Sozial- und Bildungsmanagement

Nachrichten aus Libyen und Japan schüren Ängste

Nachrichten aus Libyen und Japan schüren Ängste
geschrieben von Dr. Britta Kanacher

Nachrichten aus Libyen und Japan schüren Ängste bei den Menschen in Deutschland, die sich nicht zu Existenzängsten entwickeln sollten. Ängste gehören zum Leben, doch wenn sie zu allmächtig werden, können sie zu Störungen führen. Dies sollte verhindert werden.

Die Nachrichten aus Libyen und Japan lassen Ängste vor Naturkatastrophen, die nahezu immer und überall geschehen können, aufkeimen. Auch Ängste vor den Folgen menschlichen Eingreifens in die Natur können entstehen und wachsen.

Die Menschen beginnen zu fragen, welche möglichen Folgen die Ereignisse auf ihr persönliches Leben haben können und wie sie sich gegen diese Folgen schützen können. In den letzten Tagen war ein gesteigertes Interesse an Geigerzählern und Jodtabletten zu verzeichnen. Manch eine/r möchte seinen Ängsten gerecht werden und vorsorgen – doch es stellt sich die Frage, ob dies in solcher Weise sinnvoll ist.

Nachrichten aus Libyen und Japan lassen Geschäfte mit der Angst aufblühen
Manch einer wittert in dieser angstbesetzten Zeit seine Chance und bietet seine Dienste an: So kann man im Internet Geigerzähler erstehen. Doch sinnvoll ist so ein Erwerb nicht, da die Strahlenbelastung sehr hoch sein muss, damit ein Geigerzähler ausschlägt. Ebenso macht es keinen Sinn, Erdproben nach Radioaktivität untersuchen zu lassen. Auch dies wird bereits im Internet angeboten.

Das Bundesamt für Strahlenschutz misst bundesweit die Radioaktivität der Luft und teilt die Daten auf einer Internetplattform mit. Hier können Sie die Strahlenbelastung in Ihrer Umgebung nachlesen und sich diesbezüglich beruhigen.

Nachrichten aus Libyen und Japan und Szenarien der Zukunft
Manch eine/r malt sich Szenarien der Zukunft aus, die verheerend erscheinen können. Hierdurch können die Ängste noch verstärkt werden. Ängste vor

  • extremem Wohlstandverlust durch wirtschaftliche Folgen oder durch eine Flüchtlingswelle nach Europa oder
  • Umweltverschmutzung, welche die allgemeinen Lebensbedingungen verschlechtern

Dabei können sich die mit solchen Szenarien verbundenen Ängste zu ernstzunehmenden Existenzängsten entwickeln, in deren Folge Depression oder Panikattacken eintreten können.

Nachrichten aus Libyen und Japan richtig einstufen
Ängste gehören zum Leben – sie dienen dem Menschen zum Schutz der eigenen Existenz, zur Existenzsicherung. Doch übersteigerte Ängste können die Existenz ebenfalls gefährden. Deshalb ist es wichtig, sich den Ängsten zu stellen. Sie müssen ernst genommen werden und ihnen muss bewusst entgegen gesteuert werden.
Auch wenn das Erdbeben in Japan verheerend war, so ist Japan in der Lage, die eigene Infrastruktur schnell wieder herzustellen.

Auch wenn bereits jetzt manche Firmen durch fehlende Lieferungen von Zulieferfirmen aus Japan in ihrer Produktion beeinträchtigt sind, so gilt es zu bedenken, dass die Importe von Japan nach Deutschland nur etwa 3 Prozent ausmachen. Viele Firmen können die fehlenden Importe durch andere Händler ausgleichen.

Auch wird sich die Katastrophe in Japan wohl eher nicht auf einen weltweiten Preisanstieg auswirken – in diesem Zusammenhang erscheint der Krieg in Libyen eher Auswirkungen zu haben, da hierdurch die Rohstoffpreise betroffen sind. Doch auch hier ist zu betonen, dass Libyen nicht der einzige Rohstofflieferant ist.

Nachrichten aus Libyen und Japan: Ängste durch Wissen einschränken
Ängste können dann überwältigend werden, wenn man das Gefühl hat, einer Situation völlig hilflos ausgeliefert zu sein – ohne jede Möglichkeit aktiv etwas dagegen tun zu können. Dieses Gefühl kann sich angesichts der Nachrichten aus Libyen und Japan allzu leicht einstellen. Doch schon einfache Strategien können helfen, diesem Gefühl entgegenzusteuern:

  • werden Sie sich Ihrer Ängste bewusst
  • informieren Sie sich, sammeln Sie Wissen über die Zusammenhänge
  • nehmen Sie Ihre Gefühle ernst und suchen Sie die Zusammenhänge zu früheren Erlebnissen und klären Sie diese emotional
  • werden Sie aktiv

Nachrichten aus Libyen und Japan: Ängste überwinden
Durch diese Aktivitäten setzen Sie Ihre persönlichen Kompetenzen hinsichtlich Problemlösungs- und Bewältigungsstrategien frei – Ihr Geist kommt in Bewegung und signalisiert Ihnen, dass Sie nicht hilflos sind – hierdurch relativieren sich die Ängste allmählich. Sie können nicht in die Zukunft sehen – niemand kann das!

Niemand kann sich gegen alle potentiellen Gefahren schützen, weil niemand weiß, was kommen wird. Genießen Sie alles Gute, solange es gegeben ist! Für den Fall, dass es irgendwann nicht mehr da ist, fällt Ihnen zu gegebener Zeit eine Lösung ein – dann, wenn Ihre Problemlösungs- und Bewältigungsstrategien hierfür offen sind!

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Dr. Britta Kanacher

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