Lebensberatung Praxistipps

Trauerbegleiter: Selbsthilfe Trauernder und Trauerbegleitumstände

Lesezeit: 2 Minuten Selbsthilfe im ersten Schritt tut Not. Doch mit aufgezählten Möglichkeiten federn Sie Ihre Trauerbewältigung selber etwas ab, nachdem Sie sich Fragen Ihrer Trauerbegleitumstände gestellt und beantwortet haben.

2 min Lesezeit

Trauerbegleiter: Selbsthilfe Trauernder und Trauerbegleitumstände

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Was ist Trauer?
Trauer ist die natürliche Reaktion auf den Verlust eines geliebten Menschen. Je näher uns der verstorbene Mensch stand, umso stärker geraten vertraute Gefüge aus dem Gleichgewicht und verlangen neu geordnet zu werden.

Der Sinn der Trauer
Nur der Trauernde selbst wird im Lauf der Zeit dem Sinnlosen so etwas wie neue Sinnfindung abringen können.

Umgang mit Trauer
"Ich war jedem dankbar, der mir Gelegenheit gab, über meinen Schmerz sprechen zu können, anstatt gleich durch übliche Trostformeln abzublocken…"

Begleitumstände des Trauernden
Stellen Sie sich einmal folgende Fragen

  • Was ist, wenn der Betroffene überhaupt nicht mehr die Kraft besitzt, um aufzustehen und sich Hilfe zu holen? 
  • Was ist, wenn der Betroffene sich in seinem Kummer zurückgezogen hat und doch sehnsüchtig auf ein Zeichen gewartet hat, nicht vergessen zu sein? 
  • Was ist, wenn Selbstvorwürfe oder Schuldgefühle der Angehörigen gegenüber dem Toten vorhanden sind?  
  • Wie sieht es mit der überschwänglichen Anteilnahme und den zahlreichen Versprechungen aus, wenn die erste Betroffenheit vorüber und der Alltag wieder eingekehrt ist? 
  • Wie sieht es bei den Angehörigen aus, die unter dem schlimmen Wissen leiden, dass nur der Tod des von ihnen bis zur Selbstaufgabe Gepflegten sie aus Ihrer Pflegepflicht entlässt, dies aber gleichzeitig auch den endgültigen Verlust, das Zurückgelassenwerden und des Alleinseins bedeutet? 
  • Wie sieht es aus, wenn die benebelnde Wirkung des Todes langsam weicht und die unbarmherzige Realität vollständig "zuschlägt"?

Was kann der Trauernde für sich selbst tun?  

  • Mit sich selbst behutsam umgehen
  • Rücksicht nehmen auf die Grenzen der eigenen Belastbarkeit
  • Einhalten des Tagesrhythmus, essen, entspannen, schlafen
  • Suche nach individuellen Ausdrucksmöglichkeiten der Trauer (Schreiben etc.)
  • Mit dem Verstorbenen in Kontakt bleiben: Aufstellen von Fotos, Kerzen, Blumen etc.)
  • Orte der gemeinsamen Geschichte aufsuchen
  • Gedenktage bewusst gestalten (Hochzeitstag, Geburtstag etc.)
  • Persönliche Rituale finden
  • Gestaltung des ersten Trauerjahres
  • In der ersten Zeit keine großen Veränderungen vornehmen (Geduld mit Umräumen etc.)
  • Andere Veränderungen vermeiden (Wohnungs-, Orts- und Berufswechsel)
  • Kontakt zur Natur suchen (Spazierengehen – bewusstes Wahrnehme der Jahreszeit etc.)
  • Mit Menschen sprechen, die Ähnliches erleben oder erlebt haben
  • Bewusstes zugehen auf Menschen, denen man sich zumuten möchte
  • Hilfe erbitten – auch für alltägliche Erledigungen

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