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Hochzeitsbräuche: Polterabend und anderes gegen böse Geister

Lesezeit: 2 Minuten Bestimmt waren Sie schon einmal auf einem Polterabend. Wussten Sie, dass dieser und andere bekannte Hochzeitsbräuche dazu dienen, die bösen Geister vom Brautpaar fernzuhalten? Das funktioniert aber nur, wenn Sie bestimmte Regeln beachten.

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Hochzeitsbräuche: Polterabend und anderes gegen böse Geister

Lesezeit: 2 Minuten

Polterabend – einer der ältesten Hochzeitsbräuche
Zum Polterabend lädt das Brautpaar Freunde und Verwandte einige Tage vor der Hochzeit ein. Diese bringen (ausgedientes) Porzellan mit und zerschmettern es vor dem Haus. Der Lärm soll die bösen Geister vertreiben, die Scherben wiederum sollen sprichwörtlich Glück bringen. Das Brautpaar kehrt die Scherben zusammen und bewältigt damit eine der ersten gemeinsamen Aufgaben, was verheißungsvoll darauf hinweist, dass gemeinsam Krisen bewältigt werden können.

Neben Tellern und Tassen aus Porzellan bringen zerschmetterte Toilettenschüsseln und Waschbecken besonders viele Scherben und hoffentlich ebenso viel Glück. Auch Steingut und Keramik darf den glücksspendenden Beitrag leisten. Absolut tabu ist, beim Polterabend Glas vor die Füße des Brautpaares zu werfen. Denn Glas steht als Symbol für das Glück und das wollen die Gäste am Polterabend keinesfalls zerbrechen.

Andere Hochzeitsbräuche, gegen böse Geister
Es gibt noch andere Hochzeitsbräuche, die demselben Zweck dienen wie ein Polterabend, nämlich die bösen Geister vom Brautpaar fernzuhalten:

  • Dosen am Brautauto
    Werden leere Blechdosen mit Schnur an das Brautauto gebunden, verkündet der Lärm, dass ein frisch vermähltes Paar vorbeifährt. Ähnlich wie beim Poltern, soll der Lärm der Blechdosen außerdem die bösen Geister erschrecken und verjagen.
  • Brautjungfern
    Als fast makaber entpuppt sich der Hochzeitsbrauch, der Braut Brautjungfern an die Seite zu stellen. Diese sollen von der Braut ablenken und bewirken, dass die bösen Geister sich stattdessen auf die Brautjungfern stürzen, als Art Opfergabe. Aus diesem Grund wurden früher "echte Jungfrauen“ für diese Aufgabe auserwählt. Damit die bösen Geister auf diese Irreführung hereinfallen, tragen die Brautjungfern brautähnliche Kleider.
  • Über die Schwelle tragen
    Bis vor wenigen Jahrzehnten war es Brauch, dass das Brautpaar erst nach der Hochzeit in ein gemeinsames Heim zog. Der Bräutigam trug die Braut nach der Hochzeit über die Schwelle, um sie vor den bösen Geistern zu schützen, die unter dem Türdurchgang auf die neue Hausherrin lauerten.

Offensichtlich gibt es einiges zu tun, damit die Hochzeit und die Ehe gelingen können. Sollten Sie nicht daran glauben, dass diese Hochzeitsbräuche böse Geister vertreiben, freuen Sie sich einfach an diesen Traditionen. Denn Freude trägt auf jeden Fall dazu bei, dass das Leben zu zweit gut gelingt.

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