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Im Winter schon ans Frühjahr denken: Was Kfz-Halter vorbereiten können

Lesezeit: 3 Minuten Wer im Winter schon ans Frühjahr denkt und dabei sein Auto im Kopf hat, kann bares Geld sparen. Denn im Winter sind so manche Artikel, die das Fahrzeug im Sommer braucht, um einiges günstiger. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf den Sicherheitsaspekt gelegt werden, da die Sommermonate statistisch betrachtet die unfallträchtigsten sind.

3 min Lesezeit
Im Winter schon ans Frühjahr denken: Was Kfz-Halter vorbereiten können

Im Winter schon ans Frühjahr denken: Was Kfz-Halter vorbereiten können

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Ein PKW muss zu jeder Jahreszeit und zu jeder Tageszeit sicher sein, damit das Risiko eines Unfalls so niedrig wie möglich ist. Die Sicherheit im Straßenverkehr hängt, Sommers wie Winters, nicht alleine von der Ausstattung des Fahrzeugs ab. Der Fahrzeugführer ist in erster Linie für die eigene und für die Sicherheit der Mitfahrer verantwortlich. Außerdem stellt ein unsicherer Fahrer und ein nicht ordentlich gewartetes Auto eine bedrohliche Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar.

Was Autofahrer tun können, um ihr Fahrzeug und sich selbst möglichst gut auf den sommerlichen und winterlichen Straßenverkehr vorzubereiten, ist Thema dieses Beitrags.

Wintercheck und Frühjahrscheck: Termine in der Werkstatt machen

So mancher Fahrzeughalter ist es gewöhnt, spätestens im Oktober/November eines Jahres einen Termin in der Kfz-Werkstatt zu vereinbaren. Dort wird das Auto winterfest gemacht:

  • Reifenwechseln
  • Lackpflege;
  • Batteriecheck
  • Ölwechsel
  • Lichtmaschine und Beleuchtung prüfen lassen
  • Radaufhängung und Bremsen checken

Sommerreifen, Profiltiefe und Tipps für die Anschaffung

Beim Reifenwechseln sind die Sommerreifen ordnungsgemäß einzulagern. Das geschieht entweder direkt in der Werkstatt oder in einem frostfreien Raum zu Hause. Das kann die Garage oder der Keller sein. Gleichzeitig lohnt es sich, jetzt einen Blick auf die Profile der gebrauchten Sommerreifen zu werfen.

Im neuen Zustand haben sie in etwa eine Profiltiefe von 8 mm. Werden sie stark beansprucht, verringert sich die Tiefe stark. Ein Blick in § 36 Straßenverkehrsordnung verrät: Spätestens, wenn die Reifen nur noch eine Profiltiefe von 1,6 mm aufweisen, sind neue Reifen fällig. Ein Satz neuer Sommerreifen kostet einige Hundert Euro, bei manchen Modellen müssen Verbraucher gar über tausend Euro hinblättern. Reifen sind eine der besonders kostenintensiven Positionen, die Kfz-Halter regelmäßig bezahlen müssen.

Um Geld zu sparen, können Verbraucher bereits im Winter online nach geeigneten Sommerreifen suchen. Dann liegen die Sommerreifen zum anstehenden Frühjahrscheck bereit und können direkt aufgezogen werden. Abgesehen vom Aufziehen der Sommerreifen sollten folgende Punkte auf der To-Do Liste für den Kfz Frühjahrscheck abgehakt werden:

  • Winterreifen ordentlich einlagern, Sommerreifen aufziehen
  • Bremsen und Bremsscheiben von Salz und Schmutz befreien (Unterbodenwäsche in einer Waschanlage)
  • Gummidichtungen und Türschwellen manuell reinigen und gängig machen
  • Fugen von Motorhaube, Türen und Heckklappe säubern
  • Windschutzscheibe auf Schäden prüfen und gegebenenfalls reparieren lassen
  • Macken im Lack mit einem Lackstift ausbessern
  • Motoröl, Kühlflüssigkeit und Scheibenreiniger prüfen und nachfüllen

Sichere Verhaltensweisen im Straßenverkehr abtrainieren: Fahrsicherheitstraining besuchen

Wer seit Jahren unfallfrei auf den Straßen unterwegs ist, beurteilt sich selbst als umsichtigen und vorausschauenden Verkehrsteilnehmer. Doch die subjektive Wahrnehmung ist trügerisch. Wer zum Beispiel beruflich auf seinen Führerschein angewiesen ist, für den spielt Sicherheit im Auto eine besondere Rolle, wie der Artikel „Verkauf im Außendienst: Im Auto sicher unterwegs“ darlegt. Umso wichtiger ist es für solche Berufsgruppen, sicher und routiniert mit ihrem Fahrzeug umzugehen.

Im Fahrsicherheitstraining lernen Teilnehmer den Umgang mit ihrem eigenen Fahrzeug von der Pike auf. Er spielt eine große Rolle, ob ein Fahrsicherheitstraining im Winter oder im Sommer durchgeführt wird, denn ein Auto reagiert auch aufgrund der unterschiedlichen Bereifung sehr individuell. Wer schon einmal mit Sommerreifen auf einer schneeglatten Straße unterwegs war, weiß um das Problem. Nicht umsonst besteht seit einiger Zeit die Winterreifenpflicht.

Wichtig ist, dass zum Zeitpunkt des Fahrsicherheitstrainings das Fahrzeug mit den entsprechenden Reifen ausgestattet ist. Es versteht sich wohl von selbst, dass das Fahrzeug neben der korrekten Bereifung grundsätzlich verkehrstüchtig sein muss. Doch wer alle Checks an seinem PKW regelmäßig durchführt und sein Fahrzeug fürs Frühjahr und den Winter fit macht, dürfte bedenkenlos teilnehmen. Der Markt liefert verschiedene Kursangebot, doch im Prinzip gleichen sich die Trainings strukturell.

  • Ein Basistraining vermittelt spezielle Fahrtechniken, um sich in gefährlichen Situationen richtig verhalten zu können. Dabei geht es ums Bremsen, Kurvenfahren, unterschiedliche Fahrbahnoberflächen und diverse Grenzsituationen des Pkws.
  • Ein Intensivtraining geht mehr in die Tiefe. Theoretische Grundlagen zur Fahrphysik ergänzen ein praktisches Training und Trainer Schulen die Teilnehmer in Abhängigkeit von der Jahreszeit zum Thema Fahren auf glatten fahrbaren und fahren auf griffigen Fahrbahnen.
  • Besondere Fahrtrainings für junge Fahrer oder für Senioren nehmen Rücksicht auf die speziellen Belange dieser Teilnehmergruppen
  • Auch spezielle Fahrtrainings für Wohnmobilfahrer und für PKW-Gespanne (PKW + Anhänger) sind im Angebot.

Fazit: Genauso wichtig, wie den PKW mit den richtigen Reifen auszustatten und die Technik checken zu lassen ist es, sich selbst als Autofahrer fit für den Straßenverkehr zu halten. Ein Fahrsicherheitstraining im Winter und im Sommer sind hilfreiche Maßnahmen, um das Verhalten im Straßenverkehr und den Umgang mit dem Pkw so auszurichten, dass das Risiko für einen Unfall gering gehalten wird.

Bildnachweis: Africa Studio / stock.adobe.com

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