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Kindern das Wetter erklären: Wie entstehen Regenbögen

Lesezeit: 3 Minuten Das wunderschöne Farb-Naturschauspiel am Himmel gehört zu den spektakulärsten Wettererscheinungen. Aber wie entstehen Regenbögen? Wahrscheinlich fällt es Ihnen schwer, diese Frage Ihren Kindern zu erklären. Unsere kindgerechte Erläuterung beschreibt, welches Phänomen die bunten Farben an den Himmel zaubert.

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Kindern das Wetter erklären: Wie entstehen Regenbögen

Kindern das Wetter erklären: Wie entstehen Regenbögen

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Der Regenbogen

Der wunderschöne Lichterbogen tritt immer dann auf, wenn die Sonnenstrahlen auf eine Regenwand scheinen. Wer einen Regenbogen anschaut, hat stets die Sonne im Rücken. Besonders oft beobachten wir das Naturphänomen in den späten Nachmittagsstunden. Die schönsten, fast einen gesamten Halbkreis umspannenden Regenbögen bilden sich allerdings nur in den Stunden um Sonnenauf- und Sonnenuntergang.

Wie entstehen Regenbögen

Sehen wir uns das Sonnenlicht an, erscheint es auf den ersten Blick weiß. Tatsächlich setzt sich das Sonnenlicht aus Farben zusammen, die wir erst sehen, wenn wir durch ein Prisma schauen. Ein Prisma ist ein geschliffener Glaskörper, in dem sich die Sonnenstrahlen zwei Mal brechen: Wenn sie auf das Prisma treffen und wenn sie es wieder verlassen. Unser Auge und unser Gehirn kann die Farben erst dann wahrnehmen, wenn die Strahlen zum Beispiel in einem Prisma gebrochen werden.

Wenn es regnet, übernehmen die Regentropfen die Rolle des Prismas. Der Lichtstrahl tritt in den Wassertropfen ein, wird also das erste Mal gebrochen. Im Wassertropfen spiegelt sich der Strahl und wird von der Außenwand zurückgeworfen. Tritt er jetzt wieder aus dem Tropfen aus, wird er das zweite Mal gebrochen. Ein Regenbogen erscheint immer, wenn Sonnenlicht durch Regenstropfen scheint. Regnet es heftig dicke Tropfen, strahlen die Farben des Bogens besonders kräftig.

Wie entstehen die unterschiedlichen Farben in Regenbögen

Ein Blick durch das Prisma zeigt, dass sich Sonnenlicht aus rotem, grünem und blauem Licht zusammensetzt. Trifft das Sonnenlicht bei einem Gewitter oder einem Regenschauer auf Wassertropfen, wird es gebrochen und in seine Bestandteile zerlegt. Es erscheinen die Spektralfarben. Allerdings gelangt das Licht in elektromagnetischen Wellen von der Sonne zur Erde. Die Spektralfarben besitzen eine unterschiedliche Wellenlänge. Rot ist ein langwelliges Licht, violett dagegen kurzwellig. Die Farben werden entsprechend ihrer Wellenlänge unterschiedlich gebrochen. Deshalb erscheinen die Farben nicht übereinander sondern nebeneinander.

Mit Strohhalmen verdeutlichen Sie Ihrem Kind dieses Phänomen. Halten Sie einen roten, grünen und blauen Strohhalm direkt hintereinander. Knicken Sie seitlich ein kurzes Stück vom roten Strohalm ab, ein mittleres Stück vom grünen und ein längeres Stück vom blauen ab. Jetzt liegen die Strohhalme sichtbar nebeneinander.

Die Farbanordnung im Regenbogen

Die Farben des Regenbogens sind immer nach diesem Farbmuster geordnet:

  • Rot
  • Orange
  • Gelb
  • Grün
  • Blau
  • Indigo
  • Violett

Da der Himmel über dem Regenbogen dunkler ist, strahlt das Rot besonders kräftig. Im hellen Himmel unter dem Regenbogen dagegen verblassen leicht die blauen Farbtöne. Manchmal sehen wir über einem kräftigen Regenbogen einen weiteren, wesentlich blasseren Bogen. Im Nebenbogen sind die Farben umgekehrt von Violett nach Rot angeordnet. Das ist der Fall, weil die Lichtstrahlen ein weiteres Mal gespiegelt wurden.

Schatz am Ende des Regenbogens

Der Sage nach ist am Ende des Regenbogens ein Schatz vergraben. Tatsächlich ist es unmöglich, das Ende des Regenbogens zu finden. Der Regenbogen folgt dem Betrachter wie ein Schatten. Das Aussehen des Farbbogens hängt außerdem vom Standort ab. Wer auf Höhe der Meeresebene steht, kann aufgrund der Erdkrümmung keinen Regenbogen sehen. Je höher man sich befindet, desto weiter reicht der Bogen in den Himmel. Vom Flugzeug aus ist ein Regenbogen sogar als geschlossener Kreis zu erkennen.

Mythen zum Regenbogen

Früher verstanden die Menschen nicht, wie Regenbögen entstehen. So erfanden sie fantasievolle Erklärungen. In der griechischen Mythologie reist die Göttin Iris auf dem Regenbogen zwischen Himmel und Erde hin und her. Laut einer irischen Legende vergräbt der grüngekleidete Kobold Leprechaun seinen Goldschatz am Ende des Regenbogens. Und im Alten Testament besiegelt Gott mit den Regenbogen sein Versprechen, niemals wieder die Erde mit einer Sintflut zu überfluten.

Regenbogen mit Kindern zaubern

Wer kein Prisma besitzt, kann trotzdem Regenbogenfarben erzeugen. Wasser in ein geschliffenes Glas füllen und in die Sonne stellen. Ein Blatt Papier im Halbschatten daneben legen. Scheinen die Sonnenstrahlen durch das Wasserglas, bilden sich die Regenbogenfarben auf dem Papier.

Alternativ nehmen die Kinder eine CD und halten die glänzende Seite ins Sonnenlicht. Die Regenbogenfarben auf Papier nachzeichnen.

Bildnachweis: USantos / stock.adobe.com

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