Sozial- und Bildungsmanagement

So argumentieren Sie in Ihrer Schule für Interkulturelle Bildung

Warum sollte sich jemand bereit erklären, sich interkulturelle Kompetenz anzueignen? Warum sollte man sich mit kulturellen Eigenheiten, kulturellen Vorstellungen von Erziehung, anderen Religionsformen oder der spezifischen Lebenssituation von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte beschäftigen? Hier finden Sie Argumente, mit denen Sie in Ihrer Schule Interkulturelle Bildung begründen können.

Nur wenn deutlich wird, wie dieses Wissen zu einem friedlichen Miteinander beitragen kann, kann hierzu motiviert werden.

Machen Sie deutlich, inwiefern Interkulturelle Bildung ein Gewinn sein kann

In den Schulen lernen heute Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen gemeinsam für ein Leben in Deutschland. Dies bietet die Möglichkeit, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Lebensgestaltung praxisnah aufzugreifen.

Das Verständnis für andere Kulturen bietet einen potentiellen Gewinn für alle. Wer in der globalen Welt aktiv werden möchte, kann vom Wissen anderer Kulturen nur profitieren. Niemand muss die Welt bereisen, um dieses Wissen zu erlagen – das Wissen sitzt sozusagen neben einem mit auf der Schulbank.

Verdeutlichen Sie, wie Interkulturelle Bildung den eigenen Horizont erweitert

Interkulturelle Bildung ist eine Bildung, die über Selbsterkenntnis zur empathischen Fremdwahrnehmung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte führt.

Interkulturelle Bildung vermittelt nicht hauptsächlich Wissen über andere Kulturen. Nein, es vermittelt ein Verständnis für die eigene kulturelle Prägung und ein Verständnis dafür, dass Menschen aus anderen Kulturen ganz selbstverständlich durch ihre Kultur ebenfalls geprägt sind.

Verweisen Sie auf die Ziele und Möglichkeiten Interkulturelle Bildung

Interkulturelle Bildung führt:

  • zur kulturellen Selbstwahrnehmung, da die eigenen Kulturstandards erklärt werden. Hierdurch wird es möglich, Abstand zu sich selbst und den eigenen kulturellen Prägungen zu nehmen,
  • zum Erkennen und Akzeptieren der generellen Kulturgebundenheit allen menschlichen Verhaltens. Dies ermöglicht, in die Logik anderer Kulturen hineinzutreten, um die Welt mit den Augen einer anderen Kultur zu sehen,
  • zu Verständnis und Respekt gegenüber anderen kulturellen Perspektiven. Da andersartige Kulturstandards in ihren gesellschaftlichen Sinnzusammenhängen identifiziert und eingeordnet werden können, kann ein Verständnis hierfür erwachsen,
  • zur Wahrnehmung fremdkultureller Muster als etwas Anderes. Fremde Kulturen werden zu anderen Kulturen, ohne die Notwendigkeit einer positiven oder negativen Bewertung. Dies wird möglich, da Interkulturelle Bildung über den beschreibenden Vergleich hinaus geht,
  • zu einem Verständnis, welches die Mechanismen, die für Vorurteile verantwortlich sind, offen legt,
  • zu interkulturellem Miteinander ohne Feindschaft. Durch das gegenseitige Verständnis kann es zu einem konstruktiven und wechselseitig befriedigenden Miteinander mit Angehörigen einer anderen Kultur kommen.

Schaffen Sie die Möglichkeit für ein gemeinsames Miteinander

Interkulturelle Bildung schafft die Grundlage für ein gemeinsames Verantwortungsgefühl. Alle sollten gemeinsam für ein friedliches und konstruktives Miteinander in einer multikulturellen deutschen Gesellschaft eintreten und ihre Chancen, ihren Beitrag dazu zu leisten, wahrnehmen.

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Dr. Britta Kanacher