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Quadratische Hingucker – Design-QR-Codes selbstgemacht

Mit dem Siegeszug der Smartphones halten auch die QR-Codes immer mehr Einzug in das Alltagsleben. Ob auf Werbezetteln, als elektronische Visitenkarte oder einfach als Schnellzugriff auf eine Webadresse, QR-Codes sind einfach praktisch. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre individuellen QR-Codes sogar zu einem einmaligen Designstück machen.

QR-Codes (QR = quick response, dt. = schnelle Antwortmöglichkeit) sind die kleinen, quadratischen Codes, die Ihnen immer mehr und in vielen Anwendungsvarianten begegnen. Dabei ist es keineswegs so, dass QR-Codes nur als Verbraucher nützlich sind. Ganz im Gegenteil ermöglichen QR-Codes KMUs (kleinen und mittleren Unternehmen) eine aktive Nutzung, Experten sprechen sogar schon vom "QR-Code-Marketing".

Als Beispiel können Sie einen Werbezettel oder ein Plakat mit einem QR-Code versehen, der zu einer bestimmten Webadresse führt. Ganz aktuell können Sie an der betreffenden Webadresse Änderungen vornehmen, ohne immer einen neuen Werbezettel drucken zu müssen. Vielleicht drucken Sie einen QR-Code auch auf ein T-Shirt, USB-Stick oder eine Streuware.

Die QR-Code-Technik

Ein ganz besonderer Hingucker sind individuell erstellte QR-Codes, die neben der digitalen Botschaft auch durch unverwechselbare Designelemente hervorstechen. Um einen Design-QR-Code selbst zu erstellen, ist es nützlich, die technischen Grundlagen zu kennen. Die maximale Speicherkapazität der QR-Codes stellt sich abhängig von dem Dateninhalt folgendermaßen dar:

  • Alphanumerische Zeichen: 4.296
  • Binäre Daten (Bytes): 2.953
  • Numerische Zeichen: 7.089

So erstellen Sie Ihre individuellen Design-QR-Codes

Unabhängig vom verwendeten Datentyp, meist sind es ja alphanumerische Zeichen, sind alle QR-Code-Leseverfahren mit einer Fehlerkorrektur ausgestattet. Wenn also Pixel fehlen, zerstört sind oder nicht erkannt werden, werden die Lücken in den Daten mithilfe eines Fehlerkorrekturalgorithmus restauriert.

Es sind in der Praxis sogar je nach QR-Version bis zu 30 Prozent an Daten, die durch die Fehlerkorrektur ersetzt werden können. Und genau diese Eigenschaft wird für Design-QR-Codes verwendet, die einen kleinen Teil der Fläche nutzen, um aus einem schnöden Pixelquadrat ein kleines Kunstwerk zu kreieren.

Es gibt mehrere Wege, Design-QR-Codes zu erstellen. Beachten Sie dabei die Grundregel, dass ein QR-Code umso schneller und sicherer gescannt werden kann, je geringer die enthaltene Zeichenanzahl und je geringer die "beschädigte" Pixelzahl ist. Unter dieser Prämisse erstellen Sie Ihren Design-QR-Code auf einem der folgenden Wege:

  1. Erstellen Sie zuerst einen Standard-QR-Code, beispielsweise auf der Seite http://goqr.me/de/. Mit einem Grafikprogramm wie beispielsweise unter Windows dem kostenlosen Paint.Net können Sie dann am PC in das Bild des QR-Codes beispielsweise Ihr Firmenlogo platzieren. Wenn es Ihnen da bislang ein wenig an kreativen Ideen mangelt, empfehle ich Ihnen die CustomQRCodes-Gallery.
  2. Wem die schwarzen Pixelchen nicht gefallen, kann insbesondere bei QR-Codes mit geringem Zeicheninhalt (= großer Pixelausprägung) die Pixel auch einfärben, da die Struktur des Codes entscheidend ist, nicht die Farbe. Zwar hat Schwarz-Weiß den besten Kontrast, aber auch andere dunkle Farben funktionieren und passen vielleicht besser zu Ihrem Corporate Design.
  3. Wer besonders mühelos zu einem Design-QR-Code kommen möchte, dem bietet sich der mit Twitter zusammenarbeitende Dienst follow-qr.com an. Dort geben Sie Ihren Twitter-Usernamen ein und automatisch wird aus Ihrem Twitter-Logo ein "Twitter-Follow-QR-Code" generiert.

Weitere Infos und Tipps zu QR-Codes bieten Ihnen die folgenden experto-Artikel:

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Über Ihren Experten

Rudolf Ring

Rudolf Ring

Rudolf Ring gehört zu den frühen Einsteigern in die Informationstechnologie in Deutschland und hat ab den 80er Jahren die Vorzüge so ziemlich jeden Computertyps irgendwann persönlich in Erfahrung gebracht. Nach Bundeswehr, Studium und freien Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung leitete der Computer-Experte die PC-Werkstatt eines mittelständischen IT-Unternehmens.

Als selbstständiger Journalist und Autor verfasste er seit Anfang der neunziger Jahre bis heute unter anderem für PC-Anwender-Handbuch, PC-Hardware-Profi und PC-Pannenhelfer mehrere hundert Beiträge, hinzu kommen Bücher und Studien. Vom ersten IBM-PC 1981 bis zu den neuesten Mobilgeräten reicht sein Interessengebiet.

Schwerpunkt seiner aktuellen Beiträge sind die klassischen Themen PC-Hardware und -Pannenhilfe, hinzu kommen Home-Entertainment und Mobile Computing. Dem Informationsdienst „Einfach Android“ steht Rudolf Ring als Chefredakteur vor.