So gelangen Sie in 5 Schritten zum richtigen Bausparplan

Bausparen - in 5 Schritten zum richtigen Bausparplan

Die Idee des Bausparens ist, sich über einen längeren Zeitraum das Recht auf niedrige Zinsen für einen Immobilienkredit anzusparen. Das funktioniert so: Man zahlt über viele Jahre einen gewissen, festgesetzten Betrag pro Jahr ein. Wenn die Hälfte des Wunschbetrages erreicht ist, kann die andere Hälfte als Kredit zu niedrigen Zinsen ausgezahlt werden.

Erleichtert wird das Bausparen durch vermögenswirksame Leistungen, welche durch den Arbeitgeber gezahlt werden. Dazu kommen staatliche Zuschüsse und schließlich eine feste Verzinsung, die sich während der gesamten Laufzeit nicht ändert.

Vor- und Nachteile des Bausparens

Bausparen ist eine ehemals sehr verbreitete Anlageform gewesen. In Zeiten hoher Zinsen und durch feste Arbeitsverträge gesicherten Einkommen war ein langfristiges Planen problemlos möglich. Mittlerweile haben sich die Verhältnisse aber umgekehrt: Minizinsen, Zeitverträge und eine große Vielfalt an Kreditangeboten geben dem Immobilienkauf eine ganz eigene Dynamik. Der Kauf ist zwar erleichtert – der Abtrag der Immobilie aber längst nicht mehr so gesichert, wie es einmal war. Ein Kreditvertrag, der auf einen Bausparvertrag basiert, kann hier eine zusätzliche Sicherheit bieten.

Wie geht man nun am besten vor?

Bausparen ist eine Anlageform, bei der früh viele Prioritäten festgelegt werden, welche sich später nur sehr schwer oder überhaupt nicht anpassen lassen. Man verpflichtet sich über einen definierten Zeitraum zur Ansparung einer definierten Summe in definierten Monatsraten. Darüber muss man sich vor Vertragsabschluss im Klaren sein. Diese Schritte verhelfen Ihnen zum richtigen Bausparplan:

1. Informieren.

Es gibt zahlreiche Angebote und Fördermöglichkeiten für Bausparverträge. Neben dem Gang zum Bankberater ist auch ein Gespräch mit dem Arbeitgeber angezeigt, um die möglichen Fördermittel dort in Anspruch nehmen zu können. Auch ein Gespräch mit einem Steuerberater ist sinnvoll, denn gespartes Geld ist gewonnenes Geld. Durch geschicktes Angeben bei der Einkommensteuererklärung lassen sich schnell hohe Beträge zurückfordern.

2. Planen

Erst wenn man alle Faktoren beisammen hat, kann man exakt berechnen, welche Summen sich ansparen und auszahlen lassen.

Man sollte also ungefähr wissen, welches Projekt einem vorschwebt: Ein Apartment zum Vermieten, ein Eigenheim, ein Alterswohnsitz oder eine Ferienwohnung? Was möglich ist, erfährt man durch eine gründliche Kalkulation und einen Überblick über die Kosten einer Immobilie. Nicht zu vergessen ist hier der lokale Faktor: Die Preise für vergleichbare Immobilien unterscheiden sich innerhalb Deutschlands erheblich!

3. Auf Sicherheit gehen

Natürlich spart man umso mehr, desto höhere Beträge man anlegt. Der Haken dabei ist, dass die zukünftige Einkommensentwicklung nicht immer vorausgesehen werden kann. Auch jahrzehntelang bestehende Firmen können binnen kürzester Zeit insolvent werden und dann steht man mit vermindertem Einkommen da. Auch diese Zeiten müssen überbrückt werden können. Andernfalls muss der Vertrag mit hohen Verlusten gekündigt werden.

4. Früh einsteigen

Es macht keinen Sinn, erst mit Mitte 50 mit dem Bausparen zu beginnen. Bausparen geschieht üblicherweise über relativ kleine monatliche Beträge, welche über einen langen Zeitraum angespart werden. Dafür sind die Modelle so ausgelegt, dass man bereits im Lehrlingsalter damit beginnen kann. Mut, Disziplin und Willen gehört dazu, um monatlich seinen Zahlungspflichten nachzugehen. Aber wer das aufbringt, hat später große Vorteile.

5. Dranbleiben

Auch wenn mal eine Phase der Arbeitslosigkeit zu überbrücken ist, der Bausparvertrag sollte weiter bedient werden. Auch wenn ein neuer Lebensentwurf mit Selbstständigkeit oder Freiberuflichkeit angesagt ist – der Bausparvertrag sollte als feste Größe in jeder neuen Situation mitgenommen werden.

6. Die Vorteile sehen

Auch wenn es nicht zum Immobilienkauf kommt, ein früh abgeschlossener Bausparvertrag kann durch seine feste Verzinsung und seine Fördermöglichkeiten auch nach Zuteilungsreife noch eine interessante Investition sein. Darum sollte man zwei mal überlegen, bevor man ohne Not und ohne Anlass einen Bausparvertrag kündigt. In den meisten Fällen lohnt sich das Einzahlen auch nach der Zuteilungsreife.

Teile diesen Artikel, wenn er Dir gefällt!

Veröffentlicht am 26. Oktober 2015
Autor
Moritz Richartz