Geldanlage

Wann lohnt sich ein Bausparvertrag?

Wann lohnt sich ein Bausparvertrag?
geschrieben von Burkhard Strack

Ein Bausparvertrag kann man als Kombination aus einem Sparplan und einem Immobiliendarlehen ansehen. Anfangs legt man eine Bausumme fest, davon müssen 40 bis 50 % angespart werden, der Rest der Summe wird als zinsgünstiges Darlehen vergeben. Aber für wen lohnt sich der Bausparvertrag?

Was ist ein Bausparvertrag?

Betrachtet man sich die Verträge und die Darlehenszinsen, so kann man den Boom verstehen. Eine bekannte Bausparkasse wirbt mit 1,35 % pro Jahr Darlehenszinsen, die sich der Kunde auf zehn und mehr Jahre festgelegen kann. Das Bausparen ist mit einem Kollektivgedanken zu vergleichen. Sämtliche Bausparer zahlen in einen Topf, über den dann die Ein- und Auszahlungen abgewickelt werden. Das ist mit der Grund, warum die Zinsen lange Zeit garantiert werden können. Mit einem Bausparvertrag kann man den Bau oder den Kauf einer Immobilie finanzieren.

Wann lohnt ein Bausparvertrag

Dabei gibt es zwei Verträge, die zusammen kombiniert werden, sodass ein Sparplan und ein Immobiliendarlehen entstehen. Bei der Sparkasse sind die Zinsen meistens geringer als marktüblich, deswegen ist aber das anschließende Darlehen günstiger. Der Vorgang ist immer gleich. Als erstes wird die Bausparsumme festgelegt. Das ist die Höhe des Betrages, den der Sparer in seine Immobilie einbringen will. Wer sich für den Bau oder den Kauf einer Immobilie entscheidet, dann stellt der Vertrag meist nur einen Teil der gesamten Finanzierung dar.

Einer Bausparkasse zufolge, lag die Bausparsumme 2014 ungefähr bei 40.000 Euro. Der Kunde muss diesen Teil ansparen, in aller Regel 40 bis 50 %. Nach einer vorher festgelegten Zeit, eventuell nach 10 Jahren ist der Vertrag zuteilungsreif, was bedeutet dass der Sparer das angesparte Geld für seine Baufinanzierung in Anspruch nehmen kann.

Auf die Ansparzeit achten

Der Vorteil dabei ist, dass sich der Kunde die derzeit niedrigen Zinsen auf viele Jahre sichern kann. Aber die niedrigen Darlehenszinsen gibt es nur, wenn lange in den Vertrag einbezahlt wurde. Ein Fallbeispiel zeigt: Es wird das "Komfortbausparen" mit zwei möglichen Darlehenszinsen angeboten – 3,25 % und 2,25 % pro Jahr. Wer sich für den günstigen Zins entscheidet, der muss mehr ansparen, so um die 60 %. Eine Rechnung zeigt, dass sich bausparen nur dann lohnt, wenn das Darlehen auch wirklich in Anspruch genommen wird.

Risiken

Es gibt auch Risiken beim Bausparvertrag. Dabei beachten viele Bausparer nicht, dass die Bausparkasse den wirklichen Zuteilungspunkt des Darlehens nicht garantieren darf. Der Grund liegt im Bausparkollektiv. Wenn es nicht genug Einzahler in den Topf gibt, dann können auch nicht alle Darlehnsnehmer mit Krediten bedient werden.

Wer sich den passenden Bausparvertrag aussuchen möchte, der sollte sich die Portale mit den Angeboten ansehen und sich mit den genauen Bedingungen vertraut machen.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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