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Die Artischocke, das unbekannte Gemüse: Einkaufstipps (Teil 3)

Lesezeit: 2 Minuten Auch wenn sie robust und unverwüstlich aussieht- die Artischocke ist ein sensibles Gemüse, das nicht lange gelagert werden kann. Sonst quittiert sie dies im besten Fall mit Aromaverlust, im schlechtesten mit holzig-bitterem Geschmack.

2 min Lesezeit

Die Artischocke, das unbekannte Gemüse: Einkaufstipps (Teil 3)

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Wie schmeckt eine frische Artischocke?
Artischocken haben einen feinen, ausgeprägten Geschmack, der von süßlich bis zartbitter-nussig reichen kann. Das hat ihr auch den Namen "Königin der Gemüse" eingebracht, obwohl ihr tatsächlich essbarer Anteil bei den großen Sorten höchstens 1/3 beträgt. Vielleicht hat aber auch der Glaube an ihre erotisierende Wirkung zur Begehrtheit beigetragen. So wurden in früheren Zeiten gar die Töchter an den Adelshöfen Europas nachdrücklich vor den Folgewirkungen des Artischockengenusses gewarnt.

Wann haben Artischocken Saison?
Die Artischocke wird in der Regel zweijährig angebaut. Da die Erntezeiten je nach Land und Sorte unterschiedlich sind, werden die Knospen bei uns fast das ganze Jahr über angeboten. Am besten (und am günstigsten) sind Artischocken jedoch im späten Frühjahr und im Spätherbst.  

Wann sind Artischocken frisch?
Artischocken können frisch nicht gelagert werden und verlieren nach der Ernte schnell an Qualität, da sie austrocknen und dann einen strohigen, strengen Geschmack bekommen. Beim Einkauf lohnt sich daher ein genauer prüfender Frischeblick. Die Größe ist übrigens kein Qualitätsmerkmal, sondern sortenabhängig.

  • Die Farbe sollte leuchtend grün oder violett sein.
  • Die Blätter sollten keine braunen Flecken oder vertrocknete Ränder haben.
  • Die Knospe sollte fest und schwer sein und eng anliegende Blätter haben (bei den länglicheren violetten Sorten dürfen die Blätter aber ein wenig abstehen).
  • Fasst man die Knospe an und bewegt die Blätter etwas, sollten diese knirschen und auf keinen Fall ab- oder herausbrechen – dann ist die Artischocke alt und trocken.
  • Es sollten viele Knospenblätter vorhanden sein – hat die Artischocke auffallend wenige, wurde sie zu spät geerntet, die Blüte im Innern ist zu weit ausgebildet, enthält viel ungenießbares Heu, der Boden ist hart und strohig.
  • Der Stiel sollte fest und nicht biegsam sein.
  • Die Schnittstelle am Stiel sollte nicht bräunlich und noch nicht allzu eingetrocknet und rissig sein. Ein langer Stiel ist übrigens von Vorteil, da er die Knospe länger frisch hält.

Wie lange lassen sich Artischocken aufbewahren?
Sie sollten Artischocken möglichst bald nach dem Kauf zubereiten. Ein paar Tage lassen sie sich aber durchaus im Kühlschrank im Gemüsefach lagern, am besten in ein leicht feuchtes Tuch gewickelt. Aber nicht vorher waschen! Gekochte oder gebratene Artischocken sollten Sie dagegen nur 1-2 Tage aufbewahren, da sich sonst schädliche Stoffe bilden. Kleine Artischocken oder Artischockenböden lassen sich auch einwecken oder einfrieren. Letzteres ist aber immer mit einem deutlichen Verlust von Aroma verbunden.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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