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Die Artischocke, das unbekannte Gemüse: Gesund & schmackhaft (Teil 1)

Lesezeit: 2 Minuten Sie gehört inzwischen zum regelmäßigen Gemüse-Angebot auf den deutschen Wochenmärkten und in den Auslagen der Gemüsehändler. Selbst in so manchen Supermarkt hat die Artischocke inzwischen Einzug gehalten. Grund genug, sich einmal genauer mit dieser essbaren Knospe zu beschäftigen, die zu den schmackhaftesten und gesündesten Gemüsesorten zählt.

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Die Artischocke, das unbekannte Gemüse: Gesund & schmackhaft (Teil 1)

Die Artischocke, das unbekannte Gemüse: Gesund & schmackhaft (Teil 1)

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Die Artischocke, faszinierende Verwandte der Distel

Die Artischocke (lateinisch Cynara scolymus) gehört zur Familie der Korbblütler und ist mit den Disteln verwandt. Sie ist eine bis zu zwei Meter hohe Staude mit großen und gefiederten Blättern. Die Knospen, die drei bis vier Jahre lang geerntet werden können, sitzen auf dicken Stängeln und haben, je nach Sorte, eine runde oder längliche Form. Ihre Farbe variiert von hellgrün bis violett. Früher hatten viele Sorten noch Stacheln, die aber mittlerweile durch Züchtung so gut wie verschwunden sind.

Seit der Antike wird die Artischocke geschätzt

Die Artischocke genoss bereits in der Antike ein hohes Ansehen. Vermutlich stammt die Kulturpflanze, deren Wildform unbekannt ist, aus dem Vorderen Orient. Um 500 v. Chr. jedenfalls wurde sie in Ägypten angebaut und im Alten Rom als Delikatesse geschätzt. Später haben sie dann die Araber im Mittelmeerraum verbreitet.

In weiter nördlichere Gefilde gelangte die Artischocke allerdings erst später. Frankreich und England erreichte sie im 15. Jahrhundert, Deutschland erreichte sie Mitte des 16. Jahrhunderts. Zwei Jahrhunderte später brachten sie französische und italienische Siedler nach Nordamerika, wo sie heute vor allem in Kalifornien angepflanzt wird.

Die Artischocke als Zeichen von Wohlstand und Reichtum

Im Europa des 18. Jahrhunderts galt die Artischocke an den Herrscherhöfen als Köstlichkeit. Beim französischen Adel beispielsweise war das Gemüse als Zeichen von Reichtum und „savoir vivre“ gern gesehen und wurde insbesondere bei Feierlichkeiten stolz den Gästen serviert. Heute wird die Artischocke vor allem in Italien, Frankreich, Spanien, Israel, Algerien, Marokko, Griechenland, in der Türkei und in den USA kultiviert. Die Pflanze gedeiht nur in einem milden Klima und benötigt Wärme – in geeigneten Gegenden ist auch der Anbau in Deutschland möglich.

Wie gesund sind Artischocken?

Die Artischocke galt schon im antiken Rom als sehr gesund und bekömmlich. Bereits damals kannte man den verdauungsfördernden Effekt. Sie regt den Appetit an, wirkt blutreinigend, entgiftend und harntreibend. Außerdem enthält sie einen hohen Anteil an Cynarin, einer (erst 1954 entdeckten) Substanz, welche die Galle und die Leber unterstützt und den Cholesterinspiegel senkt. Da verwundert es nicht, dass die Artischocke 2003 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt wurde.

Obendrein ist die Artischocke reich an Kalium und Magnesium und enthält viel Folsäure und Vitamin C sowie Kupfer, Eisen, Phosphor, Nikotinsäure, Vitamin B6, Zink, Pantothensäure und Kalzium.

Bildnachweis: M.studio / stock.adobe.com

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