Gesundheit Praxistipps

Fieberndes Kind – Wann müssen Sie zum Arzt?

Lesezeit: 2 Minuten Kinder und Säuglinge reagieren nicht nur bei beginnenden Krankheitsprozessen mit einer Erhöhung der Körpertemperatur. Für fieberhafte Zustände sind noch andere Auslöser die Ursache. Je älter das Kind, desto weniger dramatisch ist ein Fieberanstieg.

2 min Lesezeit
Fieberndes Kind - Wann müssen Sie zum Arzt?

Fieberndes Kind – Wann müssen Sie zum Arzt?

Lesezeit: 2 Minuten

Viele Eltern fragen sich, wann Sie mit Ihrem Kind bei Fieber zum Arzt gehen sollten. Die Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Besonders junge Eltern gehen selbst bei einer geringen Temperaturerhöhung mit Ihrem Kind zum Kinderarzt. Das ist auch völlig in Ordnung.

Im Laufe der Zeit werden Sie erkennen, wann es wirklich notwendig ist, mit dem Kind zum Arzt zu gehen. Hinter einer erhöhten Körpertemperatur steckt nicht immer eine ernst zu nehmende Erkrankung. Besonders kleine Kinder neigen schon beim Toben, Spielen oder bei sehr warmen Außentemperaturen zu höheren Körpertemperaturwerten.

Oder aber, die Kinder sind zu warm angezogen bzw. im Kinderwagen oder Bett zu warm eingepackt. Die aufgestaute Wärme kann leicht zu einer Erhöhung der Körpertemperatur führen. Besonders kleine Kinder und Säuglinge reagieren darauf sehr empfindlich. Ihre Wärmeregulation ist noch nicht gut trainiert.

Ursachen für Fieber bei Kindern

  • nach Impfungen
  • beim Zahndurchbruch
  • Infekte
  • Kinderkrankheiten
  • Vergiftungen
  • Medikamente
  • psychische Belastungen (z.B. Schulstress )
  • Verletzungen wie Blutergüsse und Knochenbrüche
  • rheumatische Erkrankungen
  • Entzündungen (z. B. Blinddarm )
  • Krebserkrankungen (z. B. Leukämie )
  • Erkrankungen des Stoffwechsels (z. B. Jugenddiabetes )
  • Hormonstörungen (z. B. Wachstumsstörungen)

Leichtes Fieber mit Infektsymptomen bis 38,5 °C bedarf zunächst nur Ihrer Kontrolle.

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind viel trinkt und sich ausruht.
  • Ebenfalls ist es wichtig, dass Ihr Kind eher leichte und lockere Kleidung trägt, um unnötigen Wärmestau zu verursachen.

Ist Ihr Kind noch im Säuglingsalter, ist der Gang zum Kinderarzt auch bei leichtem Fieber notwendig.

  • Packen Sie Ihren Schatz auf den Weg dorthin aber nicht zu warm ein.
  • Nehmen Sie immer etwas zum Trinken mit.
  • Steigt das Fieber weiter rasch an, greifen Sie am besten erst einmal zum Telefon und informieren Ihren Kinderarzt, wie Sie weiter vorgehen sollten.
  • Bei 39,5 °C stellen Sie Ihr Kind unbedingt einem Kinderarzt vor.

Zur Not rufen Sie den Hausbesuchs- oder Notdienst an. Besonders dann wenn Ihr Kind:

  •  zu Fieberkrämpfen neigt oder aktuell den ersten Fieberkrampfanfall hat,
  • sich das Fieber überhaupt nicht senken lässt,
  • Ihr Kind apathisch wirkt oder bewusstlos ist,
  • Ihr Kind nichts trinken möchte,
  • das Fieber über 41 °C steigt.

Maßnahmen bei Fieberkrämpfen

Versuchen Sie, auch wenn es Ihnen schwerfällt, Ruhe zu bewahren. Hektik und Angst der Eltern überträgt sich schnell auf das Kind. Es ist schnell beunruhigt und zusätzlich gestresst. Besonders, wenn Ihr Kind gerade einen Fieberkrampf hat, ist Ruhe und Besonnenheit wichtig. Der Fieberkrampf wirkt unheimlich und dramatisch. Er löst sich in der Regel nach einigen Minuten und Ihr Kind wird danach tief und fest schlafen. Sorgen Sie während des Anfalls dafür, dass Ihr Kind sich nicht verletzt. Also aus dem Bettchen oder von einer eventuellen Erhöhung fällt.

Kinder die zu Fieberkrämpfen neigen, werden nach dem ersten Krampfanfall eingehend untersucht. Als Eltern erhalten Sie vorbeugend spezielle Medikamente die Sie Ihrem Kind schon bei 38 °C Körpertemperatur verabreichen. Diese Medianwerte enthalten spezielle Substanzen, die krampflösend und fiebersenkend wirken. Fieberkrampfanfälle verschwinden mit zunehmendem Alter Ihres Kindes von allein. Selten verwächst sich daraus eine Neigung zu Epilepsie.

Bildnachweis: ladysuzi / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: