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Keramik: Stelen mit Töpferelementen für den Garten selber machen

Keramik: Stelen mit Töpferelementen für den Garten selber machen
geschrieben von Sigrid Ruth Stephenson

Stelen sind die Hingucker im Garten. Sie werden aus einzelnen Elementen zusammen gestellt. Theoretisch ist jedes Material denkbar. Besonders beliebt aber sind Stelen, bei denen Tonelemente auf einem Metallstab übereinander arrangiert werden. Lesen Sie hier, worauf es ankommt und wie Sie Stelen aus Keramik selbst machen können.

Eine Stele für den Garten planen

Wenn Sie eine Stele für Ihren Garten herstellen möchten, können Sie – je nach Typ –

  • geplant vorgehen und erst einmal eine detaillierte Zeichnung machen
  • sich an Vorlagen im Internet oder in Töpferbüchern orientieren
  • einfach drauf los töpfern und sehen, was dabei heraus kommt

Was Sie brauchen, um Stelen-Elemente zu töpfern

Sie benötigen:

  1. Töpferton (Aufbaumasse), am besten mit einer etwas stärkeren Körnung
  2. Töpferwerkzeug
  3. Deko-Werkzeuge (siehe unten)
  4. etwas Wasser
  5. eventuell Holzstücke
  6. einen Metallstab
  7. ein stabiles Gummi oder ein Stückchen Fahrradschlauch

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Fertigung einer Stele

So beginnen Sie:

  1. Kneten oder schlagen Sie den Ton gut durch, so dass eventuelle Luftblasen aufgelöst werden. Ton, der direkt aus der Verpackung kommt, ist bereits gebrauchsfertig.
  2. Formen Sie Kugeln, Kegeln, Röhren, Scheiben – was immer sich auf einen Stab „auffädeln“ lässt.

Und so geht’s weiter:

  1. Schmücken Sie diese einzelnen Elemente, indem Sie Muster eindrücken. Dazu kann man fast alles benutzen, was in irgendeiner Weise strukturiert oder strukturierend ist, wie
  • Netze, in denen Zitrusfrüchte abgepackt wurden
  • Wellpappe
  • Drahtgeflecht
  • Rollen für Tapetenmuster
  • Model
  • Jute
  • Strukturtapete
  • und so weiter

Mit einem Locheisen bohren Sie ein Loch in die Mitte der Elemente, das etwas größer ist als der Durchmesser des Eisenstabes. Das ist nötig, weil der Ton beim Trocknen und Brennen um etwa zehn Prozent schwindet.

Massiver Ton kann beim Brand platzen. Wände sollten nicht dicker als etwa 2 – 3 cm sein. Ein Trick: Pieksen Sie die einzelnen Elemente von außen mit einer Tonnadel mehrfach tief ein und streichen Sie die kleinen Löcher dünn wieder zu.

Nun kommt alles in den Schrühbrand. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie die einzelnen Teile später noch glasieren, mit Engoben verzieren oder einfach noch einmal bei höherer Temperatur brennen, um sie widerstandsfähiger zu machen. Für den Winter empfehle ich grundsätzlich, selbst getöpferte Werkstücke ins Haus zu holen, um sie vor Frost zu schützen. Sicher ist sicher.

Das Auffädeln der einzelnen Etagen

Schließlich werden die einzelnen „Etagen“ in einer gefälligen Reihenfolge auf den Stab gezogen. Dekorative Holzstücke, wie man sie im Wald findet, können mit eingefügt werden. Unter das unterste Element schieben Sie ein stabiles Gummi oder einen Abschnitt vom Fahrradschlauch stramm über den Stab, damit nichts nach unten hin verrutschen kann.

Als „Spitze“ eignen sich nach oben hin geschlossene Formen, wie Kugeln oder Kegel. Auch Metallelemente aus Metall – besonders romantisch, wenn man sie rosten lässt – sehen gut aus.

Fertig!

Bildnachweis: olgapogorelova / stock.adobe.com

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Sigrid Ruth Stephenson