Familie Praxistipps

So entscheiden Sie richtig über eine vorzeitige Einschulung

Lesezeit: < 1 Minute Oft sind es die Eltern, die der Meinung sind, Ihr Kind sei reif für eine (vorzeitige) Einschulung. Wägen Sie in jedem Fall mit den Eltern zusammen ab, ob eine vorzeitige Einschulung für das Kind tatsächlich die beste Förderung darstellt.

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So entscheiden Sie richtig über eine vorzeitige Einschulung

So entscheiden Sie richtig über eine vorzeitige Einschulung

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Bedenken Sie für Ihre Entscheidung die 3 Faktoren, die sich auf den späteren Schulerfolg wesentlich auswirken:

  1. Das Kind mit seiner Begabung, den bisher erworbenen Fähigkeiten in kognitiven, sozialen Bereichen und seiner emotionalen Gestimmtheit.
  2. Die Schule mit einer Förderung in heterogenen Lerngruppen oder auf Homogenität ausgerichteten Eingangsstufen.
  3. Die Eltern mit ihren bisherigen Förderaktivitäten und der vorhersehbaren Unterstützung des Kindes.

Vorzeitige Einschulung: Ist das Kind für die Schule geeignet? Eine gründliche Diagnose über die Lernausgangslage gibt Auskunft über den Entwicklungsstand des Kindes.

Dabei spielen die kognitiven Fähigkeiten eine große Rolle:

  • Sprache,
  • Zahl- und Mengenbegriffe,
  • optische und akustische Wahrnehmungsfähigkeit,
  • Denkfähigkeit,
  • Leistungsbereitschaft,
  • Selbstständigkeit,
  • Aufmerksamkeit und Konzentration,
  • Frustrationstoleranz und
  • Kontaktfreudigkeit.

Vorzeitige Einschulung: Ist die Schule für das Kind geeignet?

Prüfen Sie sich und Ihre Kollegen: Ist die Schule in der Lage, Kindern eine vorzeitige Einschulung zu ermöglichen? Ordnen Sie Ihre Schule einer Variante zu:

Variante 1: Die flexible Schuleingangsphase mit jahrgangsübergreifenden Klassen wird einem großen Heterogenitätsspektrum gerecht.

Variante 2: Jahrgangsunterricht mit differenzierenden und individuellen Lernformen berücksichtigt ebenso die unterschiedlichen Lernausgangslagen der Kinder.

Variante 3: In Jahrgangsklassen wird weitestgehend im Gleichschritt vorangegangen. Auf den individuellen Lernstand des einzelnen Kindes kann nur begrenzt Rücksicht genommen werden.

Gehört Ihre Schule zu Variante 3, sollten Sie nur sehr begabten Kindern eine vorzeitige Einschulung empfehlen, die vom Elternhaus außerdem verständnisvoll unterstützt werden und sehr selbstständig sind.

Vorzeitige Einschulung? Treffen Sie ein gemeinsame Entscheidung

Erläutern Sie mit den Eltern des Kindes eine zentrale Frage: Wo und wie wird das Kind am besten gefördert? Beschreiben Sie die Fördermöglichkeiten, die Ihre Schule bietet. Streben Sie eine einvernehmliche Lösung an, auch wenn Sie letztendlich die Entscheidung treffen.

Bildnachweis: Kzenon / stock.adobe.com

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