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Forward-Darlehen: Günstige Zinsen für die Baufinanzierung sichern

Farina Fontaine
geschrieben von Farina Fontaine

Mit einem Forward-Darlehen können Sie noch in ein paar Jahren vom niedrigen Zinsniveau momentan profitieren. Trotz geringem Zinsaufschlag lohnt sich diese Form der Anschlussfinanzierung besonders bei älteren Baufinanzierungsverträgen. Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel!

Sie haben vor ein paar Jahren Ihre Baufinanzierung abgeschlossen und müssen einplanen, sich nach Ablauf der Zinsbindungsfrist um eine Anschlussfinanzierung zu kümmern. Dabei gibt es die Möglichkeit, vom aktuell günstigen Zinsniveau zu profitieren und schon heute eine günstige Anschlussfinanzierung zu sichern.

Mit einem Forward-Darlehen sichern Sie sich schon heute günstige Zinsen für später

Diese Form des Vorratsdarlehens heißt auch Forwarddarlehen und ist in Zeiten von niedrigen Bau- und Finanzierungszinsen sehr gefragt. Um ein Forward-Darlehen abzuschließen, können Sie mit Ihrer Bank schon Konditionen für die Zukunft vereinbaren und einen Zinssatz für die Anschlussfinanzierung festlegen. Dies ist mehrere Jahre im Voraus bereits möglich, sodass sie von günstigen Konditionen profitieren können.

Manche Kreditinstitute bieten diese Form des Darlehens sogar schon mit einer Vorlaufzeit von über fünf Jahren an. Um einen Zinssatz bei einer Bank zu reservieren, wird für den Darlehensnehmer üblicherweise ein Zinsaufschlag fällig, der in Anbetracht des aktuell niedrigen Zinsniveaus aber lohnen kann. Je nach Bank liegt der Zinsaufschlag pro reserviertem Jahr bei 0,12 % bis 0,36 %.

Minimales Risiko bei einem Forward-Darlehen zur Zeit

Das Risiko bei einem Forward-Darlehen liegt darin, dass Sie sich jetzt auf einen Zinssatz festlegen und nicht wissen wie sich der tatsächliche Zinssatz in den nächsten Jahren entwickelt. So kann es sein, dass der Zinssatz noch weiter sinkt – in Anbetracht des aktuellen Rekordtiefs des Leitzinses der Europäischen Zentralbank bei 0,05 % aber fast unmöglich.

Denken Sie also wenn in den nächsten Jahren eine Anschlussfinanzierung ansteht darüber nach, sich jetzt schon den günstigen Zinssatz zu sichern. Hypothekendarlehen mit einer Laufzeit von 15 Jahren sind aktuell mit Zinssätzen unter 2 % zu kriegen, zehn Jahre kriegen Sie für 1,5 % und fünf Jahre für 1 %.

Alte Verträge sollten Sie unbedingt beizeiten erneuern

Selbst wenn dann noch der Zinsaufschlag für das Forward-Darlehen hinzukommt, haben Sie immer noch sehr günstige Konditionen (zwischen 2 und 2,5 % bei 10-15 Jahren Laufzeit). Besonders für alte Baufinanzierungsverträge mit einem – verglichen mit heute – hohen Zinssatz, kann ein Forward-Darlehen lohnen. 4 bis 5 % waren vor einigen Jahren noch üblich, eine Zinshöhe, von der Sie sich unbedingt bei Ihrer Anschlussfinanzierung trennen sollten.

Zwei Besonderheiten müssen Sie allerdings beachten, wenn es um Ihr Forward-Darlehen geht. Falls Sie eine Laufzeit Ihrer Baufinanzierung von zehn Jahren vereinbart haben, können Sie einfach jetzt schon mit Ihrer Bank die Anschlussfinanzierung besprechen. Das neue Darlehen löst dann nach Ablauf der Zinsbindungsfrist das alte ab und ihre Finanzierung geht einfach weiter –nur günstiger.

Sichern Sie rechtzeitig Ihre Anschlussfinanzierung

Liegt Ihre Zinsbindungsfrist bei mehr als zehn Jahren, dann müssen Sie das Darlehen nach Ablauf der Frist zunächst kündigen. Für sechs Monate läuft es dann weiter und erst dann kann es durch das Forwarddarlehen abgelöst werden.

Tipp: Schließen Sie erst das Forwarddarlehen ab, bevor Sie kündigen, um Komplikationen zu vermeiden.

Bedenken Sie zudem, dass bei einem Wechsel der Bank noch die Grundschuld von der alten auf die neue Bank übertragen werden muss. Sehen Sie zu, dass die Bank diesen Übertrag macht und Sie nicht mit einem Notar eine Neueintragung vornehmen müssen. Dies ist deutlich teurer, als wenn die Banken das untereinander abwickeln.

Lesen Sie mehr zum Thema Baufinanzierung in diesem Artikel!

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