Sozial- und Bildungsmanagement

Nukleare Katastrophe in Japan: Wendepunkt im Menschheitswahn?

Die nukleare Katastrophe in Japan offenbart die Grenzen des Menschheitswahns: Die Natur lässt sich nicht grenzenlos zum Untertan machen. Nach der unberechenbaren Naturkatastrophe des Erdbebens erschüttert nun die nukleare Katastrophe das Bewusstsein der Menschen.

Wie lange möchte die Menschheit ihren Wahnsinn noch treiben? Wann erkennt sie endlich, dass ihr Streben nach Wachstum und Gewinnmaximierung ihr selbst die Lebensgrundlage nimmt?

Eine nukleare Katastrophe als Steigerung "natürlicher" Katastrophen
Es scheint, als reichten die Naturkatastrophen, die durch Veränderungen des Menschen in der Natur entstehen, nicht aus, um einen Wandel der menschlichen Wahnvorstellungen zu erzwingen. Nein, der Klimawandel mit all seinen potentiellen Folgen, wie:

  • steigende Meeresspiegel und damit verbundenem Schwinden von ganzen Küstenlandstrichen oder gar ganzer Länder,
  • Wasser- und Lebensmittelmangel durch Hitze- und Trockenheit auf der einen Seite
  • und sintflutartigem Regen mit Überschwemmungen ganzer Landstriche auf der anderen Seite
  • sowie potentiellen Änderungen der Wärmeströmungen in den Weltmeeren mit erheblichen Folgen für die ganze Nahrungskette

reicht nicht aus, um die Menschheit aus ihrem Traum, der zum Wahn wurde, zu reißen!

Eine nukleare Katastrophe als Mahnmal für das Bewusstsein der Menschheit
Es muss wohl erst eine gänzlich unnatürliche, also eindeutig von Menschen herbeigeführte und eindeutig dem menschlichen Wirken zuzuordnende Katastrophe geschehen, für ein Erwachen aus dem Traum, sich die Welt uneingeschränkt und folgenlos Untertan machen zu können.

Eine nukleare Katastrophe als Einzelfall
Ein nuklearer GAU (Größtmöglicher Atomarer Umfall) hat die Menschheit bereits erschüttert. Doch wurde der Fall Tschernobyl zum Einzelfall, zur unwahrscheinlichen Ausnahme heruntergespielt und es ist ja letztlich für die meisten Menschen eigentlich auch wenig passiert.

Sicherlich war es lästig, auf manche Nahrungsmittel eine Weile zu verzichten oder Spielplätze, Sportstätten und die Natur eine Weile zu meiden. Es war halt ein böser Unfall aber er war relativ schnell aus dem Bewusstsein der Menschen verdrängt. Das Leben ging relativ schnell wieder seinen gewohnten, die Ausmaße menschlicher Naturveränderungen ignorierenden, Gang.

Wie sich das Leben für die Menschen in und um Tschernobyl oder für jene, die dort mit den Aufräumarbeiten beschäftigt waren, veränderte, trat nicht ins Bewusstsein der Mehrheit der Menschen – es wurde weitestgehen verschwiegen!

Eine nukleare Katastrophe als Folge einer Naturkatastrophe
Das Besondere der nuklearen Katastrophe in Japan ist der Zusammenhang zu einer naturgegebenen, also von Menschen nicht zu beeinflussenden, Gegebenheit. Dies führt deutlich vor Augen, dass der Mensch bzw. die Menschheit nicht in der Lage ist, alle Eventualitäten in ihre Kalkulationen einzuschließen.

Es ist für den Menschen bzw. die Menschheit schlicht unmöglich, ihre selbst geschaffene Technik so zu gestalten, dass sie allen Möglichkeiten der Natur trotzen kann – der Mensch bzw. die Menschheit ist trotz aller technischen Möglichkeit Untertan der Natur – und nicht umgekehrt!

Dennoch schenkt die Natur der Menschheit bzw. jedem einzelnen Menschen das größtmögliche Geschenk – das bzw. sein eigenes Leben! Der Wert des Lebens sollte wieder anerkannt werden und das Bestreben der Menschheit sollte dem Schutz dieses Lebens dienen.

Eine nukleare Katastrophe als Anstoß eines neuen Bewusstseins
Durch eine nukleare Katastrophe wird direkt menschliches Leben zerstört und indirekt wird menschliches Leben eingeschränkt, und dies über mehrere Generationen. Man kann sich nicht vorstellen, wie groß die Veränderungen durch freigesetzte Radioaktivität für das menschliche Leben sein könnten:

  • von Veränderungen im menschlichen Gewebe bis hin zu menschlichen Leben zerstörenden Krebserkrankungen, die jedes Gesundheitssystem explodieren lassen,
  • über genetische Veränderungen, welche zu Missbildungen und vielleicht prinzipiellen Veränderungen des menschlichen Erscheinungsbildes führen,
  • zu Veränderungen in der Natur und deren Pflanzen und Lebewesen, welche vielleicht ebenfalls die Existenz des Menschen bedrohen könnten.

Gerade weil die potentiellen Folgen nuklearer Katastrophen für das menschliche Leben auf dieser Erde nicht absehbar sind und weil die Natur dem Menschen nicht Untertan sondern noch immer und für immer Grundlage des Lebens ist, sollte die Katastrophe in Japan jetzt und für immer zu einem Umdenken im Sinne des Schutzes natürlichen, auch menschlichen, Lebens genutzt werden. Es ist höchste Zeit zum Umdenken! Jetzt!

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Dr. Britta Kanacher