Welche Wirtschafts- und Konjunkturindikatoren gibt es?

Selbst langjährige Anleger können häufig nicht zwischen wichtigen und unwichtigen Wirtschafts- und Konjunkturindikatoren unterscheiden. Börsenwissen kompakt hat daher die wichtigsten Indikatoren für Sie zusammengestellt und erklärt, was sie bedeuten.

An der Börse werden Erwartungen gehandelt. Wie hoch der Gewinn eines Unternehmens im nächsten und übernächsten Jahr voraussichtlich sein wird, beeinflusst den Aktienkurs. Deswegen spielen Wirtschafts- und Konjunkturindikatoren an den Aktienmärkten eine wichtige Rolle. Denn diese zeigen an, wie die aktuelle konjunkturelle Stimmung ist und lassen Rückschlüsse auf die zukünftigen Unternehmensgewinne zu.

Die wichtigsten Wirtschafts- und Konjunkturindikatoren
Die wichtigsten Indikatoren – auch für den deutschen Aktienmarkt – kommen dabei aus den USA. Die US-Wirtschaft hat aufgrund ihrer Größe in den vergangenen 50 Jahren eine Vormachtsstellung eingenommen und gilt als Wegweiser für die weltweite Wirtschaftsentwicklung.

Mittlerweile musste die US-Wirtschaft zwar einen Teil ihres Einflusses an aufstrebende Länder wie China und Indien abtreten, trotzdem gehen die Blicke immer noch über den Atlantik, wenn es um die Einschätzung der konjunkturellen Lage geht und wichtige Indikatoren veröffentlicht werden. Die folgende Liste zeigt Ihnen, welche Indikatoren auch für Privatanleger hilfreich sind, um die konjunkturelle Lage besser einschätzen zu können.

Wirtschafts- und Konjunkturindikatoren, auf die Privatanleger achten sollten
Arbeitsmarktbericht USA: Der Indikator gibt an, wie sich im Vergleich zum Vormonat die Zahl der Arbeitsplätze entwickelt hat, die Entwicklung der Arbeitslosenrate und die durchschnittlichen Stundenlöhne. Der Bericht gehört zu den wichtigsten Indikatoren zur US-Wirtschaftslage und beeinflusst die weltweiten Börsen. Die Daten werden jeden ersten Freitag im Monat vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht.

Einkaufsmanagerindex USA: Der Indikator gibt an, ob die US-Wirtschaft tendenziell expandiert oder schrumpft. Für die Berechung werden 400 Einkaufsmanager aus 20 Bereichen zur Auftragsentwicklung befragt. Die Daten werden am ersten Werktag eines jeden Monats vom Institut für Liefermanagement veröffentlicht.

Verbraucherpreise USA: Der Indikator ist sehr wichtig, da er die Inflationsentwicklung anzeigt. Die US-Geldpolitik hängt stark von der Verbraucherpreisentwicklung ab. Zur Berechnung weden Preisveränderungen im Bereich Energie, Transport, Gesundheitswesen, Mieten etc. herangezogen. Die Daten werden jeweils um den 15ten eines jeden Monats vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht. Weitere wichtige US-Wirtschaftindikatoren und die beiden wichtigsten deutschen Indikatoren erfahren Sie im zweiten Teil der Serie.

Veröffentlicht am 18. Februar 2011
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