Artikel vom 23. Dezember 2011 von Fred Schübbe, veröffentlicht in Bildung & Karriere
Nur wer Präsenz zeigt, hat Erfolg
Gehören Sie auch zu denen, die glauben, dass sie ihren Job am besten dadurch sichern, dass sie nicht auffallen? Falsch, denn nur, wenn Ihre Leistungen auch gesehen werden, werden Sie Ihre Position im Unternehmen festigen. Von seinen Leistungsträgern trennt sich ein Unternehmen nur ungern. Aber dafür ist es wichtig, dass das Unternehmen die Leistungsträger auch kennt.
Viele Menschen erbringen stets gute Leistungen, vermeiden es aber, dass sie in der Menge der anderen Kollegen auffallen. Anders als beispielsweise im amerikanischen Kulturkreis ruft Erfolg bei uns vielfach eher Neid als Bewunderung hervor. Auch aus diesem Grund sind viele Leistungsträger eher zu bescheiden. Schade, denn Sie stellen damit Ihr Licht unter den sprichwörtlichen Scheffel und erhalten nicht die Anerkennung, die Sie verdienen. Diese Tipps helfen Ihnen, mit Ihrer Arbeitsleistung sichtbar zu werden.
Sie können nicht immer überall sein. Aber auch wenn Sie nicht persönlich anwesend sind, ist es wichtig, dass jemand in Ihrem Namen spricht, Ihre Interessen vertritt. So werden Ihre Ideen, Ihre Projekte und Vorhaben in einem breiteren Kreis bekannt und es entfaltet zusätzliche Wirkung, wenn nicht nur der Urheber allein positiv darüber spricht, sondern auch andere. Das muss und sollte nicht immer Ihr Vorgesetzter sein.
Versuchen Sie, besonders auch außerhalb Ihres unmittelbaren Umfeldes solche positiven und aktiven Kontakte zu knüpfen. Diese sind eine wertvolle Ressource, sei es auf der jetzigen oder bei der Suche nach einer neuen Position.
Anders als das Sprichwort es uns weismachen will, müssen Sie über Ihre "guten Taten" reden. Wenn Sie von Ihren Vorhaben überzeugt sind, sollten Sie darüber reden. Mit Ihrem Chef sowieso, aber auch mit anderen Kollegen, vorzugsweise mit Entscheidungsträgern im Unternehmen.
Finden Sie einen positiven und angemessenen Weg, Ihrem Chef und anderen zu zeigen, was Sie können. Viel zu oft ist im Unternehmen gar nicht bekannt, wer genau der Urheber einer guten Präsentation, eines Konzeptes oder einer Neuentwicklung ist. Wenn Sie aber persönlich mit diesem Thema auftreten, werden diese Taten und Tätigkeiten mit Ihrem Namen verknüpft.
Überraschen Sie ihn mit Dingen, die er nicht erwartet hat. Dies kann eine zweite Alternative zu einer Entscheidungsvorbereitung sein, eine Arbeitserleichterung, die Sie sich ausgedacht haben, etwas, was ihm das Leben einfacher macht, aber auf jeden Fall etwas, was nicht zu den ohnehin erwarteten Leistungen gehört. Dabei geht es nicht darum, mehr an Menge zu leisten, sondern die kleinen, aber feinen Dinge herauszustellen. Work smarter, not harder.
Wissen Sie eigentlich, wie viele Mails unbeantwortet bleiben? Ihre Meinung zählt. Gerade, wenn Sie aufgrund unterschiedlicher Standorte keinen persönlichen Kontakt miteinander haben, ist die Antwort auf Mails eine Art "Lebenszeichen" und zeigt dem anderen, dass Sie aktiv und einsatzbereit sind, auch, wenn Sie persönlich gerade nicht anzutreffen sind.
Dies ist insbesondere ein wichtiges Thema für Mitarbeiter, die einen großen Teil der Arbeitszeit in Form von Heimarbeitsplätzen und damit nicht im Büro verbringen.
Lernen Sie Dinge, die für Ihr Unternehmen interessant sein könnten, aber nicht unmittelbar zu Ihrem Aufgabenumfeld gehören. Beeindrucken Sie durch Zusatzqualifikationen, die man nicht unbedingt erwartet hätte. Erwähnen Sie, dass Sie etwas Neues gelernt haben, auch wenn Sie es in der Freizeit und auf eigene Kosten tun. Das muss nicht immer etwas Großes, mit einem Abschluss versehenes sein. Wichtig ist, dass Sie es nicht für sich behalten.
Zum Schluss noch etwas ganz Profanes. Die besten Kontakte knüpft man in den Pausen. Raucher können dies bestätigen. Verbringen Sie daher Ihre Mittagspause nicht am Arbeitsplatz (das ist eh ungesund), sondern gehen Sie mit immer wieder anderen Kollegen essen. Sprechen Sie dabei über Privates, aber auch über Ihre aktuellen beruflichen Themen. Erweitern Sie so Ihr Netzwerk und Ihre Sichtbarkeit im Unternehmen.
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