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Reden halten: 4 Profi-Tipps gegen unerwartete Zwischenfragen

Lesezeit: 2 Minuten Sie halten eine gute Rede. Doch auf einmal kommt eine unerwartete Zwischenfrage. Bleiben Sie ruhig und souverän. Lesen Sie 4 Top-Tipps, die auch die Profis nutzen!

2 min Lesezeit
Reden halten: 4 Profi-Tipps gegen unerwartete Zwischenfragen

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Reden halten: 4 Profi-Tipps gegen unerwartete Zwischenfragen

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Oft ist es bewundernswert, wie erfahrene Profis mit Stress-Situationen umgehen, wenn sie Reden halten. Mitten während einer starken Argumentation kommt aus dem Publikum ein Zwischenruf. Der Redner bleibt eiskalt und pariert den Angriff ganz gelassen. Auch Ihnen kann das gelingen. Wenn Sie die folgenden 4 Tipps verinnerlichen.

Achtung! Zum Verinnerlichen gehört es, dass Sie diese Situationen immer wieder trainieren. Üben Sie solche Fälle gezielt mit Kollegen oder Freuden ein. Nur derjenige Redner, der solche Situationen immer wieder simuliert, wird im Ernstfall, der ja nur während der wenigsten Reden eintritt, souverän reagieren.

Beim Reden halten die Zuständigkeiten wahren!

Während einer Rede zum 30-jährigen Betriebsjubiläum wird der Inhaber durch einen von unzufriedenen Mitarbeitern infiltrierten Journalisten gestört. „Reden halten von eitel Sonnenschein scheint nicht angebracht. Mir ist zu Ohren gekommen, dass in der Finanzbuchhaltung Mitarbeiter so lange arbeiten müssen, dass zwangsweise Fehler unterlaufen.“

Der Inhaber lächelt gelassen: „Ich kann mir das nicht vorstellen. Und bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich Ihnen auf Ihre Frage zu diesem Zeitpunkt keine Auskunft geben kann. Ich muss mich da selbstverständlich mit meinem Abteilungsleiter besprechen. Danach komme ich gerne auf Sie zu. Ich werde Ihnen aber gleich noch berichten, wie sehr das Unternehmen gerade seine gewissenhaften Mitarbeiter schätzt.“

Wichtig: Schieben Sie keine Kompetenzen ab! Stellen Sie keine Beteiligten bloß. Stellen Sie nur fest, dass Sie in einer solchen Angelegenheit nicht der kompetenteste Ansprechpartner sind. Betonen Sie Ihre Bereitschaft, zur Aufklärung beizutragen.

Die Meta-Ebene: Reden halten über das Reden!

Profi-Redner begegnen Störern immer wieder erfolgreich, indem Sie das Gespräch auf die Meta-Ebene heben. Über das Reden an sich reden: Besonders nützlich ist diese Taktik, wenn der Störer unfair und unsachlich agiert. Bleiben Sie, während Sie Ihre Rede halten, immer ausschließlich beschreibend, nicht wertend. „Sie unterbrechen mich nun nach drei Minuten bereits das dritte Mal!“ Fahren Sie dann fort, Ihre Rede zu halten. „Sie stellen Suggestiv-Fragen!“. „Sie beleidigen die Belegschaft.“ Der Vorteil Ihrer nicht wertenden Reaktion: Das Publikum weiß Ihre Beschreibung in der Regel einzuordnen und wird dem Störer entsprechend entgegenwirken.

Nehmen Sie negative Begriffe nicht in Ihre Rede auf!

Störer greifen Personen, die eine Rede halten, leicht an, indem Sie negative Begriffe in den Raum werfen. „Das könnte man auch Betrug nennen.“ „Was Sie machen ist doch menschenverachtend!“. Korrigieren Sie den Angreifer unmittelbar. Nehmen Sie dabei die negativen Begriffe unter keinen Umständen in den Mund. Mögliche Antworten wären: „Das kann ich so nicht stehen lassen. Wir sind besonders daran interessiert…“ „Das ist ein Unwort, dass ich in diesem Zusammenhang nicht zulassen werde!“

Souverän gegen Störer bei Ihren Reden: Halten Sie Fragen zurück!

Eine gute Methode gegen unangenehme Fragen ist das Zurückhalten von Fragen. Halten Sie sich dabei aber stets vor Augen: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Wenn Sie eine Rede halten zum Thema Prozessoptimierung und Ihnen ein Störer vorwirft, dass Sie aber nichts zu dem daraus resultierenden Personalabbau sagen, agieren Sie wie folgt: „Bevor ich Ihnen etwas zur Personalsituation sage, möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir um die schwierige Situation vieler Betroffener wissen und sie auch zutiefst bedauern. Aber im Sinne des gesamten Unternehmens und der Mehrzahl unserer Angestellten war das nötig.“ Vergessen Sie aber nicht, kurz und knapp auf die Frage einzugehen. „Ja, leider waren wir gezwungen, uns von vierzig Mitarbeitern zu trennen.“

Bildnachweis: wellphoto / stock.adobe.com

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