungen

  • Veränderung der psychischen Gesundheit (beispielsweise Angst, Apathie oder Depression)
  • Persönlichkeitsveränderung (beispielsweise erhöhte Ablenkbarkeit oder leichte Reizbarkeit).
  • Beeinträchtigung des Gedächtnisses (wie Vergesslichkeit oder Konzentrationsstörungen beispielsweise)
  • Desorientierung

Wie entsteht ein Hirntumor?

Die Ursachen sowie die Risikofaktoren von Hirntumoren und deren Entstehung sind überwiegend unbekannt. So führen beispielsweise nach dem derzeitigen Wissensstand weder seelische Belastungen, Umweltfaktoren, Lebensgewohnheiten, Stress oder elektromagnetische Felder zu einem höheren Hirntumor-Risiko. Auch ein Zusammenhang zwischen einer Hirnverletzung und dem Auftreten des Tumors ist auszuschließen.

Die Diagnostik

Wenn Verdacht auf einen Hirntumor besteht, dann stehen der Medizin eine Reihe von diagnostischen Verfahren zur Verfügung. Diese werden nach einer Anamneseerhebung sowie einer klinischen Untersuchung durchgeführt. Diese Verfahren sind bildgebende und teilweise auch gewebsanalytische Methoden und mit ihnen ist es möglich, eine gezielte Diagnose zu stellen.

  • Computer-Tomographie (CT)
  • Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)
  • Magnet-Resonanz-Spektroskopie (MRS)
  • Positronen-Emissons-Tomographie (PET)
  • Mit der Biopsie kann eine genaue Klassifizierung des Tumorgewebes vorgenommen werden in gutartig und bösartig.

Die verschiedenen Arten des Hirntumors

Es gibt über 130 verschiedene Typen von Hirntumoren und alle unterscheiden sich durch ihre zu erwartende Prognose, der Wachstumsgeschwindigkeit und auch in der Hinsicht auf die Therapie, bzw. des Ansprechens auf die Therapie. Daher ist es von grundlegender Bedeutung, dass eine exakte Diagnose des Tumors erfolgt sowie seine exakte Einstufung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet vier verschiedene Tumorgrade:

  • WHO Grad I langsam wachsender Tumor
  • WHO Grad II
  • WHO Grad III
  • WHO Grad IV besonders bösartig und schnell wachsend

Die am häufigsten auftretenden Hirntumor-Arten sind:

  • Astrozytom
  • Ependymom
  • Glioblastom
  • Hirnmetastasen
  • Meningeom
  • Oligoastrozytom
  • Oligodendrogliom
  • Akustikusneurinom

Die Behandlung von Hirntumoren

Momentan stehen zur Behandlung von einem Hirntumor nur drei Verfahren zur Verfügung: die operative Entfernung sowie die Strahlen- und Chemotherapie.

Neben diesen klassischen Möglichkeiten existieren jedoch auch zusätzliche Therapiekonzepte, die zur Zeit im Rahmen von klinischen Studien getestet werden und teilweise auch zur Anwendung kommen können. Leider sind diese Methoden noch im Anfangsstadium und es wird noch einige Zeit vergehen, bis die Heilungschancen bei Hirntumoren signifikant verbessert werden.

Bildnachweis: Monet / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.