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Kranke Mitarbeiter gehören nicht an den Arbeitsplatz

Lesezeit: 2 Minuten Über eine niedrige Krankenquote freuen sich alle Führungskräfte. Nur wenn die anwesenden Mitarbeiter wirklich gesund sind, ist die Freude berechtigt. Leider kommen Mitarbeiter auch krank zum Arbeitsplatz – mit schwerwiegenden Folgen.

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Kranke Mitarbeiter gehören nicht an den Arbeitsplatz

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Wenn Mitarbeiter im kranken Zustand zur Arbeit erscheinen, nennt man dies Präsentismus. Eine Erscheinung, die leider in den vergangenen Jahren trotz allgemein sinkender Krankenquoten immer häufiger zu beobachten ist. Mitarbeiter scheuen die Krankschreibung und kommen stattdessen ins Büro. Am Ende ist niemandem damit geholfen.

Bekannt ist auch das Beispiel einer Führungskraft, die, um die Krankenquote zu senken, allen Mitarbeitern ohne Fehltage eine Prämie versprach. Die Folge war, dass sich auch kranke Mitarbeiter zur Arbeit schleppten, um den Prämienanspruch nicht zu verlieren.

Fehlerrisiko steigt

Sind Mitarbeiter gesundheitlich nicht voll auf der Höhe, steigt das Risiko für Fehler und Ausschussproduktion. Dies betrifft alle Arten von Tätigkeiten. Die Fehler können schwerwiegende, aber auch kostenintensive Folgen haben. Der krankheitsbedingte Leistungsabfall kann durch Medikamente, die die Beschwerden lindern oder beseitigen sollen, noch verstärkt werden. Insbesondere beruhigende Medizin kann die Reaktionsfähigkeit vermindern, die vor allem bei der Maschinenbedienung oder im Straßenverkehr kritisch zu sehen ist.

Ansteckungsgefahr droht

Gerade bei Grippewellen sollten sich kranke Mitarbeiter unbedingt von gesunden fernhalten. Die Ansteckungsgefahr, die von ihnen ausgeht, wird oft unterschätzt und es kommt zu einer raschen Ausbreitung der Krankheit im näheren Umfeld des Betroffenen. Die Folge ist, dass ganze Abteilungen an den Rand ihrer Arbeitsfähigkeit gelangen können.

Ihre Aufgabe als Führungskraft

Als Führungskraft sollten Sie klarmachen, dass Sie Wert darauf legen, gesunde Mitarbeiter am Arbeitsplatz anzutreffen und dass es nicht als Heldentat gesehen wird, krank zur Arbeit zur erscheinen. Wer gesund ist, kommt zur Arbeit, wer krank ist, bleibt zuhause. Diese einfache Aussage entbindet die Mitarbeiter von langen Erklärungen und Abwägungen. Wer meint, dadurch das "Blaumachen" zu fördern, dem sei gesagt, dass sich dies nicht durch Drohgebärde beeinflussen lässt. Wirksamer dafür ist z.B. das Vorlegen der Krankschreibung ab dem ersten Tag.

Gesundheitsmanagement einbinden

Das betriebliche Gesundheitsmanagement sollte sich nicht nur den Krankheitsfällen im Unternehmen widmen, sondern auch darauf achten, dass die anwesenden Mitarbeiter tatsächlich gesund sind. Eine objektive Messung ist kaum möglich, daher kann nur ein Appell an die Einsicht der Mitarbeiter und Führungskräfte gestellt werden.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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