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Mein Kind will nicht mehr in den Kindergarten: Was mache ich?

Lesezeit: 2 Minuten Ihr Kind hat sich so auf den Kindergarten gefreut und plötzlich will es nicht mehr hin. Gründe dafür gibt es viele, aber oftmals finden Sie nicht gleich heraus, woran es gerade bei Ihrem Kind liegt. Hier erfahren Sie, welche Ursachen es gibt und wie Sie Ihrem Kind helfen können.

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Mein Kind will nicht mehr in den Kindergarten: Was mache ich?

Mein Kind will nicht mehr in den Kindergarten: Was mache ich?

Lesezeit: 2 Minuten

Die ersten Tage im Kindergarten sind noch spannend. Viele neue Eindrücke stürmen auf das Kind ein, es lernt seine Erzieherinnen kennen und begegnet zahlreichen neuen Spielkameraden. Aber kaum ist der Reiz des Neuen verflogen, kommt es zu Unmut. Das Kind will nicht mehr in den Kindergarten. Die Eltern sind ratlos. Wie kann das Kind wieder motiviert werden? 

Darum will das Kind nicht mehr in den Kindergarten

Die Ursachen für den Unwillen Ihres Kindes können sehr vielfältig sein. Vielleicht hatte das Kind zu hohe Erwartungen oder wird von anderen geärgert. Am häufigsten liegt eine der folgenden Anlässe zu Grunde:

  • Das Kind fühlt sich abgeschoben. Die Eltern haben nun nicht mehr so viel Zeit, weil sie wieder berufstätig sind. Oder ein jüngeres Geschwisterkind darf noch zu Hause bleiben und das große Kind findet das gemein.
  • Das Kind hatte zu hohe Erwartungen an den Kindergarten. Vielleicht wurde ihm von Eltern oder Großeltern vorgeschwärmt, wie toll es mit den vielen anderen Kindern ist und dass es nun zu den Großen gehört. Das Kind ist nun enttäuscht, weil es sich in der Gruppe nicht wohl fühlt. Vor allem Einzelkinder haben es anfangs schwer, sich einzugliedern.
  • Das Kind ist traurig, weil es von anderen Kindern geärgert, ausgelacht oder nicht in Spielgruppen einbezogen wurde.
  • Das Kind hat Dinge erlebt oder getan, die ihm peinlich sind oder es wurde ausgeschimpft und es traut sich nicht, darüber zu sprechen.

Wie findet man die Ursachen heraus?

Ständiges Nachbohren bringt überhaupt nichts. Suchen Sie dennoch das Gespräch mit Ihrem Kind. Berichten Sie von Ihrem Alltag, vielleicht redet das Kind dann eher über seine Erlebnisse. Nehmen Sie die Probleme ernst und tun sie die Sorgen nicht mit banalen Sprüchen wie „Das klärt sich schon wieder!“ oder „Da musst du durch!“ ab.

Unterhalten Sie sich auch mit den Erziehern, aber möglichst so, dass das Kind davon nichts mitbekommt. Vermitteln Sie dem Kind, dass Sie hinter ihm stehen und es mit allen Sorgen und Nöten zu Ihnen kommen kann.

Wie kann ich meinem Kind helfen, gern in den Kindergarten zu gehen?

Wenn Sie eine konkrete Ursache herausgefunden haben, kann diese meist durch ein klärendes Gespräch mit dem Kindergartenpersonal beseitigt werden. Die Erzieher spielen eine große Rolle bei der Lenkung der sozialen Beziehungen innerhalb der Kindergartengruppen. Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Kind mit dem zuständigen Erzieher überhaupt nicht klar kommt, dann bitten Sie um Eingliederung in eine andere Gruppe.

Machen Sie morgens beim Abgeben nicht zu viel Aufsehen beim Abschied. Auch wennes Ihnen selbst schwerfällt, sollten Sie sich ihren Abschieds schmerznicht anmerken lassen. Vielleicht sollten Sie Ihr Kind morgens sehr zeitig in den Kindergarten bringen, dann haben sich noch keine Spielgruppen gebildet und das Kind hat eher die Chance, mit einbezogen zu werden. An manchen Tagen ist es vielleicht besser, wenn ein Kuscheltier als Tröster mit in den Kindergarten gehen darf.

Bildnachweis: Robert Kneschke / stock.adobe.com

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