Businesstipps

Finden Sie Ihren Arbeitsstil im Büro

Lesezeit: 3 Minuten So wie es Langstreckenläufer und Sprinter gibt, gibt es auch zwei grundlegende Arbeitsstile, die bestimmen, wie Sie Ihre Arbeit im Büro erledigen.

3 min Lesezeit

Finden Sie Ihren Arbeitsstil im Büro

Lesezeit: 3 Minuten

Der individuelle Arbeitsstil im Büro bestimmt, wie Sie Ihre Anforderungen im Job erledigen. Generell ist kein Stil dem anderen überlegen, denn jeder Arbeitsstil hat Vor- und Nachteile. „Immer eins nach dem anderen erledigen…“ Generelle Binsenwahrheiten wie diese können dem einen helfen und dem anderen schaden. Das hängt vom Temperament und der Arbeitsweise ab.

Ist Ihnen klar, wie und wann Sie am besten arbeiten? Denn wenn Sie es schaffen, Ihre Arbeitsweise Ihrem Temperament anzupassen, können Sie viel Energie freisetzen. Wenn Sie Ihren natürlichen Arbeitsstil dagegen bekämpfen, führt das zu erheblichen Produktivitätsverlusten. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeitsstilen, zwei davon sind jedoch grundlegend: Das Arbeiten in kurzen, intensiven Einheiten und das Arbeiten in großen Blöcken. Finden Sie heraus, welches Ihr persönlicher Arbeitsstil ist. Lesen Sie, wie Sie optimal danach arbeiten.

Arbeitsstil Nr. 1: Der Mosaikstil
Für diesen Arbeitsstil ist das arbeiten in kurzen, intensiven Einheiten typisch. Sind Sie am effektivsten in kurzen Arbeitseinheiten? Ihre Produktivitätskurve geht sprichwörtlich in den Kellern, wenn Sie sich zu langen Phasen disziplinieren? Dann gehören Sie zu den Menschen, die eine Aufgabe eher in der einen Stunde vor Feierabend getan bekommen als an einem gesamten Arbeitsnachmittag.

So arbeiten Sie optimal
Für die einen Gift, für Sie genau das richtige: Wechseln Sie zu einem anderen Projekt oder einer anderen Aufgabe, wenn Ihre Aufmerksamkeit nachlässt. Sorgen Sie bei Ihrer Tagesplanung für einen Wechsel zwischen kurzen, konzentrierten Arbeitseinheiten und Verabredungen, Besprechungen und Routinetätigkeiten. Bringen Sie Abwechslung in der Art und Weise Ihre Arbeiten in Ihren Büroalltag.

Beispielsweise zerlegen Sie am besten große und unübersichtliche Projekte in überschaubare Aufgaben, die Sie gut in Ihre Tagesplanung einbauen können. Wenn Ihr Interesse und die Konzentration nachlässt: Machen Sie sich einen Vermerk, mit welchem Schritt Sie beim nächsten Aufgreifen der Aufgabe weiter arbeiten und schließen Sie dann diese „Akte“.

Einzige Bedingung: Planen Sie den rechtzeitigen Beginn aufwändigerer Aufgaben plus ausreichend Pufferzeit. Setzen Sie den besonderen Vorteil Ihres Arbeitsstils bewusst ein: Sie können, im wahrsten Sinne des Wortes, jede freie Minute nutzen. Ein „Das-lohnt-sich-nicht-mehr“ existiert für Sie nicht.

Das sind die Fallstricke
Der Mosaikstil kann dazu führen, dass sich eine ganze Reihe unvollendeter Projekte ansammelt. Wenn Sie dazu tendieren, die Arbeit jeweils an einem schwierigen Punkt abzubrechen: Versuchen Sie, den nächsten Schritt bereits vorzudenken – das erleichtert Ihnen, die Arbeit später wieder aufzunehmen.

Arbeitsstil Nr. 2: Der Blockarbeitsstil
Diesen Arbeitsstil prägt das arbeiten in langen, ruhigen Einheiten. Sie arbeiten am effektivsten, wenn Sie lange, ungestörte Arbeitsphasen vor sich haben? Sie können sich ganz selbstverständlich über einen Zeitraum von mehreren Stunden auf eine Sache konzentrieren? Unterbrechungen bringen Sie ziemlich aus dem Arbeitsrhythmus? Dann sind Sie jemand, der optimal mit dem Blockarbeitsstil zu Recht kommt.

So arbeiten Sie optimal
Was brauchen Sie dazu? Schaffen Sie sich ausreichend ungestörte Arbeitseinheiten. Beispielsweise sollten Sie sich so verplanen, dass Sie einzelne Tage ganz frei von Besprechungen und Terminen halten. Stellen Sie bei wichtigen Arbeiten das Telefon auf Anrufbeantworter oder einen Kollegen um. Erledigen Sie die gesammelten Anrufe dann im Block, auch das entspricht Ihnen.

Notieren Sie in einer Aufgabenliste auch die geschätzten Bearbeitungszeiten. Alle dazu geeigneten größeren Projekte zerteilen Sie in kleinere Aufgabensegmente: So können Sie sie zwischen Meetings, Telefonaten und Routinearbeiten erledigen und haben trotzdem das befriedigende Gefühl, am „Ganzen“ weiter voran gekommen zu sein. Die ungestörten Arbeitsphasen reservieren Sie für Projekte, die Ihre volle Konzentration erfordern.

Das sind die Fallstricke
Bei Menschen mit einer Tendenz zum Perfektionismus kann der Blockarbeitsstil verstärkend und damit kontraproduktiv wirken. Dann setzen Sie sich neben Ihre Zeitplanung einen kleinen Erinnerer im Sinne: „Sind 80% hier ausreichend?“. Manche Aufgaben brauchen keine 100% und schon gar keine 150% Qualität. Ansonsten brauchen Sie vernünftige Zeitgrenzen. Auch wenn Sie es nicht immer merken: Legen Sie eine Arbeit beiseite, wenn Ihre Konzentration nachlässt oder wenn Sie mit einem Ansatz nicht weiterkommen. Sonst sind Sie zwar ausdauernd, aber unproduktiv.

Haben Sie sich wieder erkannt? Folgen Sie keinen fremden Vorgaben, sondern finden Sie Ihren persönlichen Arbeitsstil. Wenn Sie Ihre Arbeitsweise Ihrem Arbeitsstil anpassen, arbeiten Sie erheblich produktiver und gelassener. Wenn Sie sich so organisieren, wie Sie eigentlich „ticken“, werden Sie Ihre Arbeit mit mehr Schwung und Zufriedenheit durchführen.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: