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Hausbaupreise: Warum billiger ist noch lange nicht „Preis-werter“ bedeutet

Lesezeit: 2 Minuten Nachvertragliche Leistungen, die lückenhaft im Hauptvertrag ausgeklammert oder umschrieben sind, führen am Ende nicht selten zu erheblichen Verteuerungen oder andererseits empfindlichen Leistungseinbußen. Schnell ist dann der Preisvorteil Geschichte! Dieser zweite Artikel zum Thema beschreibt, worauf mindestens zu achten ist.

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Hausbaupreise: Warum billiger ist noch lange nicht „Preis-werter“ bedeutet

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Es geht um sehr viel Geld!

Für den Hausbau-Unternehmer geht es bei jedem Auftrag um ein erhebliches, wirtschaftliches Potential, immer!

Das bedeutet, er muss aus Sicht des Bauinteressenten ein wettbewerbsfähiges, günstiges Angebot unterbreiten, um im Rennen zu bleiben. Im Hausbaubereich ist dies das geringste Problem, denn die Angebote sind nicht wirklich transparent und das lässt unglaubliche Spielräume zu.

Am Ende möglicherweise nichts gewonnen

Entscheiden Sie sich für ein günstigeres Angebot, wird auch hier am Ende abgerechnet. Es muss nicht unbedingt eine Verteuerung gegenüber dem alternativen, zunächst teurer erscheinenden Angebot bedeuten.

Es bedeutet meist aber mindestens eine Gleichstellung, und die vermeintlichen Preisvorteile auf den ersten Blick führen schnell zu unangenehmen Nachfinanzierungen und damit unnötigen Anspannungen.

Hauspreis noch lange nicht gleich Hauspreis

Wer beim Hausbau-Partner zu sehr auf den Preis schaut, ohne diesen intensiv zu hinterfragen, lässt sich schnell blenden. Zu groß ist die Versuchung viel Geld zu sparen.

Vergleichen können sie nur, wenn die Ihnen vorliegenden Angebote entsprechend transparent und vollständig sowie auf den gleichen Grundlagen kalkuliert sind. Das im Detail beurteilen zu können, ist für Bauinteressenten nahezu unmöglich!

Gezielte Auswertungen sind Profis vorbehalten

In Wirklichkeit bringen die von Bauherren gerne eingesetzten, beliebten Excel-Angebotsvergleiche nicht viel außer vollständige Verwirrung!

Wir lassen regelmäßig Angebote und dazugehörige Leistungsverzeichnisse von Profis auswerten, vor allem wenn die Preisunterschiede auffallend groß sind. Festgestellt haben wir, dass Bauherren immer wieder "Äpfel mit Zitronen" vergleichen, ohne es zu wissen. Die schmerzliche Überraschung lässt in solchen Fällen nicht lange auf sich warten.

Hauspreisangebote eine beliebte Bauernfänger-Masche

Es ist nun mal so, dass wir über die größte private, finanzielle Investition im Leben sprechen, also ist vergleichen mehr als legitim!

Das wissen aber auch die Hausanbieter und sind sehr kreativ, wenn es um die Darstellung ihres preislichen Vorteils geht. Alles ist anzutreffen:

  • Sie lassen Leistungen einfach weg, indem sie diese erst gar nicht in ihren Baubeschreibungen erwähnen
  • Sie verschweigen gezielt, dass zusätzlich zum Hausbau jede Menge Leistungen erforderlich sind, die der andere Anbieter ihres Wissens einkalkuliert
  • Sie beschreiben pauschale Pakete, die im konkreten Fall alles andere als fertige Leistungen sind

Grundsätze für einen Vergleich

Sie als Bauinteressent können nur annähernd richtig vergleichen, wenn Sie die gleichen Voraussetzungen für die verschiedenen Anbieter schaffen. Das bedeutet

  • Grundrisse
  • Ansichten
  • Schnitte
  • Ausstattung
  • Leistungsmerkmale
  • Leistungsbeschreibung inkl. Mehr- Minderleistungsbeschreibung
  • Vertragsunterlagen inkl. Zahlungskonditionen
  • Ausführung

müssen identisch sein, und das sind sie nicht! Das wird Ihnen möglichst unmöglich gemacht!

Selbst wenn es so wäre ist ein Vergleich aber noch nicht möglich, denn die Koordination und Ausführung auf der Baustelle können Sie weder den Unterlagen entnehmen noch aus den Worten Ihres Ansprechpartners ableiten!

Bauherren befragen ist die sicherste Methode

Fragen Sie konkret nach Bauherren, die ihre Erfahrungen meist gerne mitteilen:

  • War die Leistung vollständig wie dies im Vertrag vereinbart wurde?
  • Wie zufrieden sind diese insgesamt mit den Leistungen ihres Hausbau-Partners?
  • Wurden Zusatzvereinbarungen erforderlich?
  • Waren damit Nachfinanzierungen verbunden?
  • Was kam alles zum eigentlichen Vertrag dazu?
  • Wie war die Qualität der Nachunternehmer in der Ausführung?
  • Würden sie noch einmal mit dem Unternehmen unter den gleichen Voraussetzungen bauen?

Beste Grüße aus Meerbusch und viel Erfolg bei der Suche nach Ihrem Hausbaupartner wünscht Ihnen

Theo van der Burgt (c/o Bauherrenreport)

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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