Praxistipps Reisen

Ihr Auto im Ausland: Wann sich die Ummeldung lohnt

Lesezeit: < 1 Minute Viele Deutsche nutzen ihre Autos mit deutschen Kennzeichen über Jahre hinweg nur im Ausland. Für sie stellt sich oft die Frage, was tun, wenn der TÜV-Stempel abläuft? Versicherungsvertreter im Ausland und oft auch die Polizei vertreten häufig die Auffassung, dass bei einem Fahrzeug mit abgelaufenem TÜV der Versicherungsschutz entfalle.

< 1 min Lesezeit

Ihr Auto im Ausland: Wann sich die Ummeldung lohnt

Lesezeit: < 1 Minute
Der ADAC dagegen sagt: Ein Fahrzeug muss nicht wegen der TÜV-Prüfung nach Deutschland. Der Versicherungsschutz sei bei Überschreiten des TÜV-Termins nicht automatisch beeinträchtigt oder gar erloschen.

Der ADAC rät aber, ein Fahrzeug mit abgelaufenem TÜV in einer Werkstatt oder bei einer Prüfstelle des Landes durchchecken zu lassen. Dort gibt es zwar keine deutsche Prüfplakette, aber doch den Nachweis, dass der technische Zustand überprüft wurde. Das ist wichtig, weil Kfz-Versicherer bei einem Schaden Regressansprüche stellen können, wenn erwiesen ist, dass technische Mängel die Ursache waren.

Natürlich gibt es eine wesentlich bessere Lösung, wenn ein Deutscher sein Auto nur im Ausland nutzt: Die Einfuhr und Anmeldung im Land des neuen Wohnsitzes. In allen EU-Ländern ist dies generell möglich. Ob es sich auch finanziell lohnt, ist von Land zu Land unterschiedlich.

Griechenland und Portugal zum Beispiel verlangen anstatt der weggefallenen Zölle extrem hohe Zulassungssteuern. Spanien, Italien und Frankreich haben zwar einige bürokratische Hürden eingebaut, aber hier kann sich eine Ummeldung lohnen.

In Spanien zum Beispiel werden auf den Zeitwert 16 Prozent Mehrwertsteuer sowie 12 Prozent Zulassungssteuer fällig, außerdem ca. 300 Euro an Gebühren. Unter anderem für einen Kfz-Ingenieur, der ein Formular ausfüllt mit so wichtigen Infos wie dem Abstand zwischen den Rädern. Außerdem müssen Sie zum TÜV. Den Zeitwert dürfen Sie selbst erklären. Dabei können Sie etwas mogeln. Wenn Sie dabei nicht zu sehr untertreiben (also Ihr Wert von den offiziellen Listen abweicht), gibt es kaum Probleme.

Eine Gestoria, die Ihnen die Abwicklung und vielfaches Schlangestehen abnimmt, verlangt dafür 150 Euro. Die Kosten für die Ummeldung lohnt sich bereits im zweiten Jahr, da die Kfz-Steuer in Spanien deutlich niedriger ist. Ein Mercedes 190 Diesel kostet ca. 90 Euro im Jahr.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: