Sozial- und Bildungsmanagement

Interkulturelle Bildung: Ihre Notwendigkeit

Interkulturelle Bildung: In einer multikulturellen Gesellschaft genügt es nicht, die Existenz der Anderen oder die Andersartigkeit zu akzeptieren, wenn man nicht wirklich weiß, wie und warum die Anderen anders sind. Es geht um ein multikulturelles Mit- und nicht Nebeneinander.

Die Antwort auf die Frage, warum Interkulturelle Bildung notwendig ist, ergibt sich aus dem Denken und Handeln vieler Menschen hinsichtlich des Umgangs mit ausländischen Mitbewohnern.

Interkulturelle Bildung zur Friedenssicherung
Beispielhaft sei hier auf einen Mann verwiesen, dessen Vorstellungen erschreckend und doch beispielhaft sind. Er arbeitet als Anwalt und betreut minderjährig eingereiste Flüchtlinge in ihrem Asylverfahren. Er ist also sehr engagiert im interkulturellen Bereich. Dennoch vertritt er die Ansicht, dass die Deutschen die ausländischen Mitbewohner so nehmen müssen, so akzeptieren müssen, wie sie sind und auch jene müssen die Deutschen so akzeptieren, wie diese sind.

Das ist an sich keine schlechte Einstellung, wenn er nicht gleichzeitig der Meinung wäre, dass Deutschland ein gesellschaftliches Pulverfass sei. Nach seiner Meinung geht die gegenseitige Akzeptanz zwar eine Weile gut, aber irgendwann wird eine Situation wie in Ex-Jugoslawien entstehen.

Interkulturelle Bildung: Mehr als Akzeptanz
Diese pessimistische Haltung erscheint beängstigend, da sie von einem nicht überwindbaren Konflikt der Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte ausgeht. Dennoch hat er in gewisser Weise recht: Es genügt nicht, die Existenz der Anderen oder die Andersartigkeit zu akzeptieren, wenn man nicht wirklich weiß, wie und warum die Anderen anders sind.

Wenn man nichts voneinander weiß, können Vorurteile und Unverständnis wachsen und dies kann Konflikte heraufbeschwören, die eigentlich unnötig sind. Wenn Menschen verschiedener Kulturen nur nebeneinander her leben, ohne sich gegenseitig zu kennen, ohne ein wirkliches Interesse aneinander, so kann dies zu Missverständnissen, zu Vorurteilen und zu Konflikten führen.

Dies ist leicht nachzuvollziehen, wenn man an eine persönliche Beziehung denkt. Auch in persönlichen Beziehungen kommt es zu Konflikten und es kann zu einem Bruch kommen, wenn statt einem Miteinander ein nebeneinander gelebt wird. Das ist im multikulturellen sozialen Miteinander nicht anders, nur dass das Konfliktpotenzial um ein vielfaches größer ist!

In der interkulturellen Bildung geht es darum, ein Miteinander der Kulturen auf der Basis gegenseitigen Wissens und gegenseitigen Verständnisses zueinander aufzubauen.

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Dr. Britta Kanacher