Erziehung

Gewaltprävention: Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern

Für die Gewaltprävention ist die wichtigste Grundregel zuzuhören, wenn Sie gewaltfreie Kommunikation mit Kindern oder Jugendlichen erleben wollen. Kinder oder Teenager sehen die Welt mit anderen Augen, um sie zu verstehen, ist es wichtig genau hinzuhören. Nehmen Sie die Empfindungen der Kinder und Jugendlichen ernst. Jeder Gesprächspartner sollte das Recht haben, ohne Unterbrechungen auszusprechen. Wenn man sich daran hält, können Missverständnisse behoben und alle Konflikte bereinigt werden, ohne in ein Streitgespräch zu verfallen.

Gewaltprävention durch gewaltfreie Kommunikation: Was sind gute Gespräche mit Kindern?
Es gibt leider keine Zauberformel für "gute" Gespräche mit Kindern. Am wichtigsten ist es, dass sich die Gesprächspartner wohlfühlen. Jeder der beiden Parteien sollten ihre Ziele verdeutlichen können ohne gestört zu werden. Das bedeutet, dass sich die Gesprächspartner respektieren sollten, unabhängig vom Inhalt des Gespräches. Das Kind sollte seine Meinung und seine Gefühle frei äußern können, ohne vom Erwachsenen gelenkt zu werden.

Das Kind sollte die Wärme, den Respekt und das Interesse der des Erwachsenen spüren. Um optimale Gesprächsbedingungen zu schaffen, sollten einige "Kommunikationsregeln" eingehalten werden.

  1. Begeben sie sich auf gleiche Augenhöhe
  2. Während man spricht das Kind anschauen
  3. Versuchen sie eine entspannte Atmosphäre herzustellen, umso wohler sich das Kind fühlt desto offener wird es Ihnen gegenüber sein
  4. Zuhören ist das A und O gewaltfreier Kommunikation
  5. Den anderen ausreden lassen
  6. Wenn sie merken, dass das Kind nicht mehr bei der Sache ist, dann brechen sie das Gespräch ab. Erklären Sie ihrem Kind, dass das Gespräch später fortgesetzt wird
  7. Nach einem langen konfliktreichen Gespräch, muss dafür gesorgt werden, dass das Kind wieder zu sich finden kann.

Gewaltprävention: Gewaltfreie Kommunikation
Gewaltfreie Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg ist in zwei Metaphern gegliedert:

  • Wolfssprache
  • Giraffensprache

Dieses Konzept ist speziell für Grundschüler anschaulich und nachvollziehbar konzeptioniert.

Gewaltprävention durch gewaltfreie Kommunikation: Was versteht man unter Wolfssprache?
Der Wolf steht für schwierige Kommunikation. Er gibt sich äußerlich höflich und diplomatisch, manchmal emotional, aggressiv und verletzend. Er trägt seine Emotionen nicht immer nach außen, sondern verbirgt sie gerne. Die Wolfssprache beurteilt, was gut oder schlecht ist, die Verantwortung wird gerne auf andere Menschen geschoben. Hier wird nach einem strikten Muster geurteilt, Gutes wird belohnt und Böses bestraft. Marshall B. Rosenberg nennt unseren "normalen" Umgangston Wolfssprache.

Einige gängige Formulierungen der Wolfssprache sind:

  • Analyse: "wenn du das beachtet hättest…“
  • Kritik: "so ist das falsch, das macht man so…“
  • Interpretationen: "du machst das, weil…“
  • Wertungen: "du bist klug, faul, richtig, falsch…“
  • Strafandrohungen: "wenn du nicht sofort…, dann….“
  • Regeln und Normen
  • Sich im Recht fühlen

Gewaltprävention durch gewaltfreie Kommunikation: Was versteht man unter Giraffensprache?
Eine angenehme Art der Kommunikation ist die Giraffensprache, die versucht, keine Ängste und Unsicherheiten zu wecken. Einfühlungsvermögen und ein achtsamer Umgang mit sich und der Umwelt sind die Bemühungen der Giraffensprache. Eine Giraffe zeigt, wie ihr zumute ist, sie hat keine Angst vor Gefühlen. Sie würde niemals andere verletzen und geht davon aus, dass jeder die Verantwortung für sein Handeln übernimmt. Mit Giraffenohren hören bedeutet, die Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche des anderen wahrzunehmen.

Die Giraffensprache ist die Sprache des Herzens, es wird auf Gefühle geachtet, sie trennt Beobachtung und Bewertung, sie bittet und fordert nicht.

Im Alltag mischen sich beide Strategien, da es sehr schwer ist, nur auf eine Art zu kommunizieren.

Gewaltprävention durch gewaltfreie Kommunikation: Den Blick hinter die Kulissen werfen
Gewaltfreie Kommunikation bedeutet, einen Blick auf die versteckten, menschlichen Gefühle zu werfen. Die üblichen Drohgebärden und Schutzpanzer hinter sich zu lassen und Respekt den anderen Gesprächspartner entgegen zu bringen.

Ein persisches Sprichwort besagt: "Es gibt einen Ort jenseits von richtig und falsch, da treffen wir uns." Gewaltfreie Kommunikation ist ein Ansatz, um vertrauensvoll und mitfühlend miteinander umzugehen. Dem ständigen Kampfschema, verletzende Argumente und Vorwürfe auszutauschen, Einhalt gebieten.

Zuhören, die Motive und Grundbedürfnisse seines Gegenübers kennenlernen, damit Konflikte gewaltfrei gelöst werden können. Wenn Kinder das Gefühl haben respektiert zu werden, öffnen sie sich den Eltern und ihrer Umwelt gegenüber.

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Veronika Höller