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Smalltalk über ein ganz besonderes Frühstück

Lesezeit: 2 Minuten Kennen Sie Wolfratshausen? Dort wurden an einem 11. Januar die Weichen für die deutsche Politik gestellt. Die Folgen sehen Sie jeden Tag in den Nachrichten. Doch gehen Sie im Smalltalk immer der Reihe nach.

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Smalltalk über ein ganz besonderes Frühstück

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Politik im Smalltalk?

Bevor Sie Ihren Gesprächspartner nach Wolfratshausen entführen, sollten Sie eine Frage klären: Wie politisch darf es im Smalltalk zugehen? Solange Sie keine ideologische Diskussion vom Zaun brechen, bleibt alles im grünen Bereich. Oder im blau-gelben, schwarzen oder roten. Ihre Parteipräferenz hat im Smalltalk natürlich auch nichts zu suchen. Darüber hinaus liefert die Politik manch spannenden – und stubenreinen – Gesprächsstoff.

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Endlich geht-™s nach Wolfratshausen – wenn auch nur im Smalltalk

In Wolfratshausen wohnt der schwarze Ede. Der heißt bürgerlich Edmund Stoiber und wollte mal Kanzler werden. Das war, Ihr Smalltalk-Gegenüber erinnert sich bestimmt, anno 2002. Dafür brauchte der CSU-Chef den Segen der Schwesterpartei. Die führte – und führt noch – eine gewisse Angela Merkel an.

Die heutige Kanzlerin rang sich in Wolfratshausen zu einer wegweisenden Entscheidung durch. Nicht für den Moment, sondern für ihren späteren Werdegang. Merkel traf sich zum Frühstück mit Stoiber in dessen Haus südlich von München. Was in Wolfratshausen besprochen wurde? Vermutlich wurden keine langen Reden geschwungen.

Merkel verzichtete einfach auf eine Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl im Herbst 2002! Später erwies sich die Zurückhaltung als Segen. Zumindest für Merkel. Ob das auch für Sie und Ihr Gegenüber zutrifft, muss im Smalltalk nicht unbedingt erörtert werden.

Erzählen Sie im Smalltalk auch über die Hintergründe

Zunächst deutete alles auf einen Knick in der Karriere der erfolgreichsten ostdeutschen Politikerin hin. Doch dann konnte sich der dröge Bayer gegen den mit allen Wassern gewaschenen Gerhard Schröder nicht durchsetzen. Zuletzt kam dem SPD-Amtsinhaber auch noch die sommerliche Elbeflut zu Hilfe.

Wie aber war es zum Verzicht Merkels gekommen? Das dürfen Sie im Smalltalk ruhig einmal erläutern. Stoiber war der Wunschkandidat des so genannten Andenpakts. Dahinter verbarg sich ein während einer Südamerikareise gegründeter informeller Zusammenschlusses wichtiger CDU-Politiker: Christian Wulff, Roland Koch, Friedrich Merz, Peter Müller und andere. Alle waren Westdeutsche. Alle waren, früher in der Jungen Union. Alle waren einer aus den neuen Bundesländern stammenden Frau als Kanzlerin grundsätzlich abgeneigt.

Pikante Note in Ihrem Smalltalk

Nach Stoibers peinlicher Niederlage mussten die intriganten CDU-Granden umdenken. Einen Neuanfang ihrer Partei unter Führung Merkels konnten sie nicht mehr verhindern. Pikante Randnote: Auch die Karriere von Merkels Vorvorgänger kam wegen eines Bayern kurzzeitig ins Stocken. Und erhielt danach erst richtig Auftrieb.

Wer das wohl gewesen sein mag? Ihr Smalltalk-Gegenüber wird’s unschwer erraten: Nachdem bereits einmal ein CSU-Kandidat die Bundestagswahl versemmelt hatte – Franz-Josef Strauß im Jahr 1980 – führte Helmut Kohl die Union. Zwei Jahre später war er Kanzler. Kohl blieb es bis 1998.

Beschließen Sie den Smalltalk mit einer Frage

Bitten Sie zum Schluss Ihren Smalltalk-Partner um eine Einschätzung: Wie lange noch wird seiner Meinung nach Angela Merkel im Amt der Kanzlerin verweilen?

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