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Warum die Krankenquote zurückgeht

Lesezeit: 2 Minuten Die Krankenquote geht zurück und stagniert auf niedrigem Niveau. Doch woran liegt das? Werden wir immer gesünder? Lesen Sie hier die Antwort.

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Warum die Krankenquote zurückgeht

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Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) veröffentlicht regelmäßig in der Gesundheitsberichterstattung Zahlen über die festgestellten Arbeitsunfähigkeiten der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Die Krankenquote ging in den letzten Jahren kontinuierlich zurück. Zwar schwankt die Quote von Jahr zu Jahr, langfristig ist aber eine Abnahme zu verzeichnen. Nach Einführung der gesamtdeutschen Statistik 1991 ging die berichtete Krankenquote von 4,9 % auf 3,4 % zurück.

Struktur der Beschäftigungsverhältnisse wirkt positiv auf die Krankenquote
Zwar ändert sich die Arbeitswelt nicht von heute auf morgen, langfristig ist jedoch festzustellen, dass die Branchen und Tätigkeitsfelder, in denen eine überdurchschnittlich hohe Anfälligkeit für Arbeitsunfähigkeiten vorliegt, eher abnehmende Beschäftigungszahlen aufweisen.

Der Vormarsch des Dienstleistungssektors bei gleichzeitiger Abnahme körperlich anspruchsvoller Tätigkeiten in Landwirtschaft, Produktion, Bergbau etc. führt naturgemäß zu einer Reduktion krankheitsbedingter Ausfallzeiten.

Unternehmen sind aktiv im Gesundheitsmanagement
Viele Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass Investitionen in den Gesundheitsschutz ihrer Arbeitnehmer lohnend sind. Fitnessprogramme, Beratungsangebote, Sportmöglichkeiten oder Verbesserungen der Ergonomie an den Arbeitsplätzen führen dazu, dass Ausfälle tendenziell zurückgehen.

So können Hebehilfen Pflegepersonal von körperlichen Belastungen befreien und Rückenschädigungen vorbeugen. Mitarbeiterorientierte Raumkonzepte, Belüftung, Beleuchtung u.ä. führen dazu, dass Mitarbeiter möglichst gering belastet werden und reduzieren mögliche krankheitsbedingte Ausfälle. Einige Unternehmen berücksichtigen bei der Gestaltung ihrer Arbeitsplätze bereits das immer stärker steigende Durchschnittsalter ihrer Mitarbeiter.

Tipp: Stellen Sie die Krankenquote doch einmal als Gesundheitsquote dar.

Krankenquote durch psychische Belastungen negativ beeinflusst
Obwohl die Krankenquote insgesamt zurückgeht, steigt die Zahl der psychisch bedingten Ausfallzeiten. Diese treffen Unternehmen besonders hart, da es sich hier oft um längerfristige Ausfälle mit schwierigen Wiedereingliederungen handelt. Da solche Erkrankungen nur teilweise ihre Ursachen in der Berufstätigkeit haben, sind die Einflußmöglichkeiten der Unternehmen hier eingeschränkt.  

Eine zunehmende Arbeitsbelastung, betrieblicher Stress und Leistungsdruck kann zwar durch das Unternehmen beeinflusst werden, das private Umfeld bleibt jedoch dem Zugriff des betrieblichen Gesundheitsmanagements weitestgehend verschlossen. Dabei kann nur ein ganzheitlicher Ansatz hier wirklich erfolgreich sein. Hier Möglichkeiten zu finden, wird eine der größeren Herausforderungen des Gesundheitsmanagements der nächsten Zeit sein.

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