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Flöhe bei Kindern erfolgreich entfernen

Flöhe bei Kindern erfolgreich entfernen
geschrieben von Adelheid Fangrath

Flohbisse erkennen Sie an kleinen juckenden Pusteln, die oft in einer Reihe oder in einer kleinen Gruppe auf der Haut erscheinen. Flöhe befallen vorzugsweise Haustiere, aber sie sind oft bei Kindern zu entdecken. Auch wenn Flöhe in unseren Breiten keine gefährlichen Krankheiten übertragen, ist es wichtig, die Wohnung gründlich zu staubsaugen.

Der Floh

Die kleinen Plagegeister sind je nach Art 1 bis 4,5 Millimeter klein und haben einen rotbraun bis dunkelbraunen, harten Chitinpanzer. Von den drei Beipaaren sind die hinteren Beine mit kräftigen Sprungbeinen ausgestattet. Der Floh kann bis zu einem Meter hoch hüpfen. Die Biologen unterscheiden Nest- und Pelzflöhe. Der Menschenfloh besucht seinen Wirtskörper nur für die Nahrungssuche und kehrt tagsüber in sein Nest zurück. Die Pelzflöhe dagegen bleiben auf ihrem Wirtskörper, zum Beispiel dem Hund.

Es gibt über 2000 Floharten. Häufig ist der Katzenfloh, der auch Hunde und Menschen befällt. Hundeflöhe bleiben gewöhnlich beim Hund. Es gibt aber auch Tauben-, Hühner- und Igelflöhe. Im Mittelalter sorgte der Rattenfloh für Schrecken, weil er den Erreger der Beulenpest verbreitete. Der Entwicklungszyklus eines Flohs dauert bei günstigen Umständen rund 30 Tage. In dieser Zeit entwickeln sich die Eier zu Larven, danach verpuppt sich das Tier in einem Kokon. Dort kann es mehrere Monate verharren, bis sich die äußeren Lebensumstände optimal erweisen. Fehlen zum Beispiel Wirtskörper, bleibt das Tier in seiner schützenden Hülle.

Flohbisse bei Kindern

Der Floh ist ein Parasit, der sich von Blut ernährt. Er beißt oft mehrmals in einer Reihe oder drei bis vier Bisse sind dicht beieinander platziert. Dabei gibt er über das Speichelsekret gerinnungshemmende Stoffe ab, die bei empfindlichen Kindern eine allergische Reaktion auslösen können.

Zunächst ist der Stich ein juckender, roter Punkt. Eventuell bilden sich auch Quaddeln.  Flohstiche sind nicht gefährlich, da sich Tierflöhe nicht auf Menschen vermehren. Aufgrund der guten hygienischen Bedingungen kommen in unseren Breiten keine Flöhe vor, die schwere Krankheiten übertragen. Allerdings kann sich der Flohbiss entzünden, wenn Ihr Kind die Stelle aufkratzt.

Flohbisse behandeln

Obwohl Flöhe im Hinblick auf ihre Wirtskörper nicht sehr wählerisch sind, bevorzugen Sie das Blut bestimmter Menschen. Es kann also durchaus passieren, dass ein Familienmitglied zerstochen ist, ein anderer dagegen nicht. Flöhe befallen oft Kinder, weil diese engen Kontakt zu Hunden und Katzen suchen. Ein Vollbad oder eine Dusche befreit die betroffenen Familienmitglieder von den Parasiten. Kühlen Sie Flohstiche bei Kindern und tragen Sie eine juckreizstillende Salbe auf. Entwickeln sich die Stellen zu roten Quaddeln, hilft ein Mittel gegen allergische Reaktionen, zum Beispiel ein Antihistaminika. Stellt sich keine Verbesserung ein oder entzündet sich der Flohbiss, suchen Sie bitte einen Arzt auf.

Gegen die Flohplage angehen

Waschen Sie die Kleidung, alle Textilien wie Bettzeug und Kuscheltiere bei 60 Grad. Ist das nicht möglich, legen Sie die empfindlichen Sachen für 24 Stunden ins Tiefkühlfach. Saugen Sie die Wohnung mindestens eine Woche lang jeden Tag gründlich durch. Falls diese Maßnahmen nicht wirken, haben sich die Tiere in dunklen Ritzen eingenistet. In diesem Fall ist eine chemische Bekämpfung notwendig. Die Mittel erhalten Sie in der Apotheke. Lassen Sie sich ausführlich beraten und wenden Sie das Gift streng nach Vorschrift an. Am besten quartieren Sie die Familie für das Wochenende bei den Großeltern ein, bis sich die giftigen Gerüche verzogen haben.

Haustier behandeln

Denken Sie daran, auch Ihr Haustier gegen Ungeziefer zu behandeln. Waschen Sie das Tier mit entsprechenden Präparaten und saugen Sie mindestens eine Woche lang jeden Tag die Schlaf- und Ruhestätten sorgfältig ab. Decken waschen Sie bei 60 Grad. Kämmen Sie das Tier regelmäßig mit einem feinzinkigen Flohkamm und klopfen Sie den Kamm auf weißem Papier aus. Dunkle Krümel sind Flohkot, die auf Flohbefall hinweisen. Eventuell ist es hilfreich, wenn das Tiere eine Zeitlang ein Flohhalsband trägt.

Bildnachweis: schankz / stock.adobe.com

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Adelheid Fangrath