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Woher stammt der Begriff Smalltalk?

Lesezeit: 2 Minuten Smalltalk ist Zeitverschwendung mit großen Worten. Fand der Journalist Klaus-Jürgen Kunz. Etwas eleganter formuliere es sein Kollege Malte Dobbertin: "Smalltalk heißt, sich in Reden hüllen." Positiv sah Oscar Wilde die Angelegenheit: "Das ist die Kunst des Gesprächs: alles zu berühren und nichts zu vertiefen." Doch woher stammt eigentlich der Begriff Smalltalk?

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Woher stammt der Begriff Smalltalk?

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Der negative Ursprung des Begriffs Smalltalk

Zum ersten Mal verwendet hat das Wort Smalltalk der britische Politiker Philip Dormer Stanhope. Das war im Jahr 1751. Der später als Earl of Chesterfield berühmt Gewordene suchte nach einem Synonym für ‚chit-chat‘. Ins Deutsche übertragen bedeutet der englische Ausdruck so viel wie Geschwätz oder Gerede.

Berühmt wurde Chesterfield durch die auch in Deutschland veröffentlichten Briefe an seinen Sohn Philip Stanhope. Darin erteilte er Ratschläge, wie man auf gesellschaftlichem Parkett vorankommt. In dieser Hinsicht sah Chesterfield den Smalltalk durchaus als legitimes Mittel an.

Smalltalk wird heute wertfrei gesehen

Wertfrei übersetzt man das englische Smalltalk heute am besten mit oberflächlicher Konversation. Das muss zunächst nichts Negatives sein. Die Konversation lässt sich immer noch vertiefen. Oder man bleibt gleich beim Lehnwort und spricht von Smalltalk.

Smalltalk muss nicht immer zweckgebunden sein. Wenn etwas Schönes beim Smalltalk herauskommt, umso besser! Dieser Meinung ist die Managementtrainerin Annette Kessler. Sie hat beruflich und privat überwiegend positive Erfahrungen mit Smalltalk gemacht: „Smalltalk ist der Türöffner Nummer eins. Mit ihm beginnt jeder Kontakt, jede Beziehung, jede Freundschaft.“

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Wie sich der Smalltalk gewandelt hat

Einen wesentlichen Unterschied vom Smalltalk früherer Tage zu demjenigen von heute streicht die Expertin und Autorin Elisabeth Bonneau heraus: „In den feinen Salons des 19. Jahrhunderts vertrieb man sich die Zeit gern mit Konversation – einem leicht förmlichen, geselligen Austausch geistreicher Gedanken. Aber wer kann sich dafür heute noch die Zeit nehmen? Heutzutage ist eher das Geschick gefragt, in kurzer Zeit Kontakte herzustellen.“

Das letzte Wort hat der Erfinder des Smalltalks

Kommen wir noch einmal zu Chesterfield zurück. „Whatever is worth doing at all is worth doing well“, hat er einmal gesagt. Frei übersetzt: Wenn man sich schon einmal der Mühe unterzieht, etwas zu tun, sollte man es richtig und gut machen. Das gilt auch für den Smalltalk.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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