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Trauerbewältigung mit buddhistischer Psychologie

Lesezeit: 2 Minuten Trauer wird als eine niederschmetternde Emotion erlebt, die üblicherweise bekämpft wird. Mit Hilfe einer Haltung der Achtsamkeit aus der buddhistischen Psychologie und einer liebevollen Zuwendung zur selbst erlebten Trauer kann diese jedoch als Bestandteil des persönlichen Erlebens zunehmend integriert werden.

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Trauerbewältigung mit buddhistischer Psychologie

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Trauer ist eines derjenigen Gefühle, die wir dringend nicht haben wollen. Durch das Verdrängen oder Negieren der Trauer wird diese jedoch andere Wege finden, sich Ausdruck zu verschaffen. Üblicherweise führt dies zu psychosomatischen Erkrankungen oder auch Depressionen.

Was kann nun aber ein sinnvoller Weg zur Integration eines Gefühls sein, das wir nicht haben wollen? Zunächst ist es wesentlich, diesen Widerwillen und das Ankämpfen zur Kenntnis zu nehmen. Wir wären keine Menschen, hätten wir nicht Ideen, Vorstellungen und ein Ego, das sich durchsetzen möchte. In diesem Szenario sehen wir uns als wunschlos glücklich und überflutet mit positiven Gefühlen. Wir sind gerne glücklich und zufrieden und somit hat Trauer keinen Platz in unserem Leben, scheinbar.

Trauer als Bestandteil des Lebens

In Wahrheit ist auch die Trauer ein Bestandteil des Lebens, der unerlässlich ist, da sie zum einen aufzeigt, dass es eine Polarität zwischen Glück und Unglück und Freude und Traurigkeit gibt. Ohne die Traurigkeit könnten wir wohl auch das Glück nicht erkennen. Ohne die Nacht könnten wir genauso wenig den Tag erkennen. Wir brauchen die Polaritäten als Ausgleich und als Regulativ, damit wir uns in dieser Welt auch einfinden können. In diesem Sinne ist es auch notwendig, dem Unerwünschten seinen Platz zu geben und einzuräumen.

Kann Trauer einen Wert haben?

Praktisch schaut das dann so aus, dass beim Auftreten von Trauer diese im Idealfall anerkannt wird. Die Trauer zeigt auf, dass es einen Wert gibt, der uns genommen wird, wie es in der Existenzanalyse betrachtet wird. Somit hat auch die Trauer einen Wert.

Trauer in der buddhistischen Psychologie

In der buddhistischen Psychologie ist die Haltung nochmals eine etwas andere: Es gibt verschiedene Emotionen, die Bestandteil des menschlichen Erlebens sind und auf die sogenannte "Verblendung" zurückgeht. Durch den Wunsch, dass unser Leben auf eine bestimmte Art und Weise ablaufen soll, werden bestimmte Inhalte begehrt (Gier) oder auch abgelehnt (Hass). Das hat zur Folge, dass eine sogenannte Anhaftung entsteht: Alles, was nicht gewollt wird, wird in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Somit wird das Nicht-Wollen von Traurigkeit in den Fokus gerückt und das Thema wird größer und größer und immer leidvoller.

Demzufolge ist es sinnvoll, die Trauer anzuerkennen, dass sie jetzt in diesem Moment da ist und dass es ganz schön weh tut und leidvoll ist. Sich in diesem Empfinden anzunehmen und sich um sich selber zu kümmern im Sinne eines liebevollen und achtsamen Umgangs mit sich selber, ist wesentlich, um im Fluss des Lebens zu bleiben. Alles was in seinem natürlichen Fluss unterbrochen wird, ist wie ein künstlich gebauter Staudamm, der irgendwann brechen wird. Symbolisch betrachtet geht es auch darum, den Schmerz und die Tränen fließen zu lassen.

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