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Das Selbstinstruktionstraining in der Lerntherapie

Lesezeit: 2 Minuten Viele Schüler haben Probleme damit, sich auf die Hausaufgaben zu konzentrieren. Besonders wenn ein Kind eine Aufmerksamkeitsschwäche hat, braucht es zusätzliche Hilfen, um sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Das Selbstinstruktionstraining bietet dem Kind Hilfe bei der Selbstorganisation. Es wird in vielen ADS-Trainings eingesetzt.

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Das Selbstinstruktionstraining in der Lerntherapie

Das Selbstinstruktionstraining in der Lerntherapie

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Das Selbstinstruktionstraining – wichtig für das unkonzentrierte Kind

Ein Selbstinstruktionstraining kann Kindern mit ADS oder ADHS helfen, sich besser auf die Aufgaben zu konzentrieren. Es bietet Unterstützung für Kinder, die sich schnell ablenken lassen, die immer wieder aufspringen anstatt an ihren Hausaufgaben zu sitzen und die sich wegträumen. Es ist so konzipiert, dass das begleitende Sprechen eingeübt wird. Dies führt über den Weg der Internalisierung zum inneren Sprechen. Ist ein Kind dazu in der Lage seine Arbeitsschritte mit innerem Sprechen zu begleiten, ist es auf das, was es gerade tut, konzentriert und die Ablenkbarkeit nimmt ab.

Der Aufbau des Selbstinstruktionstrainings – das begleitende Sprechen

Ein Selbstinstruktionstraining hilft Kindern, sich selbst zu instruieren. Das bedeutet, es hilft ihnen, ihre Gedanken und Handlungen zu steuern. Der Anfang eines Selbstinstruktionstrainings wird mit einfachen Aufgaben durchgeführt. Das Nachzeichnen von einfachen Mustern oder das Einkreisen von Mengen soll mit lautem Sprechen begleitet werden. So sagt ein Kind beispielweise wenn, es ein Muster auf einem karierten Blatt nachzeichnet: „Ich gehe jetzt mit dem Bleistift fünf Kästchen nach oben, dann zwei Kästchen nach links, dann drei Kästchen nach unten“ und so weiter. Dies hört sich vielleicht erst einmal wenig reizvoll an und es birgt für viele aufmerksamkeitsschwache Kinder auch schon erhebliche Schwierigkeiten. Aber es ist sehr wirkungsvoll, weil es das Kind dazu bringt, gedanklich bei dem zu sein, was es gerade macht. Und das fällt den Kindern, die unter einer Aufmerksamkeitsstörung leiden schwer.

Vom laut Sprechen zum inneren Sprechen

Mit zunehmender Dauer des Selbstinstruktionstraining lernen die Kinder nicht mehr ihre Aufgaben mit lautem Sprechen zu begleiten sondern mit innerem Sprechen. Das bedeutet, dass sie ihre Handlungen weiterhin mit den dazu gehörenden Gedanken begleiten, aber eben nicht mehr laut. Der Prozess vom laut Mitsprechen zum inneren Sprechen passiert fast immer automatisch während des Selbstinstruktionstrainings. Durch die stete Wiederholung der Aufgabenstellung, durch das Anwenden der Technik des Laut-Mitsprechens auf verschiedene Aufgaben, kommt es zur Verinnerlichung – des Mitdenkens.

Das innere Sprechen bewirkt das Bei-der-Sache-bleiben

Weil das Mitsprechen kaum Raum lässt für andere Gedanken und Impulse während der Aufgabenbearbeitung, hilft es den Kindern, bei der Sache zu bleiben. Kinder, die auch während des Erlernens der Selbstinstruktion weiterhin sehr impulsiv sind, werden zusätzlich mit Übungen zur Reaktionsverzögerung oder Impulsunterdrückung unterstützt. Dies kann von der Reduzierung äußerlicher Verstärker bei impulsivem Verhalten geschehen oder auch durch computergestützte Programme. Auch hier werden gesammelte Punkte abgezogen, wenn eine falsche Antwort erfolgt. Kinder lernen so, ihre schnellen, unüberlegten Impulse zu Gunsten einer überlegten Handlungsweise zurückzustellen.

Fazit:

Das Selbstinstruktionstraining hilft Kindern, die unter Konzentrationsproblemen leiden und ablenkbar oder impulsiv sind sich selbst besser zu steuern. Anhand von einfachen Übungen wird das Innere Sprechen trainiert. Das gedankliche Mitgehen, mit dem was man tut, hilft die eigene Ablenkbarkeit abzubauen und unpassende Impulse zurück zu stellen.

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Bildnachweis: New Africa / stock.adobe.com

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