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Herzinfarkt im Winter – ist das Wetter schuld?

Lesezeit: 2 Minuten Im Winter häufen sich die Herzinfarkte. Im Vergleich zum Sommer ist die Zahl der kardialen Todesfälle in der kalten Jahreszeit um rund ein Drittel höher. Doch woran liegt das? Am Wetter, an der Kälte oder doch an etwas anderem?

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Herzinfarkt im Winter – ist das Wetter schuld?

Herzinfarkt im Winter – ist das Wetter schuld?

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Das Herzinfarktrisiko steigt im Winter. Das haben verschiedene Studien bereits herausgefunden. Spekulationen, warum das so ist, gibt es einige. Es klingt zunächst logisch, dass sich im Winter durch die Kälte die Blutgefäße etwas zusammenziehen und dadurch weniger Blut hindurch fließen kann. Überall wo sich der Durchmesser verkleinert, steigt auch das Risiko einer Verstopfung. Warum sollte das beim Herzen anders sein.

Herzinfarkte in den USA

US-Kardiologen wollten nun herausfinden, ob es wirklich an der Kälte liegt, dass im Winter mehr Herzinfarkte auftreten und konnten das schnell verneinen. Sie stellten auf der Jahrestagung der American Heart Association in Los Angeles eine Studie vor, bei der sie die Herzinfarkte in den südlichen und nördlichen Bundesstaaten der USA verglichen haben.

Während in den nördlichen Bundesländern oft ein kalter Winter mit Schnee, Eis und Minustemperaturen im zweistelligen Bereich auftreten, herrscht in den südlichen Bundesländern wie Arizona oder New Mexiko auch im tiefsten Winter ein mildes Klima, das sogar angenehmer als im extrem heißen Sommer ist. Insofern ist es hier gut möglich, nach einem Zusammenhang zwischen dem Wetter und dem Herzinfarktrisiko zu suchen.

Überall steigt das Herzinfarktrisiko im Winter

Zunächst einmal stellten die Forscher fest, dass im Winter rund 26 bis 36 Prozent mehr tödliche Infarkte auftreten als im Sommer. Dazu analysierten sie die Sterbedaten aus den Jahren zwischen 2005 und 2008. Ein typischer Fall wäre ein übergewichtiger Mann, der nach einem reichlichen Mahl aus einem warmen Restaurant in die Kälte hinaus tritt. Dieser plötzliche Temperaturunterschied könnte die Gefäße verengen und so das Infarktrisiko erhöhen.

Doch die Forscher stellten fest, dass sowohl in den nördlichen wie auch in den südlichen Bundesstaaten im Winter mehr Herzinfarkte auftraten. Insofern schließen sie einen Zusammenhang zwischen dem Wetter und der Kälte mit dem Herzinfarktrisiko aus.

Woran liegt es denn nun?

Bei der Frage, woran das erhöhte Risiko nun liegt, können auch die US-Mediziner nur Spekulationen anstellen. Studienleiter Bryan Schwartz vom Good Samaritan Hospital in Los Angeles geht von einer grundsätzlich ungesünderen Lebensweise im Winter aus. Man treibt weniger Sport und ernährt sich ungesünder, was das Herzinfarktrisiko erhöht. Aber bis man hier eine genaue Antwort hat, müssen Herzpatienten im Winter besonders auf ihr Herz hören.

Bildnachweis: ryanking999 / stock.adobe.com

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