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Die Hitler-Tagebücher im Smalltalk

Lesezeit: 2 Minuten Am 25. April 1983 erlebte die Geschichte eine Sternstunde. An diesem Tag erfuhren die Deutschen, dass ihre Vergangenheit ganz anders war, als bislang dargestellt. Mussten Schul- und andere Bücher umgeschrieben werden? Bestimmt erinnert sich Ihr älterer Smalltalk-Partner noch an die Hitler-Tagebücher!

2 min Lesezeit

Die Hitler-Tagebücher im Smalltalk

Lesezeit: 2 Minuten

Machen Sie auch aus dem Smalltalk eine Sternstunde!

Verkündet wurde die neue Wahrheit von der Illustrierten Stern. Sogar auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz! Dort präsentierte der Reporter Gerd Heidemann der staunenden Weltöffentlichkeit eine Reihe Kladden mit schwarzem Einband. Auf jedem Exemplar prangten gleich zwei Siegel. Oben links in der Ecke funkelte goldfarben das Kürzel "F.H.".

Kein Zweifel: Heidemann hielt die geheimen Hitler-Tagebücher in Händen. Es folgten Gutachten mehrerer Historiker und Schriftsachverständiger. Und eine Ausgabe des Stern, in der ihr Chefredakteur Peter Koch vollmundig verkündete: "Große Teile der deutschen Geschichte müssen umgeschrieben werden." Ihr Smalltalk-Gegenüber stutzt an dieser Stelle? Tatsächlich hatte es mit dem Umschreiben der Historie noch etwas Zeit.

Bringen Sie im Smalltalk die Wahrheit ans Licht

Erste kritische Stimmen meldeten sich. Unterstützt wurden sie von Historikern: Der seriöse Teil der Zunft mahnte akribischere Untersuchungen an. Die folgten dann auch. Anfang Mai 1983 gab das Bundesinnenministerium bekannt, was Ihr Smalltalk-Gegenüber schon ahnt: Bei den Dokumenten handelte es sich um eine plumpe Fälschung.

Plump, weil das "F.H." hätte stutzig machen müssen! Standen die Buchstaben wirklich für "Führer Hitler". Das wollte der Stern seinen Lesern weismachen. Dabei hätten doch Initialen wie "A.H." mehr Sinn ergeben!

Die vorletzte Smalltalk-Frage: Wer steckte hinter dem Coup?

Die Tagebücher stammten in Wirklichkeit von Konrad Kujau. Der bis dato recht erfolglose Stuttgarter Künstler brauchte Geld. Das hatte er vom Stern für den angeblichen Fund auch bekommen. Am Ende war die Bundesrepublik Deutschland um einen Medienskandal reicher. Der Stern hingegen war um 9,3 Millionen Mark ärmer. So viel hatte Reporter Heidemann an Kujau gezahlt.

Und was wurde aus dem Fälscher? Auch diese Frage können Sie im Smalltalk beantworten. Kujau bekam eine mehrjährige Haftstrafe aufgebrummt. Drei Jahre musste er absitzen. Dann wurde er wegen einer Krebserkrankung entlassen. Das an ihn gezahlte Geld ist nie wieder aufgetaucht. Seine Freiheit genießen konnte Kujau kaum noch. Er starb im Jahr 2000.

Die letzte Smalltalk-Frage gilt dem großen Ganzen

Lassen Sie den Smalltalk positiv ausklingen. Für die Wissenschaft endete die Sternstunde mit einem Happy-End. Die Geschichte ist aus der ganzen Affäre unbeschadet hervorgegangen. Sie musste nicht umgeschrieben werden.

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