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Batik: Was Sie über eine alte Kunst der Textilgestaltung wissen sollten

Batik: Was Sie über eine alte Kunst der Textilgestaltung wissen sollten
geschrieben von Inge Schubert

Textilien und Bekleidung zu gestalten macht Freude und sorgt für Abwechslung im Kleiderschrank. Bereits seit Jahrhunderten existiert eine Technik, die mit wenigen Schritten zu interessanten Ergebnissen führt. Beim Batiken entstehen meist kreisförmige Muster, aber auch komplizierte Muster in einer oder mehreren Farben. Lesen Sie mehr über die Batikkunst und wie Sie Stoffe mit Batikfarben verzieren.

Ursprünglich kam die Batikkunst aus Asien

Indonesien, Sri Lanka und Malaysia sind die Gebiete, in denen die Batiktechnik am weitesten verbreitet ist und eine lange Tradition hat. Der Ursprung der heutigen Batik liegt wohl auf der Insel Java, wo auch heute noch gebatikte Kleidung einen wahren Schatz für die Frau oder den Mann bedeutet, die solche Kleidungsstücke besitzen.

Der volkstümliche Sarong wurde und wird sowohl von Frauen als auch von Männern getragen. Es handelt sich dabei um einen Wickelrock. Sehr alte Stücke sollen auch in China zu finden sein. Die chinesische Batik hat ebenfalls eine sehr lange Tradition. Wissenschaftler sind sich bis heute nicht einig, ob sich die Batiktechnik zuerst in China oder zuerst in Java entwickelte oder ob sie vielleicht sogar unabhängig voneinander erfunden wurde.

Alte Batik-Werkzeuge wurden im Laufe der Zeit abgelöst und ersetz

Bambusstäbchen wurden angespitzt und zum Auftragen von Wachs verwendet. Dies ist eine sehr alte Methode, bei der Wachsmuster auf den Stoff aufgetragen werden. Wird der Stoff anschließend gefärbt, bleiben die Stellen unter dem Wachs in der Ursprungsfarbe, beispielsweise in Weiß oder Gelb, erhalten. Die Muster heben sich von der dunkleren Färbung ab. Später wurden kleine Kannen zum Erhitzen des Wachses erfunden, das Tjanting, das bis heute noch Verwendung findet.

Es hat an dem kleinen Behälter mit dem flüssigen Wachs ein dünnes Röhrchen, durch welches das Wachs hindurchfließt. Am Ende befindet sich eine kleine Tülle, durch die das Wachs auf den Stoff gelangt und die sogar Linien ermöglicht. Auch Stempelblöcke zum Eintauchen in Wachs wurden später erfunden. Diese Stempel ermöglichen es, ganze Muster aus Wachs auf den Stoff aufzubringen. Auch hier bleiben die Muster beim Färben in der Ursprungsfarbe erhalten. Der Vorgang des Wachsauftragens und anschließenden Färbens heißt Reserviertechnik.

Nach Europa kam die Batik vermutlich durch die Niederländer

Indonesien war lange Zeit, bis in das 20. Jahrhundert hinein, eine niederländische Kolonie. Neben Gewürzen und anderen Waren brachten Kaufleute, vermutlich im 19. Jahrhundert, die ersten Kleidungsstücke mit Batikmustern aus Java und Sumatra mit in das Königreich. Aber auch in England wurde die Batiktechnik bereits zu dieser Zeit in einem Buch über Java erwähnt und vorgestellt. Später gab es dann auch Batikarbeiten als Wandbehang oder Batikbilder.

Viele verschiedene Techniken werden beim Batiken verwendet

Wie bereits beschrieben, ist die Wachstechnik wohl die wichtigste Technik für eine Batikarbeit. Was es neben der Reserviertechnik noch alles gibt, wie Sie mit Schnüren und Fäden eine Batik anfertigen oder sogar eine Batik aus der Waschmaschine bekommen, lesen Sie in den folgenden Artikeln:

Bildnachweis: peangdao / stock.adobe.com

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