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In einer Mutter-Kind-Kur neue Kräfte tanken

Eltern haben kaum Zeit, an sich selber zu denken. Wenn Sie krank sind oder seelische Nöte verspüren, hilft eine Mutter-Kind-Kur. In dieser Auszeit vom Alltag lernen Mütter oder Väter mehr auf ihre Gesundheit zu achten. Lesen Sie in dieser Artikelserie alle wichtigen Informationen zur Mutter-Kind-Kur.

In einer Mutter-Kind-Kur neue Kräfte tanken

In einer Mutter-Kind-Kur neue Kräfte tanken

Warum brauchen Eltern eine Kur

Von Müttern und Vätern wird viel verlangt. Sie kümmern sich nicht nur um die Familie, auch der Job oder das Umfeld verlangen Höchstleistungen. Eltern wachsen in vielen Situationen über sich hinaus, ohne wirklich Anerkennung für diese Überbelastung zu erhalten. Im Gegenteil, die Nachbarschaft ist von den nächtlichen Schreianfällen des Babys genervt und bemerkt gar nicht, dass die übermüdete Mutter jede Nacht stundenlang mit dem Schreikind auf dem Arm durch die Wohnung läuft.

Eltern stehen oft unter Dauerstress, der nachweislich die Gesundheit gefährdet. Viele Mütter leiden zum Beispiel unter Schlafstörungen, Verspannungen, Kopfschmerzen, Magenproblemen, Herzrasen oder Angstzuständen. Geht es Ihnen auch so? Dann ist es höchste Zeit, etwas zu unternehmen, bevor Sie zusammenbrechen. Eine Mutter-Kind-Kur hilft Eltern, sich zu regenerieren und neue Energien zu tanken.

Was ist eine Mutter-Kind-Kur

Eine Mutter-Kind-Kur ist eine medizinische Maßnahme für ein Elternteil mit Kind oder Kindern. Bei dem stationären Aufenthalt von 21 Tagen behandeln Fachärzte vorhandene Krankheiten und verordnen vorbeugende Therapien. Sie können eine Kur beantragen, wenn entweder Sie oder Ihr Kind oder auch sie beide medizinische Betreuung brauchen. Wenn nach Ansicht der Klinikärzte die medizinische Notwendigkeit besteht, beantragen sie eine Verlängerung der Kur. Die Mutter-Kind-Kur steht auch Vätern zu.

Was passiert in einer Mutter-Kind-Kur

Der Kuraufenthalt startet mit einem Gesundheitscheck. Im Gespräch mit dem Klinikarzt wird die Therapie festgelegt. Es gibt aber nicht nur medizinische Anwendungen. Zur Therapie können Gymnastik, Massage und Fangopackungen oder Gespräche mit psychologischem Hintergrund gehören. Das ist nur ein kleiner Einblick in das vielseitige Angebot. Für viele Mütter ist es ein Segen, dass sie sich nicht um den Haushalt und das Essen kümmern müssen. Und während die Kinder in dem Kindergarten gut versorgt sind, können Sie in Ruhe ein Buch lesen, lange Spaziergänge unternehmen oder mit anderen Müttern klönen.

Wer übernimmt die Kosten für eine Mutter-Kind-Kur

Sie beantragen die Kur bei Ihrer Krankenkasse. Diese verlangt ein ärztliches Attest von dem behandelnden Arzt der erkrankten Person. Begleiten Sie Ihr krankes Kind, brauchen Sie kein Attest. Sind Sie erkrankt und bringen Ihre gesunden Kinder mit zur Kur, brauchen diese ein Attest vom Kinderarzt. Er bescheinigt, dass das Kind oder die Kinder eine Trennung von der Mutter nicht verkraften würden.

Die Mutter-Kind-Kur ist nicht nur als Rehabilitationsmaßnahme sondern vor allem als Vorsorgemaßnahme gedacht. Oft führt eine durch Stress und Überlastung strapazierte Gesundheit in absehbarer Zeit zu einer schwerwiegenden Erkrankung. Der Kuraufenthalt stärkt die Gesundheit und verhindert eine Verschlimmerung bestehender Symptome.

Zuzahlungen zur Mutter-Kind-Kur

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Mutter-Kind-Kur. Die gesetzlich geregelte Zuzahlung beträgt 10 Euro pro Kalendertag. Für Kinder brauchen Sie kein Geld zuzahlen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, ob sie die Fahrtkosten übernimmt und wann Sie von Zuzahlungen befreit sind. Das ist in der Regel der Fall, wenn die Zuzahlungen ein oder zwei Prozent Ihres Jahreseinkommens übersteigen.

Im nächsten Artikel lesen Sie, wie Sie eine Mutter-Kind-Kur beantragen.

Bildnachweis: Dmitry Sunagatov / stock.adobe.com

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