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Personalentwicklung und Lernpsychologie: Kommunikation (Teil 5)

Lesezeit: < 1 Minute Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. Nicht nur aus der Privatsphäre kennen wir das Phänomen, dass die gegebene Information beim Empfänger anders wahrgenommen wird als vom Sender beabsichtigt. Die sachlich begründete Frage des Personalleiters, ob die Personalentwicklungsmaßnahme auch kostengünstig sei, kann vom zuständigen Personalreferenten auch als grundlegende Kritik an seiner Arbeit verstanden werden.

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Personalentwicklung und Lernpsychologie: Kommunikation (Teil 5)

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Kommunikation ist ein Zusammenspiel von Information, Mitteilung und Verstehen. Bereits in der alltäglichen Führungspraxis erleben wir, dass Informationen nicht mitgeteilt werden und eine menschliche Kommunikation gar nicht erst zu Stande kommt. Noch schwieriger wird es, wenn es um das Verstehen einer mitgeteilten Information geht. Dabei finden wir in jeder kommunizierten Information einen Inhalts- und Beziehungsaspekt.

Die neutral gestellte Frage des Personalleiters "Wie denn das Projekt familienorientierte Personalpolitik voran komme?" kann von der zuständigen Personalreferenten als generelle Kritik an ihrer Projektarbeit verstanden werden, obgleich es ihm lediglich um den aktuellen Projektstand ging.

Jede Kommunikation hat einen Inhalts -und Beziehungsaspekt
Betriebliche Supervisionen leben von der Tatsache, dass Inhalts -und Beziehungsaspekte beim Sender und Empfänger der Informationen nicht deckungsgleich sind. Sehr viele Initiativen und Projekte scheitern nicht an technologischen oder administrativen Defiziten, sondern daran, dass es unterschiedliche Beziehungsdefinitionen gibt.

Interaktionen und Kommunikationen zwischen Personen sind per se störanfällig. Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Verfahren. Der Inhaltsaspekt wird digital, der Beziehungsaspekt analog vermittelt.

Metakommunikation als wichtige Strategie gegen gestörte Kommunikation
Seit Watzlawick ist das von ihm gesetzte Axiom bekannt: "dass es unmöglich ist, nicht zu kommunizieren." Nicht allein mit der Sprache, nein auch mit Mimik und Gestik, drücken Personen analog ihren Beziehungsaspekt aus. "Konfliktparteien" sind selten in der Lage auf diese Ebene der ursprünglichen Kommunikation ihre Kommunikationsstörungen ohne weitere Beratungshilfen aufzuheben.

Dazu bedarf es einer Beobachtungsebene zweiter Ordnung, einer Metakommunikation, eines Gespräches über die Kommunikationsprobleme, die häufig bei den Konfliktparteien im Unbewussten geblieben waren. Diese Fehler bei der Übersetzung von digitaler und analoger Kommunikation können gute pädagogisch und lernpsychologisch geschulte interne oder externe Supervisionen erkennen und zu einem besseren Verständnis der Streitparteien beitragen. 

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