Familie Praxistipps

Die größten Irrtümer: Mein hochbegabtes Kind wird in der Schule keine Probleme haben

Lesezeit: 2 Minuten Man denkt, hochbegabte Kinder können alles ein bisschen eher, ein bisschen schneller und auch ein bisschen besser – doch das ist nicht immer so. Besonders bei einem hochbegabten Kind muss auf den optimalen Einstieg in die Schule geachtet werden, sonst langweilt es sich und der Erfolg bleibt aus. Lesen Sie hier, wie sich eine Hochbegabung erkennen lässt und wie Sie richtig damit umgehen.

2 min Lesezeit
Die größten Irrtümer: Mein hochbegabtes Kind wird in der Schule keine Probleme haben

Autor:

Die größten Irrtümer: Mein hochbegabtes Kind wird in der Schule keine Probleme haben

Lesezeit: 2 Minuten

Zwischen einer Hochbegabung und guten Schulnoten besteht meist nur ein geringer Zusammenhang. Dass ein Kind auf Hochbegabung getestet wird, bedeutet nicht automatisch, dass es später in der Schule auch keine Probleme haben wird.

Was bedeutet „hochbegabt“?

Hochbegabt – das bedeutet, dass ein Kind seinem Alter geistig und sozial um ungefähr drei Jahre voraus ist, sich emotional jedoch seines Alters völlig entsprechend verhält. Diese Lücke wird erst dann geschlossen, wenn das Kind erwachsen ist, doch die anderen bereits weiter entwickelten Fähigkeiten müssen wenn möglich von Beginn an speziell gefördert werden.

Hochbegabung ist nie einseitig, wie beispielsweise eine mathematische, künstlerische oder sportliche Fähigkeit. Sie setzt auch nicht einfach irgendwann ein, sondern ist von Geburt an da. Ein hochbegabtes Kind verfügt über ein hohes abstrakt logisches Denken in allen Bereichen, auch seine Denkgeschwindigkeit ist schneller als gewöhnlich. Wird eine Hochbegabung nicht gefördert, dann können diese Fähigkeiten ins Gegenteil umkehren, verschwinden kann eine Hochbegabung im Normalfall allerdings nicht.

Wie stellt man eine Hochbegabung fest?

Häufig werden sehr fleißige und leistungsstarke Kinder mit hochbegabten Kindern verwechselt. Die Mehrheit hochbegabter Kindern liegt bei den Schulnoten meist eher im Mittelfeld, denn dort kommen sie mit einem sehr geringen Arbeitsaufwand hin, es geht ihnen nicht darum, alle möglichen Übungsarbeiten fehlerfrei zu absolvieren. Woran erkennt man nun, wenn nicht an überdurchschnittlich guten Noten, ob ein Kind hochbegabt ist oder nicht?

Überdurchschnittlich intelligente Kinder verhalten sich meist anders als normal intelligente Gleichaltrige. Sie können häufig sehr früh laufen und außergewöhnlich gut und komplex sprechen. Häufig versuchen hochbegabte Kinder außerdem, viele Dinge gleichzeitig auszuführen, haben aber Schwierigkeiten, wenn sie sich auf eine entscheidende Sache konzentrieren sollen, schnell wird dieses Verhalten auch zunächst mit ADHS verwechselt.

Freundschaften schließen hochbegabte Kinder meist mit älteren, normal begabten Kindern, in einer Gruppe von Gleichaltrigen kann es passieren, dass sich das Kind isoliert.

Alle diese oben genannten Punkte können zutreffen, müssen aber nicht unbedingt auf eine Hochbegabung hinweisen. Wenn Sie bei Ihrem Kind mehrere Eigenschaften feststellen und unsicher sind, dann hilft zur Absicherung ein IQ-Test. Generell gilt hierbei, je früher eine außergewöhnliche Begabung festgestellt wird, desto besser, vor dem Alter von viereinhalb Jahre ist ein Test jedoch nicht aussagekräftig.

Liegt der gemessene Intelligenzquotient bei Ihrem Kind bei mehr als 120 Punkten, dann spricht man von einer Hochbegabung. Lassen Sie diese Tests jedoch immer von einem Fachmann durchführen. Wird bei Ihrem Kind eine Hochbegabung festgestellt, dann können Sie beispielsweise bei einem Psychologen in Ihrer Nähe Hilfe und Ratschläge zur Förderung einholen.

Bildnachweis: photophonie / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: