Sozial- und Bildungsmanagement

Frauen: Bilder der Geschichtsschreibung modern verstehen

Frauen: Bilder der Geschichtsschreibung modern verstehen
geschrieben von Dr. Britta Kanacher

Frauen: Bilder der Geschichtsschreibung können heute noch die Rolle der Frau in patriarchalen Strukturen verändern. Die Rolle der Frau in unserer abendländischen patriarchalen Gesellschaft war und ist vielfach noch immer durch die Institutionen Ehe und Familie weitgehend bestimmt.

Gegen die Ehe als Institution und gegen den Zusammenhalt in einer Familie gibt es an sich nicht viel einzuwenden. Sicherlich finden viele eine monogame Beziehung ganz angenehm und beruhigend. Ebenso freuen sich die meisten über die Gewissheit der eindeutigen Vaterschaft ihrer Kinder. Jedoch müssen sich vor allem Frauen noch immer gegen die damit verbundene Arbeitszuteilung wehren, die sich vielfach in einer Ehe oder Partnerschaft hieraus ergibt.

Frauen: Bilder der Geschichte die festschreiben
Die Menschen haben im Lauf der Geschichte ein massives Gedankengebäude erbaut. Dieses zwingt die Frau zur Hausarbeit und den Mann zur Erwerbsarbeit. Die massiven Grundmauern dieses Gedankengebäudes bilden die biologische Gegebenheiten, welche die Menschheit in gebärfähige und nichtgebärfähige Wesen unterteilt. Aus dieser Gegebenheit werden die familiären und ehelichen Vorstellungen der Arbeitsteilung "scheinbar natürlich" hergeleitet.

Die Frau gebiert die Kinder und weil sie "von Natur aus feinfühlig" ist, erscheint sie auch für die "Aufzucht" der Nachkommenschaft in besonderer Weise geeignet. Da der Mann im Zusammenhang der Versorgung von Haushalt und Kindern scheinbar unfähig ist, liegt seine Zuständigkeit im Rahmen der Familie im Bereich der Sicherung des Lebensunterhalts.

Da die Familien heute nicht mehr Erzeuger von Lebensmitteln, Kleidung usw. sind, muss die Versorgung der Familie durch Gelderwerb ermöglicht werden. Der Mann muss durch eine Tätigkeit außerhalb der Familie den Lebensunterhalt verdienen. Während die Frau auch heute noch, Teilzeit oder Vollzeit, im familiären Rahmen tätig ist, geht der Mann meist einer Tätigkeit außerhalb der Familie nach.

So existier die scheinbar "natürliche" Arbeitsteilung, die über die Jahrhunderte das Familienleben und den Lebenslauf der Frauen bestimmte, auch heute noch.

Auch wenn jetzt einige einwenden, dass dies heute doch nicht mehr so ist, dann möge man darüber nachdenken, warum vor allem die Frauen an der Doppelbelastung leiden. Noch immer wird vielfach die Haus- und Erziehungsarbeit von Frauen geleistet. Von einer Arbeitsteilung im Haushalt ist man noch weit entfernt.

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Dr. Britta Kanacher

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